von Joachim Michel, 04.2010
Der Konjunkturzyklus (auf und ab der wirtschaftlichen Tätigkeit) ist ein ökonomisches Phänomen aller marktwirtschaftlichen Systeme. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in den USA Indikatoren entwickelt, mit denen die Konjunktur beschrieben und prognostiziert werden soll. Heute gibt es eine Vielzahl von Konjunkturindizes und Kennzahlen. Wir wollen in diesem kurzen Blogbeitrag aus deutscher Sicht ein paar vorlaufenden Konjunkturindikatoren auflisten, ohne sie genauer vorzustellen, da diese durch den Internetlink und die von uns am Ende genannte Literatur näher erklärt werden.
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von Kirsten Hölterhoff, 03.2010
Auf Island sprudeln derzeit nicht nur die Geysire, in dem im Nordatlantik gelegenen, von knapp 320.000 Einwohnern bewohnten Inselstaat ist auch die Finanzmarktblase früh und folgenschwer geplatzt. Das kleinste selbständige Währungssystem der Welt, für das als Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation Efta die Freizügigkeitsregeln der EU voll gelten, hatte sich den internationalen Kapitalströmen geöffnet, ohne über ein ausreichendes Regulierungsinstrumentarium zu verfügen. Die drei großen isländischen Banken lockten mit hohen Zinsversprechen ausländische Anleger ins Land, ohne sich an den Einlagensicherungsfonds der entsprechenden Länder zu beteiligen. Einhergehend mit der Bankenexpansion vollzog sich eine kreditfinanzierte Investitionswelle von isländischen Verbrauchern und Firmen im In- und Ausland.
Das Land des praktizierten Elfenglaubens schien ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten geworden zu sein…
Inzwischen sind die Banken verstaatlicht, die Inflationsrate ist hoch, das BIP sinkt ebenso dramatisch wie das Haushaltsdefizit groß ist. Der internationale Währungsfonds IWF hat – verbunden mit Auflagen zur Sanierung des Finanzsystems – ein Hilfspaket beschlossen. Die Auszahlung weiterer Kredittranchen ist zurzeit jedoch blockert, da die selbst teilweise hoch verschuldeten und arbeitslosen Isländer in einem Referendum mit großer Mehrheit ein Entschuldungs-Abkommen abgelehnt haben, das die Rückzahlung von 3,9 Milliarden Euro an die Gläubigerländer der Internetbank Icesave Niederlande und Großbritannien regeln sollte.
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von Joachim Michel, 02.2010
Im Blog “Free Exchange” kommentiert der “The Economist” ein Papier des Chefökonomen Oliver Blanchard vom Internationalen Währungsfonds unter dem Titel
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von Joachim Michel, 01.2010
Das Jahr 2009 war in allen Branchen turbulent. Nachdem zu Beginn noch tiefe Abstürze befürchtet wurden, haben sich die Aussichten für die Wirtschaft wieder aufgehellt.
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von Joachim Michel, 12.2009
Zur Weihnachtszeit beschäftigten sich Rundfunk und Presse mit dem Thema “Was Menschen wirklich glücklich macht” und kamen zu dem Ergebnis, dass wir Mitteleuropäer eher zu den unglücklichsten Menschen der Welt gehören.
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von Joachim Michel, 12.2009
Die Stiglitz-Kommission hat Empfehlungen zur Weiterentwicklung der statistischen Berichterstattung vorgelegt und das Bruttoinlandsprodukt als nicht ausreichenden Maßstab für die Messung der Wirtschaftsleistung, der Lebensqualität und der Nachhaltigkeit bewertet. Tatsächlich gibt es auch in der Bevölkerung ein Unbehagen in Hinblick auf die amtliche Statistik. Allerdings sind Zufriedenheitsindikatoren als alternative Zielwerte für die Politik kritisch zu beurteilen.
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von Thomas Groß, 11.2009
In den letzten Jahren verzeichnete China meist zweistellige Wachstumsraten. Der Krise der internationalen Finanzmärkte und den daraus resultierenden weltweiten makroökonomischen Einflüssen und Verwerfungen konnte sich aber auch China nicht entziehen. Doch anders als die entwickelten Volkswirtschaften der westlichen Welt scheint China auch in der Krise seinen Platz unter den führenden Ökonomien nicht nur zu festigen, sondern auch auszubauen.
Diese Literaturübersicht thematisiert den makroökonomischen Einfluss der internationalen Finanzmarktkrise auf die Volkswirtschaft Chinas. Neben den wirtschaftspolitischen Steuerungsversuchen (u. a. Konjunkturpakete, Kapitalmarktanpassungen) werden auch die aktuelle strategische Neupositionierung Chinas innerhalb der Weltwirtschaftsordnung und die sich daraus ergebene Schwerpunktverschiebung dargestellt.
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von Thomas Groß, 11.2009
“Where have all the shooting stars gone?” (Gligorov u. a. 2009).
Seit 1989 haben die Transformationsstaaten Ost- und Südosteuropas einen grundlegenden Wandel ihrer Wirtschafts- und sozialen Sicherungssysteme vorgenommen. Neben graduellen Feinheiten haben diese Länder, in Abkehr von den praktizierten planorientierten Wirtschaftsordnungen, marktwirtschaftliche Strukturen implementiert.
20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in Europa, werden nun auch diese Staaten von der Krise der internationalen Finanzmärkte voll erfasst. Doch anders als die Staaten Westeuropas scheint die aktuelle Krise in den ehemaligen sozialistischen Ländern in stärkerem Maße einzuwirken. Liquiditätsengpässe (erdrückende Auslandsverschuldung), Produktionsrückgänge (Exportabhängigkeit) und soziale Spannungen infolge geringer sozialer Absicherung umreißen die Problemlagen in der sich die einstigen „shooting-stars“ momentan befinden.
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von Joachim Michel, 11.2009
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragt monatlich bis zu 350 Finanzexperten zu deren Konjunkturerwartungen und berechnet aus der Differenz der positiven und negativen Erwartungen einen Frühindikator für die wirtschaftliche Lage in Deutschland (ZEW-Konjunkturerwartungen). Dieser Indikator ist für November nun leicht gefallen, er befindet sich aber weiterhin auf hohem Niveau. Die Entwicklung kommentiert [Lesen Sie weiter...]
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von Kirsten Hölterhoff, 09.2009
Als einen maßgeblichen Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2009 stellen Forscherinnen und Forscher der Leibniz-Gemeinschaft in der Leibniz-Woche der Biodiversität vom 14. bis zum 19. September bundesweit ihre Arbeiten zu diesem facettenreichen Thema vor.
Die Vielfalt der Biodiversitätsforschung, die in der Leibniz-Gemeinschaft unter der Prämisse “Erforschen – Erklären – Erhalten” steht, spiegelt sich in so unterschiedlichen Themen wie Folgen des Klimawandels, Artenvielfalt (invasive wie bedrohte Arten inbegriffen), Gewässerschutz, Tropenmedizin, Land- und Bodennutzung wider, die der Öffentlichkeit in den Instituten und Forschungsmuseen der Forschungsgemeinschaft in unterschiedlichster Form präsentiert werden.
Auch die wirtschaftswissenschaftliche Forschung nimmt sich des Themas an: beispielsweise werden Kosten und Nutzen der Biodiversität in der Agrar- und Umweltökonomik und im Ressourcenmanagement abgewogen; die Wahrung von Immaterialgüterrechten bei der Nutzung genetischer Vielfalt in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung ist ebenso ein Thema wie die Bedeutung der Artenvielfalt für eine nachhaltige Entwicklung – auch im Zeichen des Klimawandels.
Im Folgenden finden Sie eine Auswahl aktueller, in den Jahren 2008 und 2009 erschienener Publikationen aus der Datenbank ECONIS der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft.
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