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Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Solidaritätszuschlag – abschaffen!?

“Es herrscht Wahlkampf und die FDP möchte sich wieder einmal als Steuersenkungspartei profilieren. Dieses Mal mit dem Thema Solidaritätszuschlag. Für seine Beibehaltung sprechen sich die CDU und die SPD aus…”  (Thomas Lenk : Solidaritätszuschlag: Bleibt erhalten!  In:  Wirtschaftsdienst 8/2013, S. 504)

Die nachfolgende Literaturzusammenstellung aus unserer Datenbank Econis thematisiert neben den Auswirkungen des Solidaritätszuschlages und auch grundlegende Probleme und Fragestellungen des bundesdeutschen Finanzausgleiches.

Staatsfinanzen – Doppik einführen?

“Wenn im Rahmen der NSA-Affäre diskutiert wird, wie viel ein Staat über seine Bürger weiß, so sei hier gefragt, wie viel ein Staat eigentlich über sich selbst weiß. Blicken wir auf die Staatsverschuldung: Wie hoch ist sie eigentlich genau? …” (Dennis Hilgers : Staatsfinanzen: Doppik einführen! –  Kommentar des Wirtschaftsdienst 8/2013)

Zensus und Finanzausgleich

“Das Statistische Bundesamt hat kürzlich die Ergebnisse des Zensus 2011 veröffentlicht. Demnach ist die Bevölkerungszahl in Deutschland um rund 1,5 Mio. Personen (-1,8%) niedriger als bislang aufgrund von Fortschreibungsergebnissen geschätzt. Wirklich überraschen konnte dies nicht, denn die letzte Volkszählung fand in Westdeutschland immerhin 1987, in Ostdeutschland sogar schon 1981 statt, und da Abwanderungen aus Deutschland den Meldeämtern nicht immer ordnungsgemäß angezeigt werden, musste insbesondere in Ballungszentren mit einem hohen Anteil an Ausländern eine deutliche Revision der Bevölkerungszahl nach unten erwartet werden.” (Joachim Ragnitz: Zensus 2011 und Finanzausgleich: Kein Grund zur Aufregung. – Leitartikel des Wirtschaftsdienst 7/2013)

Besteuerung multinationaler Unternehmen

“Die Besteuerung multinationaler Unternehmen ist ein komplexes Thema, das normalerweise nur Spezialisten interessiert. Trotzdem ist es in den letzten Monaten in die Schlagzeilen geraten. In Großbritannien gab es öffentliche Proteste gegen die Firma Starbucks, die den Briten zwar seit vielen Jahren Kaffee (und Tee) verkauft, dort aber kaum Gewinne ausweist und entsprechend geringe Steuern zahlt.” (Clemens Fuest: Besteuerung multinationaler Unternehmen: keine Alleingänge! – Leitartikel des Wirtschaftsdienst 3/2013)

Umsatzsteuer: Bundesrechnungshof mahnt

“Der Bundesrechnungshof berichtet seit Jahren in schöner Regelmäßigkeit über Missstände in der deutschen Umsatzbesteuerung. Sie betreffen unter anderem die unsystematische, teilweise groteske Abgrenzung von Umsätzen, die nur dem ermäßigten Umsatzsteuersatz unterliegen (ein Beispiel für vieles: Prothesen, nicht aber Prothesenteile und -zubehör), Steuerbefreiungen der öffentlichen Hand auch dort, wo diese in Konkurrenz zu steuerpflichtigen Privatunternehmen tätig ist, die Begünstigung von Vereinen durch das ihnen faktisch eingeräumte Optionsrecht und die noch immer ungenügende Betrugsbekämpfung bei innergemeinschaftlichen Umsätzen.” (Gerold Krause-Junk: Umsatzsteuer: Bundesrechnungshof mahnt. – In: Wirtschaftsdienst, Heft 2/2013, S.68)

Haushaltskonsolidierung durch fiskalische Regeln?

Selected for the Global Economic Symposium 2012

“The large increase of debt-GDP ratios in many countries requires strong consolidation efforts. Fiscal rules are often considered to be a main element of a successful consolidation strategy since they restrict the room for discretionary actions and thereby strengthen the credibility of the consolidation process.

Kalte Progression

 
Die Opposition hat mit ihrer Mehrheit im Bundesrat die Pläne der Bundesregierung, die sogenannte “kalte Progression” über eine Steuerreform ab 2013 abzumildern, vorerst gestoppt.

Unter der kalten Progression, die auch als heimliche Steuererhöhung bezeichnet wird, versteht man den Effekt, dass Lohnerhöhungen im Rahmen des Inflationsausgleiches nicht zu einer Erhöhung des verfügbaren Einkommens führen, weil, bedingt durch den progressiven Steuertarif in Deutschland, gleichzeitig die Steuerlast steigt. Somit verbleibt kaufkraftbereinigt ein geringeres Einkommen als vor der Lohnerhöhung.

Intereconomics: The Financial Transaction Tax – Boon or Bane? (Forum)

Against the backdrop of the debate over the introduction of a financial transaction tax (FTT) in the European Union, this Intereconomics Forum is dedicated to the discussion of issues concerning the implementation and impact of such a tax on the financial sectors of the member states. With articles by D. Schäfer, D. Masciandaro, S. Schulmeister, J. Vella, F. Passarelli, R. Buckley

“The (financial transaction) tax will tend to reward longer-term investments over ultra-short-term trades and thus nudge markets towards better fulfilling their traditional roles and away from serving as financial casinos.” from Ross P. Buckley’s Forum article.

Lesen Sie alle Beiträge im Forum des Intereconomics, Issue 2, March/April 2012

Länderfinanzausgleich: Berlin als Bundesdistrikt?

Der Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern ist seit Langem umstritten. Drei Länder finanzieren im Wesentlichen das gesamte System. 2011 trug Bayern mit 3,7 Mrd. Euro die Hälfte aller Ausgleichsbeiträge. Baden-Württemberg und Hessen steuerten mit je 1,8 Mrd. Euro die andere Hälfte bei; Hamburg zahlte 62 Mio. Euro. Alle anderen Länder waren Empfänger der insgesamt 7,3 Mrd. Euro Ausgleichsleistungen.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 2/2012

Die griechische Tragödie – Eine unendliche Geschichte!?

3. aktualisierte Fassung von Mai 2012

Die Parlamentswahl in Griechenland (06.05.12) stand ganz im Zeichen der momentanen griechischen Staatsschuldenkrise. Die Regierungsparteien, die einen harten Sparkurs vertreten, wurden vom Wähler abgestraft, während gleichzeitig die parlamentarischen Ränder, die allesamt die bisherige Regierungspolitik ablehnen, gestärkt worden sind. Doch wie geht es in Griechenland jetzt weiter? Wo liegen die zukünftigen makroökonomischen Probleme des griechischen Staates?

Das Damoklesschwert eines drohenden Staatsbankrotts, dessen Ursachen und vor allem die daraus erwachsenen möglichen Folgen für die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, insbesondere die wirtschaftspolitischen Steuerungsversuche, stehen im Mittelpunkt der nachfolgenden Literaturzusammenstellung (Zeitraum 2011-2012).