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Die Griechenlandkrise – aktuelle Analysen

Wiederholte Aufrufe zum Generalstreik, tägliche Proteste und politische Verteilungskämpfe – Griechenland kommt nicht zur Ruhe. Fast täglich steht der klamme Mittelmeerstaat international in den Schlagzeilen.

Der drohende Staatsbankrott Griechenlands, dessen Ursachen und vor allem die daraus erwachsenen Folgen für die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, insbesondere die wirtschaftspolitischen Steuerungsversuche, stehen im Mittelpunkt der nachfolgenden Literaturzusammenstellung (Zeitraum 2010).

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Island: Wirtschaftswunder und Finanzkrise

Auf Island sprudeln derzeit nicht nur die Geysire, in dem im Nordatlantik gelegenen, von knapp 320.000 Einwohnern bewohnten Inselstaat ist auch die Finanzmarktblase früh und folgenschwer geplatzt. Das kleinste selbständige Währungssystem der Welt, für das als Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation Efta die Freizügigkeitsregeln der EU voll gelten, hatte sich den internationalen Kapitalströmen geöffnet, ohne über ein ausreichendes Regulierungsinstrumentarium zu verfügen. Die drei großen isländischen Banken lockten mit hohen Zinsversprechen ausländische Anleger ins Land, ohne sich an den Einlagensicherungsfonds der entsprechenden Länder zu beteiligen. Einhergehend mit der Bankenexpansion vollzog sich eine kreditfinanzierte Investitionswelle von isländischen Verbrauchern und Firmen im In- und Ausland.

Das Land des praktizierten Elfenglaubens schien ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten geworden zu sein…

Inzwischen sind die Banken verstaatlicht, die Inflationsrate ist hoch, das BIP sinkt ebenso dramatisch wie das Haushaltsdefizit groß ist. Der internationale Währungsfonds IWF hat – verbunden mit Auflagen zur Sanierung des Finanzsystems – ein Hilfspaket beschlossen. Die Auszahlung weiterer Kredittranchen ist zurzeit jedoch blockert, da die selbst teilweise hoch verschuldeten und arbeitslosen Isländer in einem Referendum mit großer Mehrheit ein Entschuldungs-Abkommen abgelehnt haben, das die Rückzahlung von 3,9 Milliarden Euro an die Gläubigerländer der Internetbank Icesave Niederlande und Großbritannien regeln sollte.

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Griechenland - Können Staaten insolvent werden?

Das griechische Defizit belief sich im vergangenen Jahr auf nahezu 13% des BIP und hat die Staatsschuld damit auf sagenhafte 135% getrieben. Die Konsequenzen für Griechenland sind alles andere als angenehm. Die Ratingagenturen haben das Land von A- auf BBB+ heruntergestuft.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 1/2010

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Finanzmarktkrise und Staatsbankrott. Die Zahlungsunfähigkeit von Staaten und politische Steuerungsversuche

Können Staaten, die sich in großer Finanznot befinden, auch Pleite gehen?

Durch die aktuelle Finanz- bzw. Weltwirtschaftskrise sind einige Staaten unter erheblichen finanzpolitischen Druck geraten. Neben der konjunkturpolitischen Abfederung der aktuellen Rezession und dem Anstieg der Sozialausgaben, gibt es zudem die Versuche, die systemrelevanten Teile der Volkswirtschaft entsprechend zu stützen. Dies führt zu erheblichen Belastungen der Staathaushalte, die sich bei verschlechternden Rahmenbedingungen (Kreditklemme, sinkende Bonität) nicht mehr, oder nur zu ungünstigeren Konditionen auffangen lassen. Am Ende droht eine Zahlungsunfähigkeit der öffentlichen Hand und am Ende der Staatsbankrott.

Diese Literaturübersicht führt einerseits aktuelle Beispiele für insolvente – bzw. am Rande des Staatsbankrottes stehende – Staaten auf, dies sind zum Beispiel einige Länder in Lateinamerika (insbesondere Argentinien), Russland, die USA (als Fall eines immer wieder vorhergesagten Staatsbankrottes) und Deutschland (vor allem das Land Berlin). Zudem werden andererseits, als Blick in die Geschichte von Staatsinsolvenzen, historische Beispiele aufgelistet: die DDR, die Weimarer Republik, Österreich oder auch das Osmanische Reich. Weiterhin sind viele Entwicklungsländer ein gutes Beispiel für bankrotte Staaten. Einige Fallstudien hierzu sind deshalb hier in dieser Übersicht miteingeschlossen.

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