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Seeräuber im 21. Jahrhundert - Die Ökonomie der Piraterie

Der internationale Militäreinsatz gegen die Piraterie vor der Küste Somalias hat keine spürbare Abschreckungswirkung. Die Zahl der Piratenangriffe hat sich seit Beginn der Militäraktion sogar nahezu verdoppelt. Zugleich hat sich der Wirtschaftskreislauf der Piraterie so stabilisiert, dass er für die Beteiligten zu einem kalkulierbaren Geschäft geworden ist. […]

Der langfristige Erfolg des Marineeinsatzes ist angesichts der hohen Erträge aus erfolgreicher Piraterie fraglich. Das International Maritime Bureau berichtete über 111 Angriffe im Jahr 2008 und einen Anstieg auf 217 Angriffe 2009. 2010 hat sich die Zahl der Angriffe auf hohem Niveau stabilisiert: In der ersten Jahreshälfte 2010 wurden 84 Angriffe gemeldet, 27 Schiffe wurden gekapert und 544 Geiseln verschleppt. Die Zahl der Angriffe im Golf von Aden ist allerdings deutlich gesunken, seit Marineschiffe die Piraten von ihren Zielen vertreiben, ihnen den Zugriff auf Ressourcen zur Reinvestition verwehren und vorhandene Ausstattung zerstören. Andererseits wurden 2010 im Somalibecken und dem Indischen Ozean mehr Angriffe als je zuvor gemeldet. […] (Auszüge aus der Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, DIW Berlin).

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Lesen Sie weiter im Leitartikel des Wirtschaftsdienst 8/2009

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