Nach langen Verhandlungen hat sich das Bundeskabinett Ende letzten Jahres zur bereits überfälligen Umsetzung der Richtlinie 2009/50/EG durchgerungen. Der entsprechende Gesetzentwurf enthält eine Reihe von Änderungen der bestehenden Aufenthalts- und Beschäftigungsgesetze anhand derer die Zuwanderung von hochqualifizierten Arbeitskräften erleichtert werden soll.
Das Renteneintrittsalter wird schrittweise auf 67 Jahre erhöht. Kritische Stimmen werfen der Politik vor, faktisch eine Rentenkürzung durchzuführen.
Wahr ist, dass nur wenige Arbeitsnehmer bis zum heutigen Renteneintrittsalter von 65 Jahren arbeiten. Viele Unternehmen haben sich in den letzten Jahren von der älteren Belegschaft getrennt. Die unter Fachkräftemangel leidende Wirtschaft könnte diesen Umgang mit der Altersgruppe ab 45 Jahren jedoch schon bald bereuen.
Im globalen Wettbewerb sind hochqualifizierte Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Rekrutierung geeigneter Bewerber, eine kontinuierliche Förderung talentierter Mitarbeiter sowie der optimale Einsatz von Personalressourcen innerhalb des Unternehmens, verlangen ein modernes, nachhaltiges Personalmanagement.
Immer mehr Arbeitnehmer fühlen sich in ihrem beruflichen Alltag überlastet. Steigender Wettbewerbsdruck für Unternehmen, Personalabbau und veränderte Arbeitsprozesse sind häufig die Ursache. Nicht selten hat der Stress massive gesundheitliche Probleme zur Folge – so zum Beispiel Burnout und Tinnitus.
Wir haben für Sie Literatur zusammen gestellt, die sich mit betrieblichem Gesundheitsmanagement beschäftigt und Möglichkeiten einer Arbeitsgestaltung aufzeigt, die Stress im Unternehmen nachhaltig abbaut.
Die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie schafft unter anderem neue Möglichkeiten für die Arbeitsgestaltung. So gewinnt die Telearbeit in der letzten Zeit ständig an Bedeutung. Die Telearbeit ist jede auf Informations- und Kommunikationstechnik gestützte Tätigkeit, die ausschließlich oder zeitweise an einem außerhalb der zentralen Betriebsstätte liegenden Arbeitsplatz verrichtet wird.
2. aktualisierte Fassung: “Fachkräftemangel: Scheinproblem oder Wachstumshemmnis?” von September 2011
Vor allem die Arbeitgeberseite beklagt schon länger, dass offene Stellen für Fachkräfte häufig nicht besetzt werden können. Tatsächlich war die Versorgung mit gut ausgebildeten Arbeitskräften bislang ein deutscher Standortvorteil. Fraglich ist jedoch, ob bei einer genauen Abgrenzung des Begriffs und bei einer Beobachtung möglicher Signale für einen Mangel hier kurzfristig wirklich ein Problem konstatiert werden kann. Langfristig wird der demographische Wandel aber auf jeden Fall zu einem Rückgang der Fachkräfte führen.
Das Geheimnis der deutschen Wettbewerbsfähigkeit liegt in der hohen Qualifikation der Fachkräfte. Sie garantieren Innovation und hohe Qualität der Produkte. Umso bedrohlicher ist ein Fachkräftemangel. Er würde Wachstum und Arbeitsplätze kosten.
Beunruhigende Zahlen: In Spanien sind mehr als 40 % der jungen Leute unter 25 Jahren arbeitslos, in Frankreich ca 25 %, ebenso wie in Schweden. In der Folge lernt Europas Jugend von der arabischen und zieht auf Plätze und vor Parlamente, um zu protestieren.
Ist also etwa in jenen europäischen Ländern, die politisch und ökonomisch stabil zu sein scheinen und deren Politiker gegenwärtig pausenlos mit der “Rettung” Griechenlands beschäftigt sind, gar nicht alles in Ordnung?
Zumindest aktuell scheinen sich die europäischen Politiker noch nicht zu sorgen, wer zukünftig die Stabilität in Politik und Wirtschaft aufrecht erhalten und die ausufernden öffentlichen Schulden wieder in den Griff bekommen soll. Jenen Bürgern, die in den nächsten Jahrzehnten den Staat tragen sollen und müssen, gilt jedenfalls viel weniger das Interesse als dem jeweils neuesten internationalen Politik-Hype.
Migration is a central dimension of globalization entailing major challenges but also important opportunities to countries of origin, countries of destination and migrants themselves. Advances in ICT and cheap travel allow migrants to increasingly sustain enduring ties between home and host countries. This “migrant transnationalism” is reflected in an increased importance of repeat or circular migration and a growing engagement of diasporas in the economic and political development of their countries of origin. As a consequence, a growing number of people tend to identify with more than one country and more than one culture. Migrant transnationalism offers important benefits to both, source countries and destination countries. It encourages international trade and capital flows as well as the diffusion of knowledge and social and political norms, which will foster economic development. Destination countries may in addition benefit from spurred innovation through diversity as well as from the mitigation of short term labor shortages.
Laut einer aktuellen Studie der Grazer Universitätsklinik für Psychiatrie weisen etwa 54 Prozent der österreichischen Ärzte Anzeichen des Burnout-Syndroms auf. Auch Millionen Deutsche sind von der Volkskrankheit der totalen Erschöpfung betroffen.
Vor allem engagierte Menschen, die nach Perfektion streben, andauernder Arbeitsbelastung ausgesetzt sind und kaum Anerkennung für ihre Leistung bekommen, gehören zu den Risikogruppen. Der Begriff “Burnout-Syndrom” entstand Mitte der 70er Jahre und ist in unserer Turbo-Leistungsgesellschaft aktueller denn je.
5 deutsche Großunternehmen – die Deutsche Telekom, die Deutsche Post, L’Oréal, Procter & Gamble und der Geschenkedienstleister Mydays – wollen von Herbst an die anonymisierte Bewerbung testen.
Wie stark wird tatsächlich bei Einstellungen diskriminiert, helfen anonyme Bewerbungen, welche Vorteile bietet eine heterogene Belegschaft und wie kann man Vielfalt im Unternehmen fördern?