Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Leistungsschutzrecht: Ein teurer Irrtum

“Am 22. März 2013 hat nun auch der Bundesrat dem Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR) zugestimmt, nach dem zukünftig lediglich die Verleger das ausschließliche Recht haben, ein “Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zu machen”. Ausgenommen vom LSR sind lediglich sogenannte “kleinste Textausschnitte”.” (Ralf Dewenter: Leistungsschutzrecht: Ein teurer Irrtum. – Kommentar des Wirtschaftsdienst 4/2013

Compliance und Datenschutz im Unternehmen

Die Einhaltung der bestehenden datenschutzrechtlichen Vorschriften sowie die Vermeidung von möglichen Datenschutzverstößen sind ein zentrales Tätigkeitsfeld des Compliance-Mangements von Unternehmen. Im Gegensatz zu freiwilligen Selbstverpflichtungen seitens der Unternehmen existieren im Bereich des Datenschutzes dezidierte gesetzliche Regelungen. Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) regelt u. a. die geschäftsmäßige Datenerhebung, -speicherung, -übermittlung, die Datenverarbeitung im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses sowie die Verpflichtung zur Bestellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten.

Menschenhandel – internationale und nationale Aspekte

Die Ausbeutung und der Handel mit Männern, Frauen und Kindern ist ein humanitäres Problem globalen Ausmaßes. Menschenhandel als eine moderne Form der Sklaverei hat sich zu einem profitablen und schrecklichen Geschäft in der ganzen Welt entwickelt. Innerhalb der Ökonomie organisierter Kriminalität ist der Handel mit Menschen der größte und am schnellsten wachsende Bereich.

Bahnnetzbetrieb: Trennung von Netz und Betrieb

Nach Ansicht von EuGH-Generalanwalt Niilo Jääskinen ist die Klage der EU-Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland über die mangelnde Umsetzung des ersten Eisenbahnpakets zur Marktöffnung im Schienenverkehr zurückzuweisen. Diese Einschätzung dürften vornehmlich die Gegner einer eigentumsrechtlichen Trennung von Transport- und Infrastruktursparte der Deutschen Bahn AG (DB) begrüßen. (Patrick Baumgarten, Daniel Krimphoff: Deutsche Bahn: Ende der Trennungs-Debatte? - Wirtschaftsdienst  Jg. 92, Heft 10, Oktober 2012) 

Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA)

Am 26. Januar 2012 wurde das Anti-Counterfeiting Trade Agreement, kurz ACTA, von der Europäischen Kommission im Namen von 22 Mitgliedstaaten unterzeichnet. Damit ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Inkraftsetzung eines Abkommens erreicht, das auf der TRIPS-Vereinbarung (Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights) basiert und diese verschärft. An den offiziellen Verhandlungen, die seit 2008 stattfanden, waren neben der EU zwölf Industriestaaten beteiligt.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 2/2012

DSK, Kachelmann, Polanski und Kriminalitätsökonomik

Die Verhaftung von Dominique Strauss-Kahn fand auch einen Widerhall in einigen ökonomischen Blogs.  Im Blog Freakonomics wurde die moralische Seite belichtet und im Blog Free exchange der Fall mikroökonomisch andiskutiert.

Lawrence Lessig über Creative Commons and Innovations

Ein Vortrag von Lawrence Lessig,  gehalten am 4. Juni 2010 beim Creative Commons Kongress in Seoul, jetzt auf wissen.dradio.de. Lawrence Lessig ist Juraprofessor in Harvard und gilt als renommierter Verfassungsrechtler und Spezialist für Urheberrecht. Er ist ein entschiedener Kritiker eines restriktiven Copyrights im Bereich immaterieller Güter. Lessig entwickelte das Konzept einer „freien Kultur“ und unterstützt Freie Software und die Open-Source-Bewegung. Außerdem gründete er die Creative-Commons-Initiative und ist Mitglied der Electronic Frontier Foundation sowie Autor mehrerer Bücher über die mit Open Content verbundenen gesellschaftlichen Entwicklungen.

Korruptionsbekämpfung

Nach einer kürzlich veröffentlichen Studie von Transparency International sind 70% der Deutschen der Auffassung, die Korruption in Deutschland habe in den letzten drei Jahren zugenommen. Lediglich 21% erachten die Maßnahmen der Bundesregierung zur Korruptionsbekämpfung als effektiv.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 1/2011

Seeräuber im 21. Jahrhundert – Die Ökonomie der Piraterie

Der internationale Militäreinsatz gegen die Piraterie vor der Küste Somalias hat keine spürbare Abschreckungswirkung. Die Zahl der Piratenangriffe hat sich seit Beginn der Militäraktion sogar nahezu verdoppelt. Zugleich hat sich der Wirtschaftskreislauf der Piraterie so stabilisiert, dass er für die Beteiligten zu einem kalkulierbaren Geschäft geworden ist. […]

Der langfristige Erfolg des Marineeinsatzes ist angesichts der hohen Erträge aus erfolgreicher Piraterie fraglich. Das International Maritime Bureau berichtete über 111 Angriffe im Jahr 2008 und einen Anstieg auf 217 Angriffe 2009. 2010 hat sich die Zahl der Angriffe auf hohem Niveau stabilisiert: In der ersten Jahreshälfte 2010 wurden 84 Angriffe gemeldet, 27 Schiffe wurden gekapert und 544 Geiseln verschleppt. Die Zahl der Angriffe im Golf von Aden ist allerdings deutlich gesunken, seit Marineschiffe die Piraten von ihren Zielen vertreiben, ihnen den Zugriff auf Ressourcen zur Reinvestition verwehren und vorhandene Ausstattung zerstören. Andererseits wurden 2010 im Somalibecken und dem Indischen Ozean mehr Angriffe als je zuvor gemeldet. […] (Auszüge aus der Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, DIW Berlin).

Menschenhandel beenden

Selected for the Global Economic Symposium 2010

The exploitation and trafficking of men, women and children is a humanitarian problem of global scale. At least 12 million people worldwide are trapped in conditions of forced labor, a fifth of these are being exploited as a result of human trafficking. These forms of modern day slavery have become one of the most profitable and most horrifying businesses in the world. Human trafficking and coerced labor is said to be the fastest growing source of income for organized crime and its third most important, exceeded only by drugs and arms trade. A fundamental reason for trafficking and exploitation is the demand for cheap workers and prostitutes in both developing and developed countries. At the same time, there are millions of poor and vulnerable people who are willing to depart and seek a better life abroad. But, with closed borders, there are only few legal job opportunities in destination countries. This situation has created a breeding ground for smugglers, traffickers and exploitative employers willing to use force or restraint to make a profit.