“In der Diskussion über sinkende Geburtenzahlen und steigende Erwerbstätigenquoten von Frauen rücken zunehmend die sozialstaatliche Steuerung und Organisation von Familien- und Erwerbsarbeit in den Fokus des politischen und wissenschaftlichen Interesses. Dabei verdeckt die traditionelle Annahme des Prinzips „Kinder oder Karriere“, welches eine Unvereinbarkeit zwischen Erwerbs- und Familienarbeit signalisiert, häufig einen komplexen, wohlfahrtsstaats-spezifischen Wirkungsmechanismus. Die Entscheidung von Paaren für oder gegen ein Kind wird immer innerhalb eines spezifischen familienpolitischen Dreiecks getroffen. Dieses setzt sich aus den wohlfahrtsstaatlichen familienpolitischen Maßnahmen, der weiblichen Erwerbsneigung/-tätigenquote und der Realisierung des Kinderwunsches zusammen” (Groß 2007).

