Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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50 Jahre Wirtschaftsweise

Seit 50 Jahren gibt es nun den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die fünf Mitglieder (zur Zeit eine Frau und vier Herren) werden auch die “Wirtschaftsweisen” genannt.

Ihre Hauptaufgabe ist es die aktuelle Wirtschaftslage zu begutachten und eine Konjunkturprognose abzugeben. Sie geben aber auch wirtschaftspolitische Empfehlungen ab und leisten damit ein Beitrag zur aktuellen wirtschaftspolitischen Diskussion. Letzteres wird von den Regierenden manchmal auch als “ungebetene” Ratschläge empfunden.

Europäische Agrarpolitik und die Beratungsresistenz der Politiker

In Brüssel wird zurzeit der EU-Finanzrahmen für den Zeitraum 2014-2020 geplant. Von besonderer Bedeutung sind die Ausgaben für die Agrar- und Fischereipolitik. Diese Politik beanspruchte bisher 58 Mrd. Euro bzw. 47,4% des EU-Haushalts. Nach der vorliegenden Haushaltsplanung soll der Anteil bis 2020 auf 39% sinken.

Lesen Sie weiter im Leitartikeldes Wirtschaftsdienst 8/2011

Wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Politikberatung

2. aktualisierte Literaturliste 08.2013  von Joachim Michel

“Ökonomen und Politiker beklagen sich gelegentlich übereinander. Die Ökonomen meinen, das politische Alltagsgeschäft berücksichtige die Erkenntnisse der Wissenschaft zu wenig und sei mit inkonsistenten Maßnahmen und suboptimalen Ergebnissen verbunden. Die Politiker sehen sich dagegen zum Teil mit realitätsfernen Empfehlungen konfrontiert. Die Bewertungsschemata für wissenschaftliche Exzellenz schaffen zudem Anreize für eher theoretisch ausgerichtete Forschung. Eine solch dramatische Diskrepanz zwischen Politikberatung und Forschung können die Autoren dieses Zeitgesprächs in der Regel nicht erkennen.”  (Justus Haucap, Michael Mödl, Christoph M. Schmidt, Nils aus dem Moore, Michael Themann, Wolfram F. Richter, Marcel Fratzscher, Gert G. Wagner, Werner Güth, Hartmut Kliemt, Willi Koll : Entwickeln sich wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Politikberatung auseinander? – Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst 8/2013)

Lars Feld – der Neue in den Reihen der “Wirtschaftsweisen”

Der Leiter des Freiburger Walter-Eucken-Instituts Lars Feld ist neuer Wirtschaftsweiser. Er wurde zum Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen und folgt auf Wolfgang Wiegard, der zum 1. März aus dem Sachverständigenrat ausscheidet. Feld ist wie Wiegard Steuerexperte. Damit wird erstmals ein Freiburger Ökonom Wirtschaftsweiser. Der 44-Jährige wurde im September zum neuen Leiter des Walter-Eucken-Instituts berufen. Gleichzeitig ist er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Freiburg. Am ZEW ist er als Research Associate tätig. Außerdem ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen.

Ökonomischer Sachverstand im Parlament

Es ist nicht verwunderlich, dass aus eigener Berufstätigkeit stammende Wirtschaftskompetenz in den Parlamenten eher selten ist. Das ist zwar schade, weil unsere Wirtschaft wohl besser geregelt wäre, wenn die politische Klasse mehr von ihr verstünde. Doch verlangt der Beruf des Politikers vor allem politische Kompetenz.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 11/2009

Konjunkturprognosen in der Kritik !

Als der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Prof. Dr. Zimmermann im Frühjahr 2009 für die Konjunkturaussichten 2010 keine Zahlen angeben wollte – wegen der hohen Prognoseunsicherheit, wurde er aus der Ökonomen-Zunft starkt kritisiert.
“Nicht-Volkswirte” halten Wirtschaftsprognosen schon seit langem für blosse “Kaffeesatzleserei”, aber auch in den Wirtschaftswissenschaften selbst gibt es schon seit einiger Zeit eine Diskussion über die Prognosegenauigkeit.
Wir haben Ihnen hier einige Titel aus unserer Datenbank ECONIS zusammengestellt.