Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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50 Jahre Wirtschaftsweise

Seit 50 Jahren gibt es nun den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die fünf Mitglieder (zur Zeit eine Frau und vier Herren) werden auch die “Wirtschaftsweisen” genannt.

Ihre Hauptaufgabe ist es die aktuelle Wirtschaftslage zu begutachten und eine Konjunkturprognose abzugeben. Sie geben aber auch wirtschaftspolitische Empfehlungen ab und leisten damit ein Beitrag zur aktuellen wirtschaftspolitischen Diskussion. Letzteres wird von den Regierenden manchmal auch als “ungebetene” Ratschläge empfunden.

Reform des öffentlichen Sektors: Open Government

Selected for the Global Economic Symposium 2012

“The provision of effective and efficient citizen services, such as Health Care, Education, or Criminal Justice, is a key task for governments all over the world. In recent years, the economic and financial crisis, digitalization, and other megatrends have complicated governments’ efforts in these areas and have intensified calls for large-scale reforms. Open government can be an important aspect of any meaningful restructuring. Giving citizens a greater say and providing them with easy accessible data on public services may trigger greater interest and participation. Thus, it may enhance accountability and effectiveness as well as transform the relationship between state and citizens.

Deutsche EU-Volksabstimmung?

In der “Eurokrise” hat die Bundesrepublik über den befristeten Euro-Rettungsschirm und den permanenten Europäischen Stabilitätsmechanismus Finanzgarantien übernommen, die die jährliche Höhe des Bundeshaushalts überschreiten. Fiskalpakt und europäische Bankenaufsicht weisen auf eine “europäische Wirtschaftsregierung” als Gegenstück zur Währungsunion hin. Das führt zwangsläufig zum Konflikt über einen EU-Zentralisierungsschub.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 7/2012

Reform der EU-Agrarpolitik

2. Aktualisierte Fassung  Mai 2013  von Joachim Michael

 

“Seit drei Jahren bereits herrscht im Brüsseler Kreißsaal heftiges Treiben, und alle warten gebannt darauf, dass die EU-Agrarpolitik für die Zeit von 2014 bis 2020 endlich das Licht der Welt erblickt. Wagenladungen von Dokumenten wurden produziert, Sitzungen über Sitzungen abgehalten, Experten und Lobbyisten in großer Zahl gehört, Medien von allen Seiten mit Propaganda versorgt.” (Stefan Tangermann: EU-Agrarpolitik : Der Berg gebiert eine Maus, In: Kommentar des Wirtschaftsdienst 4/2013)

 

“Die EU-Kommission legte im Oktober 2011 einen Vorschlag zum siebenjährigen Finanzplan der EU und damit zu den finanziellen Grundlagen der EU-Agrarpolitik für den Zeitraum 2014 bis 2020 vor. Über den Finanzrahmen wird einstimmig im Ministerrat entschieden; einzelne Länder sind kaum bereit, auf bisherige Vorteile zu verzichten.” (Ulrich Koester, In: Kommentar des Wirtschaftsdienst 5/2012, S. 289).

„I’m starting to think that the Left might actually be right“

Mit dem Bekenntnis “I’m starting to think that the Left might actually be right” veröffentlichte  Charles Moore, Margaret Thatcher’s official biographer, am 22.07.2011 in “The Telegraph” eine vielkommentierte Kolumne zur Krise des politischen Konservatismus. Drei Wochen später, am 15.08.2011 zitierte Frank Schirrmacher im Feuilleton der “Frankfurter Allgemeinen” Charles Moore unter dem Titel „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“  und startete damit  eine Reihe von Veröffentlichungen zu diesem Komplex. Nochmal drei Wochen später konstatierte Charles Moore in einem “Die Welt”-Interview, er sei in Deutschland falsch zitiert worden “Die linken Rezepte sind falsch” (Welt Online v. 05.09.2011). Aber der Stein, den er ins Wasser warf, schlug Wellen.

Europäische Agrarpolitik und die Beratungsresistenz der Politiker

In Brüssel wird zurzeit der EU-Finanzrahmen für den Zeitraum 2014-2020 geplant. Von besonderer Bedeutung sind die Ausgaben für die Agrar- und Fischereipolitik. Diese Politik beanspruchte bisher 58 Mrd. Euro bzw. 47,4% des EU-Haushalts. Nach der vorliegenden Haushaltsplanung soll der Anteil bis 2020 auf 39% sinken.

Lesen Sie weiter im Leitartikeldes Wirtschaftsdienst 8/2011

Identifizierung und Verhinderung von zukünftigen Sicherheitsrisiken

Selected for the Global Economic Symposium 2011

The last decade has clearly demonstrated that the nature of threats and challenges for international security has changed significantly. Structural threats like terrorism, cyber-attacks, and nuclear proliferation have created an entirely new security environment. The national states’ monopoly on using force is eroding, state-boundaries have lost much of their importance, and private actors become increasingly powerful in international security. History has demonstrated that many security threats would have never grown into a full-fledged problem, if they would have been identified and addressed at an earlier stage. Today, leaders and societies have to act as early as possible to reduce the probability that well-known (and lesser known) risks develop their potential of turning into serious threats for regional or even global security. Identifying realistic potential scenarios where terrorism, insurgency, nuclear proliferation, or cyber-attacks could evolve from an abstract and hypothetical menace to a real and severe problem and seeking tangible solutions for prevention are key challenges.

Wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Politikberatung

2. aktualisierte Literaturliste 08.2013  von Joachim Michel

“Ökonomen und Politiker beklagen sich gelegentlich übereinander. Die Ökonomen meinen, das politische Alltagsgeschäft berücksichtige die Erkenntnisse der Wissenschaft zu wenig und sei mit inkonsistenten Maßnahmen und suboptimalen Ergebnissen verbunden. Die Politiker sehen sich dagegen zum Teil mit realitätsfernen Empfehlungen konfrontiert. Die Bewertungsschemata für wissenschaftliche Exzellenz schaffen zudem Anreize für eher theoretisch ausgerichtete Forschung. Eine solch dramatische Diskrepanz zwischen Politikberatung und Forschung können die Autoren dieses Zeitgesprächs in der Regel nicht erkennen.”  (Justus Haucap, Michael Mödl, Christoph M. Schmidt, Nils aus dem Moore, Michael Themann, Wolfram F. Richter, Marcel Fratzscher, Gert G. Wagner, Werner Güth, Hartmut Kliemt, Willi Koll : Entwickeln sich wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Politikberatung auseinander? – Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst 8/2013)

Lars Feld – der Neue in den Reihen der “Wirtschaftsweisen”

Der Leiter des Freiburger Walter-Eucken-Instituts Lars Feld ist neuer Wirtschaftsweiser. Er wurde zum Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen und folgt auf Wolfgang Wiegard, der zum 1. März aus dem Sachverständigenrat ausscheidet. Feld ist wie Wiegard Steuerexperte. Damit wird erstmals ein Freiburger Ökonom Wirtschaftsweiser. Der 44-Jährige wurde im September zum neuen Leiter des Walter-Eucken-Instituts berufen. Gleichzeitig ist er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Freiburg. Am ZEW ist er als Research Associate tätig. Außerdem ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen.

Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen

Halbierung der weltweiten Armut bis 2015:  So lautete das wichtigste Millenniumsziel, das die Vereinten Nationen im Jahr 2000 beschlossen haben. Vom 20. bis 22. September haben die Staats- und Regierungschefs auf dem UN-Millenniumsgipfel in New York Bilanz gezogen. Schon jetzt ist klar, dass nicht alle Ziele erreicht werden können. Die Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sind acht Entwicklungsziele (engl. Millennium Development Goals, MDGs) für das Jahr 2015, die im Jahr 2000 von einer Arbeitsgruppe aus Vertretern der UNO, der Weltbank, der OECD und mehreren Nichtregierungsorganisationen formuliert worden sind. Diese wurden im Rahmen des so genannten Millennium-Gipfels von den Vereinten Nationen verabschiedet.
(Quelle: Wikipedia)