Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Weihnachten 2012 – Fröhliches Konsumieren!

 

Den größten Anteil am Jahresend-Konsumrausch nehmen die Weihnachtsgeschenke ein.  Geschenke sind eine Art “fremdbestimmten” Konsums, die  nur selten in der Wirtschaftsforschung analysiert werden. Dennoch haben Ökonomen sich auch darüber einige Gedanken gemacht. Und deshalb steht das Thema bei der diesjährigen Weihnachts-Literaturauswahl im Mittelpunkt.

Armuts- und Reichtumsbericht

Alle vier Jahre wieder entfachen die Ergebnisse des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung eine politisch leicht zu instrumentalisierende mediale Resonanz, die zugespitzt lautet: Die Reichen würden immer reicher, die Armen immer ärmer! Von daher solle der Sozialstaat Geld von den Reichen nehmen und es den Armen geben. Es wird geredet von der Notwendigkeit des “Umfairteilens” und des Herstellens von “sozialer Gerechtigkeit”. (Klaus Schroeder: Armuts- und Reichtumsbericht: Jenseits der Lebenswirklichkeit. – Wirtschaftsdienst,  Jg. 92, Heft 10, Oktober 2012)

Sicherheit in einer globalisierten Welt

Selected for the Global Economic Symposium 2012

“Globalization has transformed the nature of crime and, with it, people’s needs for security. Under the current system of justice, crime fighting and crime-prevention tend to be conducted in local, national and international policy silos. These systems are no longer appropriate to deal with the globalization of crime, which has come to include multifaceted, complex and highly interrelated domains such as terrorism, drug trafficking, cyber-crime and urban violence. Crime has become globalized by using the global networks of trade, migration and information that are also responsible for much global economic growth and opportunities for poor people and emerging countries to escape from extreme poverty. Through this globalization of crime, the sovereignty of nationstates and their spheres of executive, legislative and judiciary power of being undermined. The only way to rise to this challenge is to re-examine the organization of law and order, the limits to role of nation-states in maintaining security, the need for worldwide benchmarks and values to confront crime, and the influence of security legal decisions.

Alle Jahre wieder Weihnachten

Alle Jahre wieder zeigt sich Weihnachten als das wirtschaftlich herausragendste Einzelereignis. Branchen wie Einzelhandel, Spielwarenproduzenten und Luxusgüterhersteller erzielen einen Großteil ihres Umsatzes, manche Konsumenten verfallen in einen Kaufrausch. Die Ausstrahlung von Weihnachten hat inzwischen auch Länder erreicht, die nicht christlich geprägt sind.

Abseits von diesen bekannten Zusammenhängen enthält die folgende Literaturübersicht einige ökonomische Themenstellungen, die – manchmal nicht ganz ernstgemeint – von Weihnachten angeregt worden sind.

Mittelschicht zwischen Abstiegsängsten und hoher Belastung

Der Begriff „Mittelschicht“ ist nicht leicht zu definieren. Die entsprechenden Einkommensgrenzen werden je nach untersuchende Institution unterschiedlich gesetzt. Ob allerdings das Einkommen als charakteristisches Unterscheidungsmerkmal ausreicht, ist fraglich. Einigkeit besteht unter den Autoren, dass es der Mittelschicht nicht so schlecht geht, wie häufig in der Öffentlichkeit angenommen – einmal abgesehen von deren steuerlicher Belastung.

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The Organization Man

Das Buch “The Organization Man” von William Whyte, einem der bedeutendsten US-amerikanischen Soziologen, erschien 1956 in USA und wurde zum Klassiker (deutsche Ausgabe “Herr und Opfer der Organisation”, übersetzt von George S. Martin, 1958).

William Whyte entwickelte das Konzept des “Menschen der Organisation”, des Gruppenmenschen, der der Organisation mit Haut und Haar gehört und sich mit der Firma bedingungslos identifiziert. Whyte definierte auch den Begriff der “sozialen Ethik” (bzw. der “Gruppenethik” oder der “bürokratischen Ethik”). Damit meinte er jene Denkweise, die den Druck der Gesellschaft auf den Einzelmenschen moralisch rechtfertigt.

Die Psychologie des Terrorismus

Selected for the Global Economic Symposium 2010

In all parts of the world the processes of globalization have produced winners and losers. Socioeconomic disparities, which exist not only between nations but also inside the societies of all states, are regarded as the major cause for political or political-religious radicalization. Today, the most extreme form of this radicalization is represented by terrorist organizations. The transnational, non-state nature of terrorism and insurgencies has evolved into one of the most prominent threats for international security, stability, and prosperity.

Reichtum in Deutschland

Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) sind in Deutschland nur ein Prozent der Bevölkerung „sorgenfrei reich“ (Groh-Samberg 2009). Während eine weitaus größere Gruppe von sieben Prozent (2008) ebenfalls als „reich“ angesehen werden kann, weil sie mehr als das Doppelte des durchschnittlichen Nettoeinkommens von 2.600 € verdient (2008), kann nur ein kleiner Teil von ihnen frei von materiellen Sorgen leben (ebd.).

Diese Literaturübersicht (Publikationszeitraum 2006-2009) liefert einerseits eine Aufstellung zur Existenz von Reichtum in Deutschland (Ausmaß der Einkommens- und Vermögensverteilung, öffentliche Meinung, persönliche Einstellungen), andererseits werden auch statistische Messprobleme aufgelistet. Verteilungsgerechtigkeitsfragen und Aspekte soziale Ungleichheit werden nur am Rande thematisiert.

Armut in Deutschland – Der aktuelle Stand

Die Veröffentlichung des ersten Armutsatlanten für Deutschland seitens des Paritätischen Gesamtverbandes Mitte Mai diesen Jahres führte zu einer heftigen, aber kurzen Reaktion in der nationalen Presse.
Aufbauend auf der Darstellung der sozialen Lage der Privaten Haushalte in Deutschland (Einkommensverteilung, -entwicklung) zeigt diese Literaturübersicht einerseits die Ursachen von Armut (u. a. Arbeitsmarktflexibilisierung/Prekäre Arbeitsverhältnisse, sozialer Hintergrund (Bildungsniveau)), andererseits werden die Folgen aufgeführt (u. a. Gesundheit, Lebenszufriedenheit, gesellschaftliche Teilhabe bzw. Isolation). Weiterhin werden Fragen soziale (Verteilungs-)Gerechtigkeit und die Rolle der Armutspolitik (bzw. des Sozialstaates) bei der Bekämpfung der Ursachen und Folgen sozialer Ungleichheit thematisiert.

Vermögensverteilung in Deutschland

4. aktualisierter Beitrag von April 2012


Die Reichen werden reicher und die Armen bleiben arm. Zu diesem Ergebnis kommt eine DIW-Studie, die die Vermögensverteilung in Deutschland untersucht hat (Vgl. Frick/Grabka 2009). Zudem besitzen rund 2/3 aller Deutschen keine oder nur geringe Vermögensanteile, während die obersten 10% der Bevölkerung 60% aller Vermögenswerte auf sich vereinen.

Diese aktualisierte Literaturübersicht widmet sich verschiedenen Aspekten dieser vielschichtigen Thematik: Welche Rolle spielt der demographische Wandel (Altersarmut)? Inwieweit können aus den Befunden Aussagen über die soziale Ungleichheit in Deutschland gemacht und unter Verteilungsgerechtigkeitsgesichtspunkten bewertet werden? In welcher Ausprägung kann eine geschlechterspezifische Vermögensverteilung festgestellt werden?

Die nachfolgenden Literaturverweise decken den Zeitraum 2009-2012 ab.