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Empirische Forschungsmethoden: QCA (fs/QCA) und MVQCA

Qualitative (bzw. fallorientierte) Methoden konzentrieren sich in der Regel auf die umfassende Beschreibung und Erklärung von Kausalitäten einzelner Untersuchungseinheiten (mit Hilfe der Hermeneutik) und greifen daher für vergleichende Betrachtungen nur auf eine kleine Fallzahl zurück. Die Hermeneutik hat dahingehend ihre Grenzen, dass es mit steigender Fallzahl immer schwieriger wird, zuverlässige und gültige Kausalitäten herauszuarbeiten, z. B. im Rahmen der Wohlfahrtsstaatsforschung.

Einen methodischen Ausweg aus dem „many variables, small N“-Problem liefert der sogenannte Ragin-Ansatz. Charles Ragin stellte 1987 den variablenorientierten Systemforschern, die auf statistische Methoden zurückgriffen, einen fallorientierten Ansatz gegenüber, der es dem Forscher ermöglichen sollte, trotz einer Vielzahl von Variablen und einer geringen Fallanzahl valide Kausalitäten aus der Datenbasis herauszuarbeiten. Dieser neue methodische Ansatz sollte gewährleisten, jenseits von quantitativen und qualitativen Methoden, mittlere Fallzahlen deskriptiv und erklärend zu erfassen. Das Resultat seiner Überlegungen war die „Qualitative Comparative Analysis“ (QCA).

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Glücksspiel und Verhaltensökonomik

Am 23.09.09 wurde der zweitgrößte Lotto-Jackpot in der Geschichte des Zahlenlottos in Deutschland ausgespielt. Tage zuvor bildeten sich lange Schlange an den Annahmestellen und es spielten selbst Personen, die sonst nie im Lotto tippen.
Was veranlasst Menschen bei einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 1 / 140 Millionen trotzdem mitzuspielen?
Dies wird nicht nur von Psychologen und Soziologen erforscht sondern auch von Ökonomen, die das ökonomische Verhalten von Zockern erforschen. Dabei erforschen sie nicht nur reale Glücksspiele sondern nutzen in Experimenten Glücksspielsituationen um das Verhalten – insbesondere das Entscheidungsverhalten bei Risiko – zu analysieren.

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