Die Verbraucher sind die Verlierer und die Stromkonzerne die Gewinner der Liberalisierung des Strommarktes in Deutschland. Dies ist das zentrale Ergebnis einer erst kürzlich veröffentlichten Studie der Fachhochschule Gelsenkirchen und der Hans-Böckler-Stiftung zu den Auswirkungen der Deregulierung der Elektrizitätswirtschaft. Während von 1998 bis 2007 die Stromtarife nur um 5% gesunken sind, sind im gleichen Zeitraum die Unternehmensgewinne um 118% gestiegen.
Diese Ergebnisse zeigen, dass ist ein zentrales Ziel der Liberalisierung, mehr Wettbewerb im Strommarkt, nicht erreicht worden ist. Stattdessen ist eine Marktkonzentration zu verzeichnen, bei der vier große Stromkonzerne (E.ON, RWE, EnBW, Vattenfall) über 90% der Kraftwerkskapazitäten verfügen.
Diese Literaturliste (Publikationszeitraum 2000-2009) widmet sich der Liberalisierungspolitik unter besonderer Berücksichtigung der Verbrauchersicht. Weiterhin wird die Versorgungssicherheit thematisiert.
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