Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Staatsfinanzen – Doppik einführen?

“Wenn im Rahmen der NSA-Affäre diskutiert wird, wie viel ein Staat über seine Bürger weiß, so sei hier gefragt, wie viel ein Staat eigentlich über sich selbst weiß. Blicken wir auf die Staatsverschuldung: Wie hoch ist sie eigentlich genau? …” (Dennis Hilgers : Staatsfinanzen: Doppik einführen! –  Kommentar des Wirtschaftsdienst 8/2013)

Intereconomics: Austeritätspolitik in den Krisenländern der Eurozone (Forum)

“Since the onset of the sovereign debt crisis, the crisis-stricken countries in Europe have been pushed to take drastic steps to consolidate their finances and reduce their budget deficits. Despite strong public opposition and largely damaging short-run effects, the countries have undertaken many of the internationally recommended/mandated reforms and spending cuts. Authors from Greece, Ireland, Italy, Spain and Portugal report here on the fiscal consolidation achieved in their respective countries – and the sacrifices that have made it possible. Furthermore, the authors detail what remains to be done to resolve the crisis. ” (Fulltext   Forum: Austerity Measures in Crisis Countries – Results and Impact on Mid-term Development / Vassilis Monastiriotis, Niamh Hardiman, Aidan Regan, Chiara Goretti, Lucio Landi, J. Ignacio Conde-Ruiz, Carmen Marín, Ricardo Cabral. – Intereconomics. – Vol.48, Nr 1, 2013)

Fiskalpakt – Auswirkungen auf die Länder und Kommunen

“Zur Bewältigung der Staatsschuldenkrise wurde am 2. März 2012 der Fiskalpakt von allen EU-Mitgliedstaaten, mit Ausnahme von Großbritannien und Tschechien, unterzeichnet. Am 29. Juni 2012 stimmten Bundesrat und Bundestag dem Fiskalvertrag mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit zu. Diese Einigung zwischen Bund und Ländern war aus mehreren Gründen problembehaftet.” (Thomas Lenk, in: Wirtschaftsdienst, Heft 7/2012, S. 428)

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 7/2012

Brady Bonds

Der freiwillige Forderungsverzicht auf den sich private Gläubiger, insbesondere der Bankensektor, am 27.10.2011 mit der Politik geeinigt haben, erinnert an den Brady-Plan, der als Reaktion auf die Schuldenkrisen in Lateinamerika entworfen wurde und in mehreren Varianten Ende der 80er Jahre und im Verlauf der 90er Jahre für Länder Lateinamerikas, Afrikas und Osteuropas Anwendung fand.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 11/2011

US-Schuldenkrise und die ultrakonservativen Republikaner

NYC: National Debt Clock

Wer sich dafür interessiert warum die “Grand Old Party” (GOP), wie die Republikaner liebevoll in den USA genannt werden, von einer gemäßigten Partei zu einer ultrakonservativen Partei geworden ist, dem kann ich nur empfehlen das schon 2007 verfasste Buch des Wirtschaftsnobelpreisträges Paul Krugman zu lesen mit dem Titel:

Haushaltskonsolidierung und Schuldenmanagement nach der Finanzkrise

Selected for the Global Economic Symposium 2011

The financial crisis has dramatically worsened the state of public finances in the majority of the advanced industrial countries. Many of them are currently on unsustainable fiscal trajectories, and there is broad agreement that very substantial consolidation efforts are needed to re-establish stability. There is, however, substantial debate on the extent and the timing of the consolidation process. Large short-term fiscal consolidation measures are likely to severely restrain the chances to recover from high unemployment which still pertains in many countries. Postponing consolidation, however, may not be a viable option in cases where the fiscal position has worsened to such an extent that the country is not longer able to borrow in the markets at sustainable interest rates. A particular worrisome feature in this context is that even drastic consolidation measures, as in the case of Greece and Ireland, have not been sufficient to restore investor confidence.

Die Schuldenbremse und ihre Auswirkung auf die öffentlichen Haushalte in Deutschland

Der Bundeshaushalt 2011 ist verabschiedet worden. Erstmals gelangt die 2009 beschlossene Schuldenbremse zu Anwendung. Diese sieht vor, das strukturelle (d. h. konjunkturbereinigte) Haushaltsdefizit zu begrenzen. In der Vergangheit wurden die Mehreinnahmen infolge einer Aufschwungphase oftmals nicht zu einem Abbau der, in Abschwungphasen angehäuften, öffentlichen Schulden eingesetzt. Somit stieg das strukturelle Haushaltsdefizit in den letzten Jahrzehnten stetig.

Staatsschulden und Konsolidierung der Staatsfinanzen in der Welt

Selected for the Global Economic Symposium 2010

In dealing with the past financial crisis, have we sown the seeds for a national debt crisis? The massive increase in public debt that has resulted from the crisis is of particular concern. This rise of public debt has made it more difficult to use expansionary fiscal policies to fight the next crisis. Public debt is rising particularly fast in countries with ageing populations, threatening public confidence in the sustainability of their social security systems. It is conceivable that high public debt and a resulting downgrading of public bonds could in itself trigger a new crisis. Unless economic growth re-emerges faster than consensus projections, rising sovereign debts will likely present a serious problem in many countries.

Haushaltskonsolidierung in Deutschland: Sparwege und -zwänge im Zeichen der Krise

Aktuell 86 Mrd. Euro (geplante) Neuverschuldung, ca. 6 % Haushaltsdefizit im Jahre 2010, ein Anstieg der Schuldenquote bis 2013 auf rund 85 % (2008: 65 %) – aus diesen Zahlen heraus ergeben sich für die öffentlichen Haushalte in den nächsten Jahren, auch durch die zunehmende Wirkung der verfassungsrechtlich verankerten Schuldenbremse, schwerwiegende fiskalische Zwänge. Weiterhin rückt die Sanierung der deutschen Staatsfinanzen durch die zunehmende politische Diskussion stärker in das öffentliche Bewusstsein.

Doch wo kann angesichts der hohen Defizite überhaupt gespart werden? Diese Literaturübersicht thematisiert nicht die grundlegende Problematik öffentlicher Verschuldung und deren entsprechende Folgen, z. B. in Form von Ausgabenkürzungen. Es werden im Folgenden auch weitere Konsolidierungsoptionen thematisiert, beispielsweise die Möglichkeit einer Anhebung der öffentlichen Einnahmen (u. a. durch Steuererhöhungen).

Kommunen in der Krise

Die Wirtschaftskrise belastet die Kommunen mit deutlichen Einnahmeausfällen. Aber auch der Bund hat die Kommunen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz und andere Bundesgesetze in eine schwierige finanzielle Lage gebracht. Die Kommission zur Neuordnung der Gemeindefinanzen, die Anfang März ihre Arbeit aufgenommen hat, soll Vorschläge machen, wie die Gemeindefinanzen nachhaltig saniert werden können.