Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Telearbeit kontrovers diskutiert

Schlagzeilen machte kürzlich Marissa Mayer, die Vorstandsvorsitzende von Yahoo, als sie die Telearbeit im Internetkonzern quasi mit einem Federstrich abschaffte. Geschwindigkeit und Qualität litten bei der Arbeit von zuhause, begründete sie ihre Entscheidung. Und musste viel Kritik entgegennehmen. Denn viele Mitarbeiterbefragungen und Studien kommen zu dem Schluss, dass die häufig alternierend wahrgenommene Telearbeit nicht nur die Arbeitszufriedenheit, -motivation und betriebliche Bindung der Telearbeitenden erhöht, sondern gleichzeitig ihre Effektivität und Produktivität steigert.

Auch die Vereinbarkeit von beruflichen Aufgaben und Familienleben (Work-Life Balance), die durch Arbeitsortflexibilisierung unterstützt werden soll, wird unterschiedlich bewertet: der höheren Flexibilität und Individualität in der Lebensgestaltung von Telearbeitenden setzen Kritiker warnend die Entgrenzung von Arbeit und Leben durch ständige Erreichbarkeit und damit einhergehend die Gefahr von Selbstausbeutung entgegen.

Arbeitskostenentwicklung in Deutschland

“Im März 2013 hat das Statistische Bundesamt neue Zahlen zur Entwicklung der Arbeitskosten in Europa veröffentlicht. Eine Arbeitsstunde kostet hierzulande im Durchschnitt 31 Euro und ist damit 32% teurer als der EU-Durchschnitt. Deutschland gehört damit weiterhin zu den Hochlohnländern in der Europäischen Union.” (Andreas Knabe : Arbeitskostenentwicklung: Zeichen des Erfolgs, In: Kommentar des Wirtschaftsdienst 4/2013)

Regulierung von Managergehältern

“Die Bonuszahlungen von Bankern sollen auf höchstens das Doppelte der Fixbezüge begrenzt werden. Darauf haben sich Vertreter der EU und der Mitgliedstaaten Ende Februar 2013 geeinigt.” (Jochen Zimmermann: Managergehälter: Banker-Boni deckeln. – Kommentar des Wirtschaftsdienst 3/2013)

Fachkräftemangel auf dem deutschen Pflegemarkt

Seit einigen Jahren warnen Experten vor einem Fachkräftemangel im Pflegebereich. Der wachsende Bedarf an Pflegekräften wird hierbei von zwei gegenläufigen Trends bestimmt. Einerseits wird die Zahl der zu pflegenden Personen in einer alternden Gesellschaft weiter zunehmen. Auf der anderen Seite nimmt die Anzahl der Erwerbspersonen in Deutschland weiter ab.

Diese Literaturliste aus unserer Datenbank Econis umfasst zum einen Studien zur zukünftigen Fachkräfteentwicklung im Pflegebereich und zum anderen Arbeiten über den Pflegeberuf an sich (u. a. Erwerbsformen, Professionalisierung).

Entwicklung der offenen Stellen: Überlagerung von Konjunktur und Struktur

Die Zeit der rasanten wirtschaftlichen Erholung nach der Wirtschafts- und Finanzkrise ist vorüber. Seit dem zweiten Quartal 2011 wächst die deutsche Wirtschaft bestenfalls durchschnittlich, sie zeigt gelegentlich sogar eine rezessive Tendenz. Dennoch bewegt sich die Zahl der offenen Stellen immer noch auf einem relativ hohen Niveau.
(Sabine Klinger und Anja Kettner: Ökonomische Trends, in: Wirtschaftsdienst, Heft 10 (2012), S. 712)

Frauenquote

2. aktualisierte Fassung Mai 2013

“Die Frauenquote erhitzt die Gemüter, das zeigte nicht nur die Diskussion vor und während der Abstimmung im Bundestag am 18. April 2013. Die Besetzung der Aufsichtsräte deutscher Unternehmen mit Frauen zu 20% von 2018 an und zu 40% von 2023 an sollte in einem vom Bundesrat initiierten Gesetzentwurf durchgesetzt werden.” (Elke Holst : Frauenquote: Ungeliebtes Muss?, In: Kommentar des Wirtschaftsdienst 5/2013)

Arbeitsplätze für eine zunehmend alternde Bevölkerung

Selected for the Global Economic Symposium 2012

“The key socio economic trend in many parts of the world (US, Europe, China) is aging, which is a combination of higher longevity and lower fertility, mostly driven by higher longevity. This means importantly that the increase in old age dependency (ratio of older inactive to younger active) will not disappear with the passing of the baby boom generation. It will keep increasing. Various policy responses to these challenges have been proposed: raising the effective retirement age, promote fertility, promote immigration, encourage female labor force participation, reduce unemployment, boost productivity and increase working hours per employee.

Effektive Investitionen in Bildung

Selected for the Global Economic Symposium 2012

“Education is a fundamental right for everyone and a key to the future of any country. Education has its price, everywhere. But the only thing more expensive than investing in education is not investing in education. Inadequate education produces high costs for society, e.g., in the fields of public spending, crime, health, and economic growth. No country can afford to leave too many of its children behind and not to help them achieve the competencies needed for a self-fulfilled life in economic independence.

Bachelor-Studiengänge: Kritik mit Substanz?

Die Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses stößt bei manchen Beteiligten immer noch auf Kritik. Die jüngste Gelegenheit dazu: Es jährte sich zum zehnten Mal die Einführung der Bachelor-/Master-Struktur durch das Hochschulrahmengesetz. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Horst Hippler, teilte in Zeitungsinterviews aus: Es sei falsch, den Nachwuchs in sechs Semestern schnell durchs Studium und in den Beruf zu bringen. (Birger Hendriks, in: Wirtschaftsdienst, Heft 9 (2012), S. 578-579)

Prosoziales Verhalten: Anreize und mentales Training

Selected for the Global Economic Symposium 2012

“We live in an increasingly complex world in which problems, such as climate change or irresponsible deployment of resources, are difficult to resolve without global participation of cooperating partners. So far these problems have been tackled through top-down approaches where institutions and governments take the role of decision makers. There can, however, be scope for more involvement at the individual level: personal growth could be used to drive global change in a bottom up approach.