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von Joachim Michel, 08.2010
Im Zuge der Griechenlandkrise hat die EZB zu unkonventionellen Maßnahmen gegriffen: Sie akzeptiert Wertpapiere mit geringem Qualitätsniveau als Sicherheiten und kauft Staatsanleihen. Dies lässt befürchten, dass die EZB weiter Reputation verliert und Moral-Hazard-Probleme entstehen. Die Liquiditätssteuerung während der Krise war eine große Herausforderung für die Zentralbanken, die möglicherweise die Bedeutung der externen Kommunikation unterschätzen. Der liberalisierte Ordnungsrahmen für die Finanzmärkte hat es ihnen allerdings schwerer gemacht hat, eine wirksame Geldpolitik zu betreiben.
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von Joachim Michel, 07.2010
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich seit 2008 entfaltet. Seitdem gibt es verschiedene Versuche, ihre Folgen durch Rettungsschirme, Konjunkturprogramme und gesetzliche Regelungen in den Griff zu bekommen. Immer dringender stellt sich auch angesichts des jüngst vorgestellten Sparprogramms der Bundesregierung die Frage, wer tatsächlich von diesen Maßnahmen profitiert, wer sie bezahlen muss und ob die Verursacher der Krise angemessen an den Kosten der Schadensregulierung beteiligt werden.
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von Karin Wortmann, 07.2010
Selected for the Global Economic Symposium 2010
The financial crisis in the western financial system seems to have past its apex and the banking system, especially certain large investment banks, appear in nearly rude health. However, the cost of the rescue has been borne by governments, or more specifically the taxpayer. Moreover, the deep recession caused by the meltdown has severely depressed corporate profits, reducing tax intake, and government efforts to stimulate the economies has seriously depleted fiscal reserves. A number of western countries (and the Euro) have been pushed to the brink of collapse, with many European countries in serious state, owing to governments’ financial positions and the response of bond, currency and share markets. As actions unfold to cope with the crisis, citizens in countries such as Latvia, Iceland and Greece have engaged in mounting civil unrest. Domestic tranquillity is threatened as the extent of public service delivery and state welfare systems are likely to be reduced.
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von Karin Wortmann, 07.2010
Selected for the Global Economic Symposium 2010
The financial crisis in the western financial system seems to have past its apex and the banking system, especially certain large investment banks, appear in nearly rude health. However, the cost of the rescue has been borne by governments, or more specifically the taxpayer. Moreover, the deep recession caused by the meltdown has severely depressed corporate profits, reducing tax intake, and government efforts to stimulate the economies has seriously depleted fiscal reserves. A number of western countries (and the Euro) have been pushed to the brink of collapse, with many European countries in serious state, owing to governments’ financial positions and the response of bond, currency and share markets. As actions unfold to cope with the crisis, citizens in countries such as Latvia, Iceland and Greece have engaged in mounting civil unrest. Domestic tranquillity is threatened as the extent of public service delivery and state welfare systems are likely to be reduced.
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von Joachim Michel, 06.2010
Selected for the Global Economic Symposium 2010
During the past decades, a broad consensus among economists and policy-makers has emerged that inflation targeting by central banks leads to very good macroeconomic outcomes. The “Great Recession” has casted doubt on this conventional wisdom. Many policy-makers and analysts blame the loose monetary policy stance of the Federal Reserve to be one of the main causes for the meltdown of the financial system and the “Great Recession.” Before the financial crisis, most central banks focused on low and stable consumer price inflation and used short-term interest rates as the main tool to implement their inflation target. Monetary aggregates and the supervision of other prices (e.g., asset prices) usually played a minor role in the actual conduct of monetary policy. Although most central bank tackled the issue of systematic risk and banking, most of them did not treat price stability and banking supervision as comprehensive issues. Quite frequently, central banks had de facto iron walls between the respective departments or they shared the responsibilities for banking supervision with other government bodies.
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von Kirsten Hölterhoff, 05.2010
China beunruhigt die westliche Welt. Für viele Branchen entwickelt sich das Land zum wichtigsten, ja überlebenswichtigen Markt, und sein robustes Wirtschaftswachstum (8,7% 2009, mit einer erneuten Beschleunigung 2010) hat dazu beigetragen, die Folgen der Finanzkrise weltweit abzufedern.
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von Thomas Groß, 05.2010
In Folge der US-Immobilienkrise, die sich seit 2007 zu einer globalen Wirtschaftskrise ausgeweitet hat, stehen die Ratingagenturen und hier insbesondere deren Rolle und Einfluss auf die aktuelle internationale Finanzmarktkrise im Fokus von Politik, Wissenschaft und interessierter Öffentlichkeit.
Mit dem Aufkommen und der Zuspitzung der Griechenlandkrise in den letzten Wochen stehen die Ratingagenturen erneut im Zentrum des Interesses. Hauptkritikpunkt ist die Bonitätsbewertung der Kreditnehmer (Staaten, Privatwirtschaft) und der damit verbundene zentrale Einfluss auf deren Liquidität und eventuellen Zahlungsunfähigkeit.
Neben Fragen zu den Einflussmöglichkeiten von Ratingagenturen (Ursachenforschung), werden auch Regulierungsoptionen (europäische Ratingagentur u. a.) unter Kosten-Nutzen-Aspekten in der nachfolgenden Literaturzusammenstellung (Zeitraum 2009-2010) thematisiert.
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von Thomas Groß, 04.2010
Eine in Deutschland beschlossene und in Großbritannien und Frankreich angekündigte „Bankenabgabe“ soll das eingenommene Geld zur Dotierung eines „Stabilisierungsfonds“ verwenden, aus dem Banken in Krisenzeiten Hilfszahlungen erhalten können. Die eventuellen Lasten einer nächsten Krise müsste dann nicht mehr der Staat tragen, der sich nicht länger zu Rettungsaktionen erpressen ließe.
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von Kirsten Hölterhoff, 03.2010
Auf Island sprudeln derzeit nicht nur die Geysire, in dem im Nordatlantik gelegenen, von knapp 320.000 Einwohnern bewohnten Inselstaat ist auch die Finanzmarktblase früh und folgenschwer geplatzt. Das kleinste selbständige Währungssystem der Welt, für das als Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation Efta die Freizügigkeitsregeln der EU voll gelten, hatte sich den internationalen Kapitalströmen geöffnet, ohne über ein ausreichendes Regulierungsinstrumentarium zu verfügen. Die drei großen isländischen Banken lockten mit hohen Zinsversprechen ausländische Anleger ins Land, ohne sich an den Einlagensicherungsfonds der entsprechenden Länder zu beteiligen. Einhergehend mit der Bankenexpansion vollzog sich eine kreditfinanzierte Investitionswelle von isländischen Verbrauchern und Firmen im In- und Ausland.
Das Land des praktizierten Elfenglaubens schien ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten geworden zu sein…
Inzwischen sind die Banken verstaatlicht, die Inflationsrate ist hoch, das BIP sinkt ebenso dramatisch wie das Haushaltsdefizit groß ist. Der internationale Währungsfonds IWF hat – verbunden mit Auflagen zur Sanierung des Finanzsystems – ein Hilfspaket beschlossen. Die Auszahlung weiterer Kredittranchen ist zurzeit jedoch blockert, da die selbst teilweise hoch verschuldeten und arbeitslosen Isländer in einem Referendum mit großer Mehrheit ein Entschuldungs-Abkommen abgelehnt haben, das die Rückzahlung von 3,9 Milliarden Euro an die Gläubigerländer der Internetbank Icesave Niederlande und Großbritannien regeln sollte.
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von Joachim Michel, 02.2010
Nach der Krise hat auf allen politischen Ebenen eine lebhafte Diskussion über eine bessere Finanzmarktregulierung eingesetzt. Einig war man sich allerdings nur in wenigen Bereichen. Und von der Umsetzung etwaiger Reformen ist die Politik noch sehr weit entfernt. Allerdings ist auch fraglich, ob die Ansatzpunkte überhaupt richtig gewählt sind.
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