von Joachim Michel, 08.2009
Auf die Finanzkrise haben die Zentralbanken und die Regierungen mit ungewöhnlichen Maßnahmen reagiert. Die Geldpolitik senkt die Zentralbankzinsen bis auf die Nullgrenze, die Wirtschaftspolitik ist bemüht, mit riesigen Konjunkturprogrammen die Rezession zu bekämpfen. Diese Maßnahmen könnten inflationäre Prozesse auslösen. Einige Experten sehen sie jedoch als unverzichtbare Instrumente gegen anhaltende Stagnation und halten Deflation für eine wesentlich größere Gefahr. Entscheidend ist der Zeitpunkt im Prozess der konjunkturellen Erholung, an dem die Zentralbanken die reichlich angebotene Liquidität wieder zurücknehmen müssen.
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von Thomas Groß, 05.2009
Durch die globale Finanzmarktkrise wurden in letzter Zeit, zur Vorbeugung von Liquiditätskrisen („Kreditklemme“), die Leitzinsen von den Zentralbanken auf historische Tiefstände gesenkt. Durch diese Maßnahme sollen sich Banken leichter am Geldmarkt refinanzieren können und eine Ausweitung der Finanzmarktkrise zu einer lang anhaltenden Rezession so vermieden werden. Entscheidend für diese geldpolitische Gegenmaßnahme ist die Geschwindigkeit, mit der die Kreditinstitute den Geldmarktimpuls der Zentralbanken an ihre Kunden durch Zinssenkungen weitergeben (= Interest Rate Pass-Through).
Neben dem Euroraum werden in dieser Literaturübersicht auch weitere internationale Fallstudien aufgelistet.
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