Anfang August 2010 gibt es in ganz Schleswig-Holstein keine Haupt- und Realschulen mehr, da beginnend mit dem Schuljahr 2010/2011 diese in Gemeinschaftsschulen und Regionalschulen umgewandelt werden. In den Gemeinschaftsschulen werden Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Leistungniveaus gemeinsam von der 5. bis zur 10. Klasse unterrichtet. Auch wenn viele Eltern noch skeptisch sind, so ist die große Hoffnung der Bildungspolitik, dass durch den gemeinsamen Unterricht der Notendurchschnitt der schwächeren SchülerInnen von ihren besseren Klassenkameraden angehoben wird. In der angelsächsischen Literatur nennt man dies „peer effect“ (MitschülerInneneffekt). Solche „peer effects“ werden in der sozialwissenschaftlichen Forschung weltweit ausführlich erforscht und auch die bildungsökonomische Forschung beschäftigt sich intensiv damit. Allerdings sind sie außerordentlich schwer zu identifizieren.

