Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Event-studies und Anwendungsbeispiele

Event Studies sind eine zunehmend populäre Methode zur Messung von Wohlfahrtseffekten wirtschaftspolitischer Entscheidungen.

Wir haben Ihnen hier eine kleine Literaturliste zum Thema zusammengestellt.

Googlemetrie – Google als Datengrundlage für ökonomische Analysen

Google verwenden täglich viele Menschen auf der Erde, um alle möglichen Sachen im Internet zu suchen. Diese Datenmengen haben die Wirtschaftswissenschaften seit einigen Jahren für sich entdeckt und benutzen diese Daten für ökonomische Analysen unterschiedlichster Art. Diese Literaturübersicht zeigt einige Beispiele für diese Untersuchungsform, u. a. können mit Hilfe von Google eine Vielzahl an zentralen Wirtschaftsindikatoren (u. a. Arbeitslosenraten) oder beispielsweise Forschungsrankings prognostiziert werden.

Begriffe aus der Spieltheorie: Das Feiglingsspiel (Chicken game)

Beim sogenannten Feiglingsspiel (engl. chicken game) handelt es sich um ein spezielles Problem aus dem Bereich der Spieltheorie. Bei dieser Variante eines Zweipersonenspiels verliert derjenige Spieler, der zuerst zurücksteckt (= chicken).

Länderrankings

Die Verdichtung von Informationen zu einer Kennzahl scheint praktisch: Sie erleichtert den globalen Vergleich verschiedener Länder. Aus der Positionierung innerhalb eines Rankings werden wirtschaftspolitische Empfehlungen abgeleitet. Der Politik wird signalisiert, genau an den Einzelkennziffern zu drehen, die im jeweiligen Ranking enthalten sind. Welche Vor- und Nachteile mit Indikatoren und Indikatorensystemen verbunden sind, diskutierten die Autoren im Rahmen der Panelsitzung, die der Wirtschaftsdienst anlässlich der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik 2011 organisiert hat.

Bestellen Sie das Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst 11/2011

Excellence Awards in Global Economic Affairs 2011: Eleonora Patacchini

The aim of the Excellence Award (Kiel Institute for the World Economy) is to build a community of the brightest young researchers in the area of global economic affairs (click here for more information).

Eleonara Patacchini forscht am Fachbereich Wirtschaft und Statistik der La Sapienza University in Rom sowie am Centre for Economic Policy Research (CEPR) im “Public Policy programme”.

Ihre Forschungsinteresse sind: Panel Data Ökonometrie, Räumliche Statistik und Graphentheorie mit Anwendung in der Arbeitsmarktökonomik, Regionalökonomik, Neuen ökonomischen Geographie, Sozialen Netzwerken und Finanznetzwerken.

Außerdem: Ethnische Ökonomie, Integration in Europa, Kulturökonomik und Institutionen, Kriminalökonomik, Politikevaluation (Homepage Eleonara Patacchini, 02.05.11)

Das “El Farol Bar Problem”

Jeden Donnerstag gehen die Bewohner eines kleinen Ortes in die El Farol Bar, um dort irische Live-Musik zu hören. Das Problem: Wenn die Bar zu voll ist, ist der Nutzen zuhause zu bleiben höher, als in die Bar zu gehen. Ist die Bar nicht zu voll, dann ist der Nutzen aus einem Barbesuch höher, im Vergleich zum Zuhause bleiben. Da sich alle Bewohner unabhängig voneinander und zeitgleich entscheiden müssen, ob sie Donnerstags die Bar besuchen, entsteht ein Problem, welches Brian Arthur 1994 formulierte und spieltheoretisch zu lösen versuchte.

Ultimatumspiele: Das Diktatorspiel

Das Dikatorspiel (engl. dictator game) ist eine Variante des sogenannten Ultimatumspiels. Bei dieser theoretischen Spielform muss ein Akteur einen Geldbetrag so aufteilen, dass auch sein Gegenüber diese Aufteilung als gerecht ansieht und dieser zustimmt, denn nur dann erhalten auch beide Akteure ihren Anteil. In einer Variante des Ultimatumspiels, dem Diktatorspiel, „bestimmt der Diktator (oder Proposer) die Aufteilung einer fixen Geldsumme zwischen sich und einem anonymen Spielpartner. Die standardtheoretische Prognose für rationale Egoisten ist, dass der Diktator alles für sich behält und seinem anonymen Spielpartner nichts oder nur wenig mehr als einen Nullbetrag zuweist” (Axel Franzen/Sonja Pointner 2006).

Zweipersonen-Nullsummenspiele: Colonel Blotto

Colonel Blotto-Spiele stellen eine klassische Variante von Zweipersonen-Nullsummenspiele dar, bei der zwei Spieler eine begrenzte Anzahl von (militärischen) Ressourcen über verschiedene (strategisch wichtige) Objekte verteilen müssen.

Empirische Forschungsmethoden: QCA (fs/QCA) und MVQCA

Qualitative (bzw. fallorientierte) Methoden konzentrieren sich in der Regel auf die umfassende Beschreibung und Erklärung von Kausalitäten einzelner Untersuchungseinheiten (mit Hilfe der Hermeneutik) und greifen daher für vergleichende Betrachtungen nur auf eine kleine Fallzahl zurück. Die Hermeneutik hat dahingehend ihre Grenzen, dass es mit steigender Fallzahl immer schwieriger wird, zuverlässige und gültige Kausalitäten herauszuarbeiten, z. B. im Rahmen der Wohlfahrtsstaatsforschung.

Einen methodischen Ausweg aus dem „many variables, small N“-Problem liefert der sogenannte Ragin-Ansatz. Charles Ragin stellte 1987 den variablenorientierten Systemforschern, die auf statistische Methoden zurückgriffen, einen fallorientierten Ansatz gegenüber, der es dem Forscher ermöglichen sollte, trotz einer Vielzahl von Variablen und einer geringen Fallanzahl valide Kausalitäten aus der Datenbasis herauszuarbeiten. Dieser neue methodische Ansatz sollte gewährleisten, jenseits von quantitativen und qualitativen Methoden, mittlere Fallzahlen deskriptiv und erklärend zu erfassen. Das Resultat seiner Überlegungen war die „Qualitative Comparative Analysis“ (QCA).

Glücksspiel und Verhaltensökonomik

Am 23.09.09 wurde der zweitgrößte Lotto-Jackpot in der Geschichte des Zahlenlottos in Deutschland ausgespielt. Tage zuvor bildeten sich lange Schlange an den Annahmestellen und es spielten selbst Personen, die sonst nie im Lotto tippen.
Was veranlasst Menschen bei einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 1 / 140 Millionen trotzdem mitzuspielen?
Dies wird nicht nur von Psychologen und Soziologen erforscht sondern auch von Ökonomen, die das ökonomische Verhalten von Zockern erforschen. Dabei erforschen sie nicht nur reale Glücksspiele sondern nutzen in Experimenten Glücksspielsituationen um das Verhalten – insbesondere das Entscheidungsverhalten bei Risiko – zu analysieren.