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Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Island: Wirtschaftswunder und Finanzkrise

Auf Island sprudeln derzeit nicht nur die Geysire, in dem im Nordatlantik gelegenen, von knapp 320.000 Einwohnern bewohnten Inselstaat ist auch die Finanzmarktblase früh und folgenschwer geplatzt. Das kleinste selbständige Währungssystem der Welt, für das als Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation Efta die Freizügigkeitsregeln der EU voll gelten, hatte sich den internationalen Kapitalströmen geöffnet, ohne über ein ausreichendes Regulierungsinstrumentarium zu verfügen. Die drei großen isländischen Banken lockten mit hohen Zinsversprechen ausländische Anleger ins Land, ohne sich an den Einlagensicherungsfonds der entsprechenden Länder zu beteiligen. Einhergehend mit der Bankenexpansion vollzog sich eine kreditfinanzierte Investitionswelle von isländischen Verbrauchern und Firmen im In- und Ausland.

Das Land des praktizierten Elfenglaubens schien ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten geworden zu sein…

Inzwischen sind die Banken verstaatlicht, die Inflationsrate ist hoch, das BIP sinkt ebenso dramatisch wie das Haushaltsdefizit groß ist. Der internationale Währungsfonds IWF hat – verbunden mit Auflagen zur Sanierung des Finanzsystems – ein Hilfspaket beschlossen. Die Auszahlung weiterer Kredittranchen ist zurzeit jedoch blockert, da die selbst teilweise hoch verschuldeten und arbeitslosen Isländer in einem Referendum mit großer Mehrheit ein Entschuldungs-Abkommen abgelehnt haben, das die Rückzahlung von 3,9 Milliarden Euro an die Gläubigerländer der Internetbank Icesave Niederlande und Großbritannien regeln sollte.

Die Kommunalfinanzen in Deutschland

Die Rezession in Deutschland hat zu einem starken Einbruch der kommunalen Steuereinnahmen geführt. Wie dramatisch der finanzielle Absturz der Städte und Gemeinden ist, lässt sich am kommunalen Finanzierungssaldo ablesen, der von +7,42 Mrd. Euro 2008 auf einen ähnlich hohen Defizit-Betrag 2009 abzustürzen droht.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 1/2010

Die Herausforderungen der neuen Bundesregierung: Teil 1 – Die Finanz- und Steuerpolitik

Im aktuellen Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP steht die Finanz- und Steuerpolitik wohl nicht zufällig an erster Stelle. Aller Voraussicht nach wird dieses Politikfeld in den kommenden Jahren das interessanteste und am stärksten diskutierte sein.

Lesen Sie weiter im Leitartikel des Wirtschaftsdienst 11/2009

Serie CDO, CLO und Co Teil 1: CDS

2. aktualisierte Fassung von Juli 2012

Credit Default Swaps (Kreditausfallversicherungen) werden auch für den Zahlungsausfall von Staaten abgeschlossen. Die im Falle Griechenlands fällig gewordenen CDS fielen entgegen einiger Befürchtungen gering aus und lösten keinen erneuten Dominoeffekt wie im Jahre 2008 aus.
Es bleibt aber grundsätzlich die Frage, welche Bedeutung CDS beim Ausfall ganzer Staaten für Finanzmärkte haben können, und ob die CDS-Prämien verlässliche Indikatoren sind, um Länder hinsichtlich ihres Ausfallrisikos einzuschätzen. In der Banken- und Schuldenkrise der EU geht es dabei auch um die Auswirkungen auf die Gemeinschaft, z.B. Auswirkungen auf noch junge osteuropäische Mitlieder der europäischen Union.