Können Staaten, die sich in großer Finanznot befinden, auch Pleite gehen?
Durch die aktuelle Finanz- bzw. Weltwirtschaftskrise sind einige Staaten unter erheblichen finanzpolitischen Druck geraten. Neben der konjunkturpolitischen Abfederung der aktuellen Rezession und dem Anstieg der Sozialausgaben, gibt es zudem die Versuche, die systemrelevanten Teile der Volkswirtschaft entsprechend zu stützen. Dies führt zu erheblichen Belastungen der Staathaushalte, die sich bei verschlechternden Rahmenbedingungen (Kreditklemme, sinkende Bonität) nicht mehr, oder nur zu ungünstigeren Konditionen auffangen lassen. Am Ende droht eine Zahlungsunfähigkeit der öffentlichen Hand und am Ende der Staatsbankrott.
Diese Literaturübersicht führt einerseits aktuelle Beispiele für insolvente – bzw. am Rande des Staatsbankrottes stehende – Staaten auf, dies sind zum Beispiel einige Länder in Lateinamerika (insbesondere Argentinien), Russland, die USA (als Fall eines immer wieder vorhergesagten Staatsbankrottes) und Deutschland (vor allem das Land Berlin). Zudem werden andererseits, als Blick in die Geschichte von Staatsinsolvenzen, historische Beispiele aufgelistet: die DDR, die Weimarer Republik, Österreich oder auch das Osmanische Reich. Weiterhin sind viele Entwicklungsländer ein gutes Beispiel für bankrotte Staaten. Einige Fallstudien hierzu sind deshalb hier in dieser Übersicht miteingeschlossen.
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