Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Familienpolitik

“200,3 Mrd. Euro wurden in Deutschland 2010 für ehe- und familienbezogene Leistungen ausgegeben, davon sind 125,5 Mrd. allein familienbezogen. Mit diesen Maßnahmen soll ein Ausgleich zwischen Familien und Kinderlosen sowie zwischen Familien mit unterschiedlicher Kinderzahl erreicht werden. Die 148 verschiedenen Leistungen werden vom Familienministerium in Familienlastenausgleich (52,9 Mrd. Euro), Familienförderung (55,4 Mrd.) und Sicherstellung des Grundbedarfs von Kindern (17,5 Mrd.) unterteilt.” (Notburga Ott : Familienpolitik: Etikettenschwindel. – Kommentar des Wirtschaftsdienst 7/2013)

Armutsgefährdung

“Vielen gilt der deutsche Arbeitsmarkt als vorbildlich: Die Beschäftigung steigt von Jahr zu Jahr und die Arbeitslosigkeit ist eine der niedrigsten in Europa. Mit den jüngst veröffentlichten Daten zur Entwicklung des Armutsrisikos von Erwerbspersonen gießt das Statistische Amt der Europäischen Union jedoch Wasser in den Wein.” (Eric Seils : Armutsentwicklung: Ganze Breite des Arbeitsmarktes. In: Kommentar des Wirtschaftsdienst 5/2013)

Familienbesteuerung – Theoretische Aspekte

Ehegattensplitting, Familiensplitting, Einzelveranlagung – zur Besteuerung von Familieneinkommen existieren unterschiedliche steuerpolitische Konzepte. Diese umfassen vor allem Fragen zur Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie Möglichkeiten einer grundlegenden Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die folgende Literaturliste aus unserer Datenbank Econis bietet einen Einblick in die unterschiedlichen theoretischen Ansätze zur Familienbesteuerung (u. a. Entscheidungstheorie, Verhandlungstheorie, Spieltheorie).

Die Geburtenrate in Deutschland – Kinderkriegen wird immer unattraktiver

“Deutschland ist, sieht man von einigen Ausnahmen zu Zeiten der DDR ab, bereits seit Mitte der 1970er Jahre ein Niedrig-Fertilitäts-Land. Kleine Familien sind zur Normalität geworden, große Familien bilden die Ausnahme. Nach 40 Jahren Geburtentief ist anzunehmen, dass sich dieses Verhaltensmuster verfestigt hat. Das anhaltend niedrige Geburtenniveau ist mit der Ausbildung spezifischer Paritätsmuster, vor allem der Ausbreitung der Kinderlosigkeit und dem Entstehen sozialstruktureller Differenzierungen einhergegangen.” (Studie vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, S. 53).

Die nachfolgende Literaturübersicht greift die Ergebnisse dieser neuesten Studie zu den Ursachen einer niedrigen Geburtenrate in Deutschland auf und thematisiert die damit zusammenhängenden Problemkomplexe.

Grundsicherung

Als das Bundessozialhilfegesetz am 1. Juni 1962 in Kraft trat und die Übertragung der Sozialhilfe auf die örtlichen und überörtlichen Träger erfolgte, wurde dem Sozialbereich nur eine geringe finanzielle Bedeutung beigemessen. Diese Annahme hat sich nicht bestätigt. Trotz der Wohlstandssteigerung der letzten fünf Jahrzehnte sind die sozialen Leistungen die kommunale Ausgabenkategorie mit der höchsten Wachstumsdynamik geworden und stellen die Gemeinden und Gemeindeverbände vor immer größere Finanzierungsprobleme.
(Martin Junkernheinrich: Soziallastenfinanzierung: Entlastung der Kommunen, in: Wirtschaftsdienst, Heft 10 (2012), S. 648)

Zur aktuellen Situation der Gesetzlichen Rentenversicherung

Die ökonomische Lage ermöglicht es, 2013 den Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung von 19,6% auf 19,0% zu senken. Dies hat das Bundeskabinett am 29.8.2012 in einem Gesetzentwurf dem Parlament empfohlen. Diese Möglichkeit resultiert aus der gegenwärtigen Regel, dass die als “Nachhaltigkeitsrücklage” bezeichnete Reserve der Versicherung mindestens 0,2 und maximal 1,5 Monatsausgaben betragen soll. (Winfried Schmähl, in: Wirtschaftsdienst, Heft 9 (2012), S. 581)

Wenn die Rente nicht reicht – Altersarmut in Deutschland

Das Armutsrisiko im Alter wird für Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den nächsten Jahren zunehmen. Die Absenkung des Rentenniveaus, die Millionen prekärer Beschäftigungsverhältnisse und zunehmend gebrochene Erwerbsbiographien führen zu immer geringeren Rentenansprüchen – oft unterhalb des Existenzminimums (= Grundsicherungsniveaus).

Diese Literaturübersicht thematisiert die Ursachen, die Entwicklung sowie die Möglichkeiten einer Beseitigung der Altersarmut in Deutschland.

Korruption im Gesundheitswesen

Im Juni 2012 hat ein Urteil des Bundesgerichtshofs für Aufsehen gesorgt: Wenn Vertragsärzte von Pharmaunternehmen Geld dafür annehmen, dass sie ihren Patienten Arzneimittel dieser Unternehmen verordnen, machen sich weder die Ärzte wegen Bestechlichkeit noch die Arzneimittelhersteller wegen Bestechung strafbar. Denn die Ärztinnen und Ärzte, die zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassen sind, sind nach Auffassung des Gerichts weder Amtsträger noch Beauftragte der Krankenkassen.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 7/2012

Gesundheitsausgaben in Deutschland

“In der Diskussion über die Gesundheitspolitik werden Deutschlands vermeintlich exorbitant hohe und stetig steigende Ausgaben als ein Problem angesehen, das mit immer neuen Reformen bewältigt werden muss. Nach den Daten der OECD liegt der Anteil des Bruttoinlandsproduktes (BIP), der in Deutschland für Gesundheitsausgaben verwandt wird, international tatsächlich nach wie vor an der Spitze” (Redaktion Wirtschaftsdienst)

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 6/2012

Bildung von Finanzwissen im Volk

Selected for the Global Economic Symposium 2012

As governments face increasing debt burdens and companies around the world also face significant cost burdens, there is a clear movement towards individual responsibility for risk and retirement benefits. And this movement is occurring precisely at the time that individuals themselves have increased demands for security, because of declining employment security as well as the increased reluctance of financial institutions to provide credit to individuals.

At the core of the issue is the need to increasing individual capability and capacity to make financial decisions.