Ein Fremdwährungskredit ist eine Kreditform, bei der die Kreditfinanzierung nicht in der eigenen Landeswährung (bsp. Euro) abgewickelt wird, sondern in einer fremden Währung (bsp. US-Dollar, Schweizer Franken). Im Gegensatz zu Krediten in landeseigener Währung besteht bei einem Fremdwährungskredit ein bestimmtes Wechselkursrisiko. Durch Wechselkursveränderungen kann sich die Kreditschuld erhöhen oder verringern. Selbst kleine Kursänderungen zuungunsten des Kreditnehmers können den Zinsvorteil dieser Kreditform aufheben und die vermeintlich günstigen Fremdwährungskredite erheblich verteuern.
Rogue Trader (dt. “Schurkenhändler”) sind Börsenmakler, die häufig millionen- bzw. milliardenschwere Verluste für ihre Kunden bzw. Institutionen verursachen. Der Rogue Trader agiert fast immer allein, er benutzt das Geld anderer und tätigt dabei zumeist sehr risikobehaftete Investitionen. Meistens werden die Risiken, die der Rogue Trader eingehen muss, um seine Spekulationen weiterzuführen oder abzusichern, immer risikoreicher, bis irgendwann ein Punkt erreicht ist, bei dem ihm dies nicht mehr gelingt und er auffliegt. Bekannte Rogue Trader sind: Nick Leeson, John Rusnack und Jérôme Kerviel.
Die Aktienquote deutscher Sparer liegt weit unter dem internationalen Durchschnitt. In der Regel wird dieser Zustand als beklagenswert empfunden und gefordert, durch Verbesserung der “Aktienkultur” die Quote deutlich und nachhaltig zu erhöhen. Sind die Aktienbörsen aber ein Tummelplatz für Psychopathen? Seit dem weltweiten Börsencrash 1987 hat es weitere dramatische Börsenzusammenbrüche gegeben, z.B. in den Jahren 2000 und 2008. Nicht der Absturz der Kurse an sich, sondern deren Maßlosigkeit, ist ein Indiz für psychopathisches Treiben.
In Anbetracht immenser potentieller Steuereinnahmen ist die Debatte um die Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTS) erneut entbrannt. Ursprünglich waren die Steuereinnahmen nur ein netter “Nebeneffekt”, wurde die FTS doch vor allem als Instrument zur Reduktion der Volatilität am Finanzmarkt vorgeschlagen. Die Idee ist simpel: höhere Transaktionskosten begrenzen kurzfristige Spekulation und verringern daher das Handelsvolumen.
Als in den USA 2007/2008 die Immobilienpreisblase platzte, stürzte die Welt in die größte Finanzkrise seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Seit dieser Zeit wissen auch Börsenlaien, dass das Platzen einer Preisblase große Schäden anrichten kann.
Wirtschaftswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler wissen allerdings schon lange, dass Marktpreise, die von ihren Fundamentaldaten abweichen zu Fehlinvestitionen führen können und damit auch der Volkswirtschaft schon vor dem Platzen schaden, da
Mit der geplanten Fusion der Deutschen Börse Frankfurt und der NYSE Euronext wird die Zusammenarbeit europäischer und US-amerikanischer Betreiber unter einem neuen Vorzeichen, nämlich einem europäischen Primat, organisiert. Schon mehrfach hatte die Deutsche Börse einen Partner gesucht und war bei der London Stock Exchange und dem rein europäischen Zusammenschluss Euronext abgeblitzt. Nun scheint die Expansion zu gelingen.
Beim Zinsswap werden fixe gegen variable Zinskonditionen getauscht, wobei beispielsweise der EURIBOR als Referenzzins für den variablen Satz dient. Die Vorteilhaftigkeit eines Swaps hängt von der Zinsentwicklung ab. Unternehmen und Kommunen ließen sich in der Vergangenheit auf sogenannte CMS – Spread Ladder Swaps ein und erlitten enorme Verluste. Bei diesen Swapgeschäften wurden die variablen Zinssätze nicht einfach an einen Referenzzins gekoppelt, sondern mit Formeln basierend auf zukünftige Zinsdifferenzen berechnet. Diese Variante des ansonsten einfachen Konditionentauschs war besonders riskant, weil auch anhaltend niedrige Zinsen für den Kreditnehmer hohe Zinslasten mit sich brachten. Haben Banken Beratungspflichten verletzt? Der Bundesgerichtshof soll entscheiden…
Anlässlich der geplanten Fusion der Deutschen Börse und der New York Stock Exchange nehmen wir das Thema Dark Pools erneut auf. Dark Pools – das sind die von Großbanken gegründeten alternativen Wertpapierhandelsplattformen wie z.B. Crossfinder von Credit Suisse – wickeln erhebliche Mengen an Wertpapiergeschäften ab. Transaktionen, die den Börsen fehlen. Eigentlich ist es ein normales Marktszenario, dass Wettbewerber in einen Markt eindringen und Konkurrenzdruck aufbauen. Kritiker bemängeln jedoch das hohe Maß an Intransparenz der Dark Pools und den Handel außerhalb der üblichen Transparenzregeln. Es fehlen Mengen- und Preisdaten für die Bewertung von Wertpapieren.
Per Gesetz sollen ungedeckte Leerverkäufe von deutschen Aktien sowie von Staatsschuldtiteln von Euro-Ländern verboten werden. In Verruf gekommen sind derartige Transaktionen, weil große Mengen eines Wertpapiers gehandelt werden können, die unter Umständen sogar oberhalb der vorhandenen Menge dieses Wertpapiers liegen.
Im Mai dieses Jahres stürzte der Dow Jones Index innerhalb weniger Minuten um fast 1.000 Punkte ab. Es konnte bisher nicht geklärt werden wie es dazu kam. Unter Verdacht stand der computergesteuerte – auch speed trading oder flash trading genannte – Hochfrequenzhandel, der nach mathematischen Algorithmen in Millisekunden stattfindet und Dominoeffekte auslösen kann.
Welche Bedeutung haben automatische Handelsstrategien im Börsenhandel? Bringen sie Transparenz oder Chaos? Nutzen oder schaden sie?
Unsere Literaturliste greift das Thema auf und bietet Ihnen einige Presseartikel und wissenschaftliche Literatur zu Algorithmic Trading und Hochfrequenzhandel.
RT @gesis_org: Freier Zugang für alle? Open Access als Thema bei "Geisteswissenschaft im Dialog" am 29.02.2012 in Bonn: http://t.co/y8pzFwysvor 9 Stunden