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Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Ostdeutschland: Wirtschaftlich weit zurück

Jetzt ist es öffentlich. Die mit Spannung erwarteten amtlichen Ergebnisse der großen Revision der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen dokumentieren dramatische Verschiebungen zwischen dem Leistungsstand der einzelnen Bundesländer. In Zahlen ausgedrückt bewegen sich die Korrekturen beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) für 2008, für das originale Berechnungen vorliegen und das bislang den Höchststand der Produktion markiert, auf Länderebene zwischen -6,5% und +6,9%.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 8/2012

Demografie und Regionalpolitik in Deutschland

In Deutschland ist ein Prozess in Gang gekommen, der zu einer Polarisierung der Bevölkerung führen wird. Vor allem Städte wachsen und die Bevölkerungszahl in ländliche Regionen – und dies ganz extrem in einigen Gebieten Ostdeutschlands – schrumpft. Im Grundgesetz wird die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse garantiert. Darüber, welche politischen Konsequenzen daraus zu ziehen sind, wird noch gestritten.

Lesen Sie weiter im Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst 4/2011

Regionale Wirtschaftsförderung in Deutschland

Die Investitionsförderung für Unternehmen in strukturschwachen Regionen wirkt. […] Das unter dem Titel “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” laufende Förderprogramm gehört zu den größten Subventionen für die Wirtschaftsförderung. Zwischen 1991 und 2008 haben Bund und Länder dafür 26 Milliarden Euro als Investitionszuschüsse an Unternehmen gezahlt. […] Jeder investierte Euro bringt ein Mehrfaches an Wirtschaftskraft hervor. “Die geförderten Betriebe haben sich deutlich besser entwickelt als vergleichbare nicht geförderte Betriebe”, sagt Professor Franz-Josef Bade, Hauptautor der [DIW-]Studie. “Es handelt sich also um hoch effiziente Form der Wirtschaftsförderung – und um eine der seltenen Fälle einer sinnvollen Subvention.” (aus: DIW-Pressemitteilung, vom 03.02.2011)

20 Jahre Deutsche Einheit

Pünktlich zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit stehen deren Kosten wieder einmal im Zentrum der öffentlichen Debatte: Das Bundesverfassungsgericht hat die verfassungsrechtliche Zulässigkeit des Solidaritätszuschlags bestätigt, nachdem ein Normenkontrollantrag des Niedersächsischen Finanzgerichts ihn infrage gestellt hatte.

Lesen Sie weiter im Leitartikel des Wirtschaftsdienst 10/2010

20 Jahre Deutsche Einheit: Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion

Am 1. Juli 1990 trat die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion der beiden deutschen Staaten in Kraft. Der Prozess des ökonomischen Zusammenwachsens von Ost- und Westdeutschland erwies sich jedoch als schwieriger als erwartet. Warum ist das so und was könnte getan werden, um in Ostdeutschland eine eigenständige Wirtschaftsdynamik zu etablieren?

Bestellen Sie das Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst 6/2010

Ostdeutschland im Jahr 2009 – regionale Aspekte

Auch 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der DDR gibt es große Unterschiede in der Wirtschaftskraft zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland. Trotz erheblicher Wohlstandssteigerungen im Vergleich zur Situation im Jahr 1989 liegt das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen in den neuen Ländern noch immer um 20% unter dem westdeutschen Durchschnittswert.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 10/2009

Alternde Bevölkerung und Entwicklungsdivergenzen in Ostdeutschland

Eine neue Studie des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die Auswirkungen des Demographischen Wandels in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Neuen Bundesländer untersuchen sollte, hat in dieser Woche für Aufregung in der Republik gesorgt. Die zentrale Botschaft lautet: Abgekoppelte, chancenlose, weil bevölkerungsbezogen schrumpfende Regionen in den fünf neuen Ländern sollten nicht mehr gefördert werden.

Der Demographische Wandel wird zu einer Alternden Bevölkerung in den Neuen Bundesländern führen, mit allen sozialen, ökonomischen und vor allem politischen Konsequenzen. Verstärkt wird dieser Trend durch die Abwanderung von Humankapital in Richtung Alte Bundesländer. Die Aussichten für die ostdeutsche Wirtschaft sind insgesamt als schlecht anzusehen, mit der Ausnahme einiger Wachstumskerne („Leuchttürme“). Damit wird die regionale Wirtschaftskraft in den Neuen Bundesländern auch in Zukunft hinter den Alten Bundesländern zurückbleiben und deshalb ist von einer Angleichung der Lebensverhältnisse auch in absehbarer Zeit nicht auszugehen.

Diese Literaturübersicht widmet sich folgenden Fragestellungen: Wie ist der Alterungsprozess der ostdeutschen Bevölkerung? Wie stehen demnach die Chancen der Wirtschaft in den fünf neuen Bundesländern?

„Aufbau Ost“ – Ursachen und Auswirkungen der anhaltenden Stagnation des Aufholprozesses der Neuen Bundesländer

Trotz massiver öffentlicher Transferzahlungen (Solidarpaktmittel) in die Neuen Bundesländer ist der wirtschaftliche Aufholprozess Ostdeutschlands seit 1996/1997 zum Stillstand gekommen (vgl. H. Schmidt 2004, s. u.). Dabei erweist sich die Arbeitsproduktivität in den fünf Ländern trotz zunehmenden Einsatzes innovativer Technologien immer noch als Konvergenz- bzw. Wachstumsbremse (Busch 2007, s. u.).
Diese Literaturübersicht thematisiert den „ Mezzogiorno-Fall“ (Heilemann 2005) Ostdeutschland, indem einerseits die Ursachen für die wirtschaftliche Stagnation bei gleichzeitigen strukturellen Fortschritten dargestellt werden und andererseits auch die Perspektiven für die zukünftige Entwicklung aufgezeigt werden (Auseinanderdriften ja oder nein?).

Der Solidarpakt II – Öffentliche Transferzahlungen zwischen Ost und West

Der Solidarpakt (Teil I lief von 1993-2004, Teil II läuft seit 2006) umfasst öffentliche Transferzahlungen des bundesdeutschen Länderfinanzausgleiches. Über sogenannte Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen (SoBez) an die Neuen Bundesländer und Berlin sollen die teilungsbedingten Sonderlasten ausgeglichen werden, mit dem Ziel, auch die ökonomische Teilung zu überwinden. Diese Literaturübersicht umfasst verschiedene Aspekte dieser Thematik: Wie ist die Mittelverwendung geregelt und inwieweit existieren hier Kontrollmechanismen? Welche Rolle spielen die Zahlungen innerhalb der Einnahmestruktur der öffentlichen Haushalte, auch für die Zukunft? Wie sind die Solidarpaktmittel im Rahmen des bundesdeutschen Länderfinanzausgleiches systematisch einzuordnen?