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Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Fiskalkompetenz für die EU

Die Schuldenkrise der Euro-Länder hat schlaglichtartig die erheblichen finanzpolitischen Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten verdeutlicht. Viele der damit verbundenen Konflikte und Probleme wären möglicherweise zu entschärfen, wenn die EU mehr Kompetenzen im fiskalischen Bereich erhielte. Dies wird von den Ökonomen aber mehrheitlich aus verschiedenen Gründen abgelehnt.

Näheres im Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst 02/2011

Folgen des EU-Gipfels von Dezember 2010 – Wie kann der Euro überleben?

Der ökonomische Beobachter der Eurozone reibt sich vor Verwunderung die Augen. Erst vor zwei Jahren wurde mit großer Begeisterung das zehnjährige Jubiläum der Einführung des Euro als beispielloses Erfolgsmodell gefeiert. Heute reden viele mit beinahe selbstverständlicher Leichtigkeit vom Zerfall der Eurozone, vom Scheitern des Euro, von einer Aufspaltung in einen Nord- und in einen Südeuro, von einer Wiedereinführung der D-Mark etc.

Lesen Sie weiter im Leitartikel des Wirtschaftsdienst 1/2011

Reform des EU-Stabilitätspaktes

Die Europäische Kommission hat Ende September ein umfassendes Paket von Legislativvorschlägen vorgelegt, mit dem sie die Wirtschafts- und Haushaltspolitik der Mitgliedsländer insbesondere im Euroraum in Zukunft in dreierlei Hinsicht stärker steuern will: Das bisherige Verfahren im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes bei einem Haushaltsdefizit von mehr als 3% soll verschärft und beschleunigt werden; neu eingeführt werden soll ein sanktionsbewehrtes Verfahren bei einer Staatsschuld von mehr als 60% des BIP; jenseits von haushaltspolitischen Verfehlungen sollen wettbewerbsschwache Länder bestraft werden können, die keine geeigneten wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Beseitigung ihrer Wettbewerbsschwäche ergreifen. Die Vorschläge sind vorbeugend ausgerichtet, weitgehend regelbasiert, und sehen beträchtliche Hürden vor, die es schwer machen, sich bei Verfehlungen den vorgesehenen Verfahren zu entziehen.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 10/2010

Neue Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB)?

Im Zuge der Griechenlandkrise hat die EZB zu unkonventionellen Maßnahmen gegriffen: Sie akzeptiert Wertpapiere mit geringem Qualitätsniveau als Sicherheiten und kauft Staatsanleihen. Dies lässt befürchten, dass die EZB weiter Reputation verliert und Moral-Hazard-Probleme entstehen. Die Liquiditätssteuerung während der Krise war eine große Herausforderung für die Zentralbanken, die möglicherweise die Bedeutung der externen Kommunikation unterschätzen. Der liberalisierte Ordnungsrahmen für die Finanzmärkte hat es ihnen allerdings schwerer gemacht hat, eine wirksame Geldpolitik zu betreiben.

Bestellen Sie das Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst 8/2010

Europa 2020 – Wachstumspolitik nach Lissabon

2. aktualisierte Fassung 05.2011

Die Europäische Kommission hat Anfang März 2010 Vorschläge für eine Wachstumsstrategie bis 2020 vorgestellt, nachdem die Lissabonstrategie 2010 zwar nicht ihr Ziel, aber ihr Endjahr erreicht hat. Der Entwurf sieht Vorgaben für fünf sogenannte „EU-Kernziele“ vor.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 4/2010

Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU in der Diskussion

In der Europäischen Union ist anlässlich der Schuldenkrise des Mitgliedslandes Griechenland eine neue Grundsatzdebatte über die Haushaltsregeln des EU-Stabilitätspaktes entbrannt.

Um für die Stabilität der Gemeinschaftswährung Euro zu sorgen, war von den Mitgliedsländern der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion eine nachhaltige, solide Haushaltspolitik gefordert.

Nun, da die fiskalischen Überwachungsmechanismen der EU offenbar nicht gegriffen haben, werden Nachbesserungen am Vertragswerk, eine Verschärfung des Defizitverfahrens und andere Sanktionen wie die Streichung von Fördermitteln für die betroffenen Mitgliedsstaaten diskutiert.

Wir haben eine Auswahlbibliografie aus unserer Datenbank Econis zum Thema EU-Stabilitätspakt und Konvergenzkriterien, Finanzpolitik und Haushaltskonsolidierung in den Ländern der Eurozone zusammengestellt.

Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Transformationsstaaten Ost- und Südosteuropas

“Where have all the shooting stars gone?” (Gligorov u. a. 2009).

Seit 1989 haben die Transformationsstaaten Ost- und Südosteuropas einen grundlegenden Wandel ihrer Wirtschafts- und sozialen Sicherungssysteme vorgenommen. Neben graduellen Feinheiten haben diese Länder, in Abkehr von den praktizierten planorientierten Wirtschaftsordnungen, marktwirtschaftliche Strukturen implementiert.

20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in Europa, werden nun auch diese Staaten von der Krise der internationalen Finanzmärkte voll erfasst. Doch anders als die Staaten Westeuropas scheint die aktuelle Krise in den ehemaligen sozialistischen Ländern in stärkerem Maße einzuwirken. Liquiditätsengpässe (erdrückende Auslandsverschuldung), Produktionsrückgänge (Exportabhängigkeit) und soziale Spannungen infolge geringer sozialer Absicherung umreißen die Problemlagen in der sich die einstigen „shooting-stars“ momentan befinden.

Vertrag von Lissabon – Zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur EU-Verfassung

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Vertrag von Lissabon kann schon heute in seiner Bedeutung kaum überschätzt werden. Wurde noch vor wenigen Wochen so getan, als ob das Gericht zwar ein wenig an der sogenannten Begleitgesetzgebung monieren, aber den Vertrag im Großen und Ganzen passieren lassen werde, so wird bei eingehender Beschäftigung mit dem Urteil deutlich, dass sich dahinter viel mehr verbirgt.

Lesen Sie weiter im Leitartikel des Wirtschaftsdienst 7/2009