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Megastädte

“Während hierzulande – besonders, aber nicht ausschließlich im Osten – viele Städte schrumpfen und “zurückgebaut” werden, sprießen weltweit betrachtet die Megastädte wie nie zuvor: Ihr urbanes Wachstum ist ungehemmt und die “Urbanisierung der Welt” galoppiert, angetrieben von einem atemberaubenden Bevölkerungswachstum, zunehmender wirtschaftlicher Liberalisierung und der immer engeren Verknüpfung der Weltwirtschaft.
Die zukünftige Menschheits- und Umweltentwicklung wird zum Großteil in den Megastädten entschieden und von ihrer Planung, Gestaltung und Nachhaltigkeit hängt die urbane Zukunft ab: Noch 1950 war New York die einzige Stadt der Welt mit mehr als zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Heute sind es 20, Tendenz steigend. Der größte städtische Ballungsraum der Welt ist Tokio mit über 35 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Noch schwindelerregender sind die Einwohnerzahlen der städtischen Ballungsräume:  In China leben im Yangtze-Delta schon 87, im Perlflussdelta 40 und im Beijing-Tianjin-Korridor 27 Millionen Menschen dichtgedrängt in urbanen Agglomerationen, die wie im Ruhrgebiet in Deutschland aus mehreren Städten zusammengeschmolzen sind.(…)
Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen untersuchen das Phänomen des explodierenden städtischen Wachstums genauer: Vom Städtebau über die Energieversorgung bis zur urbanen Gesundheitsversorgung – das sind die Themen im Mega-City-Diskurs. Ob die schnelle Urbanisierung überwiegend eine wirtschaftliche und politische Chance ist, weil sie hilft, mittelständische, bürgerliche, demokratie-affine (Stadt-)Gesellschaften herauszubilden oder ob die Verstädterung überwiegend zu Armut, Slumbildung, Radikalisierung, Umweltverschmutzung und Pandemien führt, ist in der Debatte heiß umstritten.” (in: Ulf Meyer, Das Zeitalter der Megastädte)
Die Literaturübersicht aus unserer Datenbank ECONIS bietet einen Einblick in die Vielschichtigkeit dieses Themas.

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