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Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Fachkräftemangel auf dem deutschen Pflegemarkt

Seit einigen Jahren warnen Experten vor einem Fachkräftemangel im Pflegebereich. Der wachsende Bedarf an Pflegekräften wird hierbei von zwei gegenläufigen Trends bestimmt. Einerseits wird die Zahl der zu pflegenden Personen in einer alternden Gesellschaft weiter zunehmen. Auf der anderen Seite nimmt die Anzahl der Erwerbspersonen in Deutschland weiter ab.

Diese Literaturliste aus unserer Datenbank Econis umfasst zum einen Studien zur zukünftigen Fachkräfteentwicklung im Pflegebereich und zum anderen Arbeiten über den Pflegeberuf an sich (u. a. Erwerbsformen, Professionalisierung).

Entwicklung der offenen Stellen: Überlagerung von Konjunktur und Struktur

Die Zeit der rasanten wirtschaftlichen Erholung nach der Wirtschafts- und Finanzkrise ist vorüber. Seit dem zweiten Quartal 2011 wächst die deutsche Wirtschaft bestenfalls durchschnittlich, sie zeigt gelegentlich sogar eine rezessive Tendenz. Dennoch bewegt sich die Zahl der offenen Stellen immer noch auf einem relativ hohen Niveau.
(Sabine Klinger und Anja Kettner: Ökonomische Trends, in: Wirtschaftsdienst, Heft 10 (2012), S. 712)

Schwarzarbeit

“Noch ist nichts beschlossen, aber wenn die Pläne der EU-Kommission zur Reform der Entsenderichtlinie Wirklichkeit werden, könnte die Bekämpfung der illegalen Beschäftigung in Deutschland erschwert werden. Dabei hatte die EU-Kommission sich doch vor fünf Jahren in einer Mitteilung – gerade mit Blick auf die ausufernde Schattenwirtschaft in Südeuropa – die Bekämpfung der Schwarzarbeit auf die Fahnen geschrieben.” (Dominik H. Enste, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Wirtschaftsdienst 4/2012)

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 4/2012

Atypische Beschäftigungsformen

2. aktualisierte Fassung vom Dez. 2012

“Von Januar 2013 an dürfen Minijobber monatlich bis zu 450 Euro monatlich abgabenfrei verdienen. Mit der als Inflationsausgleich gerechtfertigten Anhebung der Arbeitsentgeltgrenze für geringfügige Beschäftigung stärkt die Bundesregierung ein Instrument, das wegen zahlreicher Nebenwirkungen eigentlich längst auf den arbeitsmarktpolitischen Prüfstand gehört.” (Holger Bonin: Minijobs: Schritt in die falsche Richtung. – Kommentar des Wirtschaftsdienst 12/2012)

“Die monatlich von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichte Zahl der registrierten Arbeitslosen findet große Aufmerksamkeit und gilt als wesentlicher Maßstab, den Zustand und die Entwicklung des deutschen Arbeitmarktes zu bewerten. Ebenso zentral, wenn auch nicht ganz so stark im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung, ist die Zahl der Erwerbstätigen, die das Statistische Bundesamt monatlich mitteilt.” (Christian Wingerter: Atypische Beschäftigung: Arbeitsmarkt im Wandel. – Ökonomischen Trends im Wirtschaftsdienst 3/2012)

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft sind in Europa nicht erst durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ein relevantes wirtschaftliches Phänomen geworden. Das Nord- Süd-Gefälle bei der Verbreitung dieses devianten Verhaltens hat schon bei Einführung der gemeinsamen Währung für Unruhe gesorgt.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 2/2012

Langzeitarbeitslosigkeit: Fortschritte nicht gefährden

Der Bundestag hat Ende September 2011 ein „Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt“ verabschiedet, das Vereinfachungen, aber auch Kürzungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik vorsieht.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 10/2011

Fachkräftemangel in Deutschland

2. aktualisierte Fassung: “Fachkräftemangel: Scheinproblem oder Wachstumshemmnis?” von September 2011

Vor allem die Arbeitgeberseite beklagt schon länger, dass offene Stellen für Fachkräfte häufig nicht besetzt werden können. Tatsächlich war die Versorgung mit gut ausgebildeten Arbeitskräften bislang ein deutscher Standortvorteil. Fraglich ist jedoch, ob bei einer genauen Abgrenzung des Begriffs und bei einer Beobachtung möglicher Signale für einen Mangel hier kurzfristig wirklich ein Problem konstatiert werden kann. Langfristig wird der demographische Wandel aber auf jeden Fall zu einem Rückgang der Fachkräfte führen.

Bestellen Sie das Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst 9/2011

Das Geheimnis der deutschen Wettbewerbsfähigkeit liegt in der hohen Qualifikation der Fachkräfte. Sie garantieren Innovation und hohe Qualität der Produkte. Umso bedrohlicher ist ein Fachkräftemangel. Er würde Wachstum und Arbeitsplätze kosten.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 7/2011

Ein-Euro-Jobs

Der Bund kürzt in diesem und im kommenden Jahren stark bei den Wiedereingliederungsinstrumenten der Arbeitsmarktpolitik. Betroffen davon sind auch die sogenannten “Ein-Euro-Jobs”. Dieses Instrument wird von der Gewerkschaftsseite stark kritisiert, da es faktisch Arbeitszwang sei und zum Lohndumping beitrage und von der Arbeitgeberseite hochgelobt, da es den Personaleinsatz flexibilisiert.

Arbeitsmarktdiskriminierung aus Unternehmenssicht

Die bei Analysen des Arbeitsmarktes zu beobachtende oder vermutete Diskriminierung bestimmter Gruppen von Arbeitskräften findet auf der betrieblichen Ebene ihre konkreten Ansatzpunkte: Angefangen z.B. von der Ablehnung einzelner Bewerber über Differenzierungen bei der Vergütung bis hin zur Auswahl von Mitarbeitern bei betriebsbedingten Kündigungen lauern Gefahren zur Verletzung gesetzlicher Gleichbehandlungsvorschriften oder ethischer Normen.

Arbeitsmarktdiskriminierung: 3. Ältere Arbeitnehmer

Vorruhestandsregelungen wie das Altersteilzeitgesetz haben in Deutschland bis in die jüngste Zeit hinein das vorzeitige Ausscheiden älterer Arbeitnehmer aus dem Berufsleben zugunsten jüngerer begünstigt. Mit der Verschiebung der demographischen Struktur hin zu einem höheren Anteil älterer Menschen stellt sich die Frage einer Neubewertung dieser Praxis, zumal die Menschen im Durchschnitt länger leben und sich häufig auch in einer besseren gesundheitlichen Verfassung befinden als frühere Generationen.

Als Folge dieser Entwicklung beginnt sich allmählich der öffentliche Diskurs zu verändern: Statt wie bisher eine ständige Verjüngung am Arbeitsmarkt zu fordern, werden die zuvor massiv unterstützte geringe Erwerbsbeteiligung Älterer und die damit einhergehenden ungünstigen Beschäftigungs- und Vermittlungschancen als Anzeichen für eine Diskriminierung älterer Arbeitnehmer beurteilt.