Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Exit-Strategien der Geldpolitik

Mitte Juni kündigte der US-Notenbankchef Ben Bernanke das Ende der geldpolitischen Lockerung durch ein Auslaufen der unkonventionelle Maßnahmen (quantitativ easing) an und schickte damit die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt. Zwar hat er dies mittlerweile abhängig gemacht von der Konjunkturentwicklung aber die Vokabel “Exit” war in der Welt.

Effizienzmarkthypothese

Die vom US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Eugene Fama entwickelte Effizienzmarkthypothese – EMH – besagt, dass preisbeeinflussende Informationen in den Börsenkursen unmittelbar “eingepreist” sind. Finanzmärkte gelten dann als effizient – genauer informationseffizient. Die Erzielung von Überrenditen bei Wertpapieranlageentscheidungen durch Nutzung von vermeintlichen Informationsvorteilen ist nicht möglich.

Kurseinbrüche wie im Jahr 1987 und in der Finanzmarktkrise 2008 können mit der Hypothese allerdings nicht erklärt werden. Empirische Untersuchungen haben auch gezeigt, dass es sowohl zeitliche (Januareffekt) als auch regionale Unterschiede gibt.

Europäische Bankenaufsicht

2. aktualisierte Fassung vom Jan. 2013

“Kurz vor Weihnachten hat es doch noch geklappt. Nachdem sich die Staats- und Regierungschefs der Eurozone im Juni 2012 grundsätzlich über die Schaffung einer einheitlichen europäischen Bankenaufsicht verständigt hatten, einigten sie sich am 12./13. Dezember 2012 im Rahmen einer Sondersitzung des Rats für Wirtschaft und Finanzen (ECOFIN) über deren Eckpfeiler. ” (Stephan Paul: Europäische Bankenaufsicht: Schnelligkeit vor Genauigkeit?   – Leitartikel des Wirtschaftsdienst 1/2013)

“Bankenaufsicht ist schon seit vielen Jahren keine nationale Angelegenheit mehr. Neue bankaufsichtliche Regelungen werden in internationalen Expertenkreisen aus Finanzindustrie, Aufsichtsbehörden und Wissenschaft vorgedacht. […] Europa folgt diesen Vorgaben in der europäischen Richtliniengesetzgebung […]. Neben der Durchsetzung von Mindeststandards auf nationaler Ebene wurde dabei von Anfang an Kooperation und Informationsaustausch zwischen den nationalen Aufsichtsbehörden angestrebt. ” (Hans Peter Burghof: Lösung der Finanzkrise: Europas Beitrag.Leitartikel des Wirtschaftsdienst 6/2009)

Vollgeld statt Buchgeld

Unter dem Titel “Vollgeld statt Buchgeld. Eine alte Idee taucht wieder auf” sendete der Deuschlandfunk am 05.01.2013 in seiner Reihe “Hintergrund” einen Beitrag von Caspar Dohmen.

“Münzen und Banknoten machen im Euroraum nicht einmal zehn Prozent der Geldmenge aus. Der Rest ist fiktives Geld, das Banken zum Beispiel durch Kreditvergabe schaffen und das nur auf dem Papier existiert. Mit dem Vollgeld-System würde sich das radikal ändern.” (dradio)

Die “Vollgeldtheorie” zählt zu den Currency-Theorien, die den  Standpunkt vertreten , dass das vom Staat ausgegebene Geld als einziges legitimes Zahlungsmittel anzusehen ist. Dabei wird keine sonstige Geldschöpfung zugelassen und die Kontrolle der verfügbaren Geldmenge obliegt allein dem Staat.

In der Schweiz will der “Verein für Monetäre Modernisierung” das Vollgeld durch eine Änderung der Verfassung mittels Volksentscheid erreichen.

EU-Gipfel zur Bankenaufsicht

“Die Staaten der Europäischen Union suchen nach Wegen, Immobilien-, Staatsschulden-, Zahlungsbilanz-, Banken- und Finanzmarktkrisen zu bewältigen und eine Währungs- oder gar politische Krise abzuwenden. Rettung verspricht man sich vielerorts von “mehr Europa”. Doch die reflexartige Zuweisung von Staatsaufgaben an europäische Institutionen wirkt überstürzt. Sie widerspricht dem Subsidiaritätsprinzip sowie dem ökonomischen Grundsatz, Probleme an der Wurzel anzugehen. Dies gilt auch für angestrebte Maßnahmen im Finanzsektor.” (Dirk Niepelt: Finanzmarkt: “Mehr Europa” greift zu kurz. –  Kommentar des Wirtschaftsdienst 11/2012)

Die Zukunft der Zentralbankpolitik: Inflationsziele versus Stabilisierung des Finanzsektors

Selected for the Global Economic Symposium 2012

“The global financial crisis 2008-2009 led to a profound rethinking of the pre-crisis monetary policy consensus. Since the great moderation until the year 2007, there was a remarkable convergence of monetary theory and monetary policy at central banks all over the world. This consensus can be summarized as „flexible inflation targeting“.

Most monetary economists agreed until the crisis that focusing on price stability and the stabilizing the output gap is a sufficient and appropriate mandate for conducting monetary policy. In particular, the consensus claimed that this mandate automatically leads to financial stability and that this framework appropriately deals with cross-border capital flows serving as transmission channel. The global financial crisis showed that this consensus is now seen as increasingly inadequate and insufficient.

Geldschöpfung in der Krise

“Im Zuge der Finanzkrise, die in den USA ihren Ursprung hatte, und der darauf folgenden Schulden- und Vertrauenskrise im Euroraum sind zuvor über Jahre – und teilweise sogar Jahrzehnte – stabile Zusammenhänge zwischen verschiedenen geldpolitischen Indikatoren zusammengebrochen.” (WD-Kommentar von Makram El-Shagi)

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 8/2012

CDS – Theorie und Praxis von Credit Default Swaps

Über Credit Default Swaps – CDS – wird in den Medien viel berichtet. Mehr oder weniger ausführlich werden Produkte und deren Auswirkungen auf Finanzmärkte und Wirtschaftsleben erläutert. Wir haben Ihnen eine Literaturliste zusammengestellt, die Ihnen die Möglichkeit eröffnet, tiefer gehendes Verständnis zu Produkten und Handel mit Derivaten, insbesondere CDS zu erhalten.

Schattenbanken

Auch vier Jahre nach der Lehman-Brothers-Pleite liegt im Finanzsektor vieles noch im Argen. Eine transparente und durchgreifende Finanzsektorregulierung ist nicht in Sicht. Zwar werden auf den unterschiedlichen Ebenen – international, europäisch, national – immer wieder Anläufe zur Etablierung einer tragfähigen Finanzarchitektur unternommen, aber letztendlich stellen sich die wenigsten als zielführend heraus.

Lesen Sie weiter im Leitartikel des Wirtschaftsdienst 4/2012

Die Zentralbankgeld-Wirtschaft

“Die Notenbanken haben weltweit mit einer Ausweitung ihrer Bilanzen auf das Scheitern der Kreditwirtschaft in der Finanz- und Schuldenkrise reagiert. Allerdings bleibt offen, wie sie in ein tragbares Regime der traditionellen Geld- und Kreditabsicherungsbeziehungen zurückgelangen können. Das Vertrauen in das internationale Finanzsystem könnte wiederhergestellt werden, wenn ein neuer Standard für ein globales Geldsystem entstehen würde. Das könnte die chinesische Währung, die an Gold oder einen Rohstoffkorb gebunden ist, sein.” (Dr. Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutsche Bank Gruppe, Analysen und Berichte, Wirtschaftsdienst 4/2012)

Lesen Sie weiter im Leitartikel des Wirtschaftsdienst 4/2012