Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Staatsquoten – Definitionen, Grenzen der Vergleichbarkeit und Aussagekraft

“Staatsquoten sind häufig verwendete makroökonomische Indikatoren zur Erfassung des Anteils des Staates an den gesamten ökonomischen Transaktionen bzw. des Ausmaßes der Ressourcen, die dafür in einer Volkswirtschaft in einer bestimmten Periode (in der Regel in einem Jahr) verwendet werden. Sie ermöglichen (in gewissen Grenzen) internationale bzw. intertemporale Vergleiche des Ausmaßes der Staatstätigkeit.”

(“Ökonomische Trends”    Margit Schratzenstaller: Staatsquoten – Definitionen, Grenzen der Vergleichbarkeit und Aussagekraft. – Wirtschaftsdienst 3/2013)

Staatsquoten in den EU-Ländern 2012
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Googlemetrie – Google als Datengrundlage für ökonomische Analysen

Google verwenden täglich viele Menschen auf der Erde, um alle möglichen Sachen im Internet zu suchen. Diese Datenmengen haben die Wirtschaftswissenschaften seit einigen Jahren für sich entdeckt und benutzen diese Daten für ökonomische Analysen unterschiedlichster Art. Diese Literaturübersicht zeigt einige Beispiele für diese Untersuchungsform, u. a. können mit Hilfe von Google eine Vielzahl an zentralen Wirtschaftsindikatoren (u. a. Arbeitslosenraten) oder beispielsweise Forschungsrankings prognostiziert werden.

Länderrankings

Die Verdichtung von Informationen zu einer Kennzahl scheint praktisch: Sie erleichtert den globalen Vergleich verschiedener Länder. Aus der Positionierung innerhalb eines Rankings werden wirtschaftspolitische Empfehlungen abgeleitet. Der Politik wird signalisiert, genau an den Einzelkennziffern zu drehen, die im jeweiligen Ranking enthalten sind. Welche Vor- und Nachteile mit Indikatoren und Indikatorensystemen verbunden sind, diskutierten die Autoren im Rahmen der Panelsitzung, die der Wirtschaftsdienst anlässlich der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik 2011 organisiert hat.

Bestellen Sie das Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst 11/2011

Glück und Geld – eine unglückliche Beziehung?

2. aktualisierte Fassung 02.2013;  mit Ergänzungen von Thomas Groß

Die Glücksforschung boomt, auch in der Ökonomie. Empirische Untersuchungen scheinen einerseits die Weisheit zu bestätigen, dass Geld allein nicht glücklich macht: Ruut Veenhoven’s “Database of Happiness” z.B. weist für Deutschland/Westdeutschland eine negative Korrelation zwischen Zufriedenheit und Wohlstand auf. Auch in der “Map of Happiness” ist ein mäßig glückliches Deutschland von glücklicheren Nachbarn umgeben. Andererseits befindet es sich unter den 20 % der glücklichsten Länder der Welt. Wie immer in der Statistik ist alles eine Frage der Modellierung und der Interpretation.

Wie lässt sich Wohlstand messen?

3. aktualisierte Fassung 02.2013

Es ist völlig unstrittig: Das Bruttoinlandsprodukt hat als Maß für den Wohlstand eines Landes große Schwächen. Wegen dieser Schwächen wird derzeit der Ruf laut, das BIP durch einen umfassenden Indikator zu ersetzen. Aber wie könnte er aussehen?

Im Januar 2013 hat die Enquete-Kommission “Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichen Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft” des Bundestags ein Konzept unter dem Titel “Wohlstandsindikatorenansatz” mit breiter Mehrheit beschlossen.

Die ZBW aktualisiert hiermit Ihre Literaturlisten zur Wohlstandsmessung aus den Jahren 2009 und 2011.

„Chancen für einen stabilen Aufschwung”

“Chancen für einen stabilen Aufschwung” schreiben die Wirtschaftsweisen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in ihrem  heute vorgestellten Jahresgutachen 2010/2011.
Für 2011 prognostizieren sie ein Wachstum von 2,2% und sehen die Arbeitslosigkeit unter 3 Millionen.

Wie immer geben die Wirtschaftsforscherinnen und -forscher auch gute Ratschläge zur Wirtschaftspolitik, so behandeln sie in einzelnen Kapitel im Gutachten u.a. die Themen ” Euro-Raum in der Krise”, “Finanzsystem in der Therapie: Noch ein weiter Weg” und ganz aktuell zu “Öffentliche Finanzen: In der Realität angekommen”. In diesem fünften Kapitel raten sie von Steuersenkungen jetzt ab und mahnen eine Umsatzsteuerreform an.
Zu fast allen Themen hat die ZBW als Herausgeber der Zeitschrift “Wirtschaftsdienst” zur Diskussion beigetragen und in diesem Blog wurden Literaturlisten dazu erstellt.

Kurzfristige Konjunkturvorhersage mit vorlaufenden Konjunkturindikatoren

Der Konjunkturzyklus (auf und ab der wirtschaftlichen Tätigkeit) ist ein ökonomisches Phänomen aller marktwirtschaftlichen Systeme. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in den USA Indikatoren entwickelt, mit denen die Konjunktur beschrieben und prognostiziert werden soll. Heute gibt es eine Vielzahl von Konjunkturindizes und Kennzahlen. Wir wollen in diesem kurzen Blogbeitrag aus deutscher Sicht ein paar vorlaufenden Konjunkturindikatoren auflisten, ohne sie genauer vorzustellen, da diese durch den Internetlink und die von uns am Ende genannte Literatur näher erklärt werden.

Happy New Year – Sind Mitteleuropäer wirklich glücklich?

Zur Weihnachtszeit  beschäftigten sich Rundfunk und Presse mit dem Thema “Was Menschen wirklich glücklich macht” und  kamen zu dem Ergebnis, dass wir Mitteleuropäer eher zu den unglücklichsten Menschen der Welt gehören.

Arbeitsmarktprognosen mit Google!? – Verschiedene Prognoseverfahren im Vergleich

Die Prognose der Arbeitsmarktzahlen – einer zentralen, weil politisch sensiblen volkswirtschaftlichen Kennzahl – kann mit einer Reihe von Prognoseverfahren erfolgen: zum Beispiel mit verschiedenen Zeitreihenanalysemethoden oder unter Zuhilfenahme neuer Verfahren, wie neuronaler Netze. Alle Verfahren beinhalten jeweils spezifische Vor- und Nachteile. Das DIW ist mit dem Versuch, Arbeitslosenzahlen anhand von Sucheingaben bei Google prognostisch zu generieren, neue Wege in der Arbeitsmarktforschung gegangen.

Diese Literaturübersicht zeigt verschiedene Prognoseverfahren auf, die wiederum auf unterschiedlichen Länderbeispielen beruhen.

Bruttonationaleinkommen (BNP) als Wachstumsindikator!? Alternative Wohlstandsmaße im Vergleich

In der Öffentlichkeit und politischen Diskussion ist das Bruttonationaleinkommen (BNP, früher: Bruttosozialprodukt (BSP)) der zentrale Wirtschaftsindikator für die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Ein steigendes BNP wird dabei mit steigendem Wohlstand assoziiert und umgekehrt. Der zentrale Kritikpunkt an diesem Wohlstandsindikator liegt darin begründet, dass das BNP nur die offenen, d. h. nur die messbaren Markttransaktionen erfasst. Somit werden alle nichtmarktbezogen, aber wirtschaftsrelevanten Austauschbeziehungen nicht berücksichtig, z. B. die sozialen Kosten (Umweltschäden), die Eigenleistung privater Haushalte (Reproduktionsleistungen), die Transaktionen innerhalb der Schattenwirtschaft, oder die vermögens- und einkommensspezifischen Verteilungseffekte. Mittlerweile existieren zahlreiche alternative Messkonzepte. Mit diesen Konzepten und den entsprechenden Kritikpunkten am dominierenden BNP-Ansatz befasst sich diese Literaturübersicht.