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BWL-Bibliometrie Teil 1: Zeitschriften-Ranking

Vor einigen Wochen erschien eine neubearbeitete Version des betriebswirtschaftlichen Zeitschriften-Rankings durch den Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB). VHB-Ranking betriebswirtschaftlicher Zeitschriften 2008. Verglichen mit dem ersten Ranking aus dem Jahr 2003 gibt es deutliche Verschiebungen.

Neben derartigen wissenschaftlich fundierten Bewertungen von Zeitschriften ist in den letzten Jahren ein allgemeiner Ranking-Hype in den Massenmedien zu verzeichnen gewesen, der auch die Auflistung von Forschern und sogar kompletten Fachbereichen an Hochschulen umfasste. Dieser Trend ist nicht unproblematisch, weil bei derartigen Listen häufig ungeeignete Kriterien und zweifelhafte Erhebungen zugrunde liegen, die meist nur am Rande verzeichnet und kaum je mit zitiert werden.

Aber auch wissenschaftliche Rankings haben gravierende Schwachstellen. So finden sie – zumindest in den Wirtschaftswissenschaften – nur sporadisch statt. Wechselnde Autoren bedienen sich der unterschiedlichsten Verfahren, wodurch die Vergleichbarkeit stark eingeschänkt wird, denn die Einstufung der bewerteten Objekte hängt nicht unerheblich von der gewählten Methodik ab. Als Basis für eine kontinuierliche und kritische Selbstreflektion der Wissenschaft sind sie daher eher weniger geeignet. Die offenbar beabsichtigte Fortführung der VHB-Rankings bildet eine positive Ausnahme (Präsentation des VHB-Rankingverfahrens).

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