Die zunehmende Kritik an Wachstum und Ressourcenverbrauch bringt neues Interesse für das Thema “Eingebauter Verschleiss” (“Geplante Obsoleszenz”) bei langlebigen Konsumgütern. Durch tatsächlich oder vermeintlich vorzeitiges Versagen bzw. Veralten entsteht ein Zwang zum Neukauf. Aktuelle Beispiele finden sich bei Softwares, Smartphones oder Druckern, also elektronischen Produkten. Frühere Beispiele sind vor allem Glühlampen (das berühmte Phoebus-Kartell), Nylonstrümpfe oder US-amerikanische Autos.
Trotz der offensichtlichen Nützlichkeit von eingebautem Verschleiss für die Steigerung des Absatzes, ist der Umfang, in dem geplante Obsoleszenz auftritt, nicht leicht zu erkennen, denn in die gleiche Richtung zielen u.a. auch das Bemühen um technische Verbesserungen von Produkten (z.B. geringerer Energieverbrauch) oder der Kundenwunsch nach zeitgemäßerem Design (vor allem in der Mode und verwandten Branchen).

