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Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Tariflöhne und die effektiv gezahlten Reallöhne in Deutschland

Die Zahlen sind auf den ersten Blick widersprüchlich: Das WSI-Tarifarchiv errechnet in seiner Halbjahresbilanz für 2009 eine Steigerung der Tarifentgelte um 3,0%. Bei einem Anstieg der Verbraucherpreise um 0,5% ergibt sich ein beachtlicher Reallohnanstieg. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Reallöhne jedoch im 1. Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahr um 0,4% gesunken.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 8/2009

Managerabfindungen – ein internationaler Überblick

Hartmut Mehdorn, Klaus Esser, Klaus Kleinfeld, Thomas Middelhoff, Klaus Zumwinkel. Jeder dieser ehemaligen Top-Manager musste seinen Posten vorzeitig räumen und wurde dafür mit einem „goldenen Handschlag“ abgefunden. Zuletzt musste der Porsche-Chef Wendelin Wiedeking für 50 Millionen gehen, obwohl ihm ein Vielfaches für seinen Abgang vertraglich zugestanden hätte.

Diese hohen Abfindungen, die an die Top-Manager eines Unternehmens gezahlt werden, erregen immer wieder die öffentliche Meinung. Zentraler Kritikpunkt ist die Tatsache, dass diese hohen Abfindungen immer wieder trotz schlechter Leistungen und mangelndem Unternehmenserfolg (siehe die gescheiterte Übernahme von VW durch Porsche) ausgezahlt werden.

Dieser Literaturübersicht (Publikationszeitraum 1997-2009) fokussiert nicht nur auf die deutsche Situation, sondern zeigt auch internationale Beispiele für die oben beschriebene Praxis der „goldenen Fallschirme“ (golden parachute) auf, z. B. in der Schweiz, Frankreich, und vor allem in den USA.

Unterschiedliche Entwicklung der Lohnstückkosten in der EU als Ursache für Zahlungsbilanzungleichgewichte

Wirtschaftsdienst-Titelblatt

“Zwischen Pest und Cholera” (Leitartikel im ‘Wirtschaftsdienst 3.2009′)

Anders als in den Jahren vor der EWU haben sich die Inflationsraten der Mitgliedsländer nach deren Beginn und in der Phase der gleichartigen Geldpolitik nicht weiter angeglichen. Das schon war der erste Tiefschlag, widerlegte es doch die Geldmengentheoretiker, die fest daran geglaubt hatten, dass bei einheitlicher Geldpolitik auch die Inflationsentwicklung einheitlich sein müsse. Allmählich erkannte man zwar die überragende Bedeutung, die die Entwicklung der nationalen gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten für die nationalen Inflationsraten hat. Die naheliegenden Schlussfolgerungen aber wollte man nicht ziehen.