Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Der Vater der Motivforschung – Ernest Dichter

Anders als im mainstream der statistisch orientierten Marktforschung nach dem Zweiten Weltkrieg üblich, betrachtete Ernest Dichter den Markt nicht länger aus Sicht der Hersteller, sondern stellte die verborgenen, sich in Kaufentscheidungen manifestierenden Wünsche der Konsumenten in den Mittelpunkt seiner Analysen. Durch seinen psychoanalytischen Hintergrund geschult, betonte er die Rolle und Bedeutung unbewusster Motive für Kaufentscheidungen und reformulierte psychoanalytische Konzepte für die Marktforschung und das Marketing. Die latenten Motive der Verbraucher gelten als wirkmächtiger Antrieb des Handelns. Dabei etablierte Dichter Methoden aus der klinischen Psychologie in der Marktforschung, zum Beispiel die auch heute noch viel verwendeten projektiven Verfahren. (Quelle: Wikipedia)

Zensus und Finanzausgleich

“Das Statistische Bundesamt hat kürzlich die Ergebnisse des Zensus 2011 veröffentlicht. Demnach ist die Bevölkerungszahl in Deutschland um rund 1,5 Mio. Personen (-1,8%) niedriger als bislang aufgrund von Fortschreibungsergebnissen geschätzt. Wirklich überraschen konnte dies nicht, denn die letzte Volkszählung fand in Westdeutschland immerhin 1987, in Ostdeutschland sogar schon 1981 statt, und da Abwanderungen aus Deutschland den Meldeämtern nicht immer ordnungsgemäß angezeigt werden, musste insbesondere in Ballungszentren mit einem hohen Anteil an Ausländern eine deutliche Revision der Bevölkerungszahl nach unten erwartet werden.” (Joachim Ragnitz: Zensus 2011 und Finanzausgleich: Kein Grund zur Aufregung. – Leitartikel des Wirtschaftsdienst 7/2013)

Deutschlandfunk : Gesprächsreihe “Ökonomie des glücklichen Lebens”

Im Juni 2013 sendete der Deutschlandfunk in seiner Reihe Essay und Diskurs eine von Stefan Fuchs produzierte dreitteilige Gesprächsserie zum Thema “Ökonomie des glücklichen Lebens – Vom ethischen Umbau der Wirtschaft”.

Die Beiträge sind eine Zeitlang nach ihrer Ausstrahlung als Podcast abrufbar und liegen auch als Manuskript vor.

Behavioral Finance – ist der homo oeconomicus doch irrational?

Ist der Mensch rational handelnder homo oeconomicus – wie in der neoklassischen Finanzmarkttheorie angenommen – oder doch emotional getrieben? Welche Bedeutung haben zum Beispiel Angst und Gier bei Kapitalanlageentscheidungen bei Individuen und in Gruppen (Herdenverhalten) und wie wirkt das an den Finanzmärkten? Die Behavioral Finance-Lehre als Teil der Verhaltensökonomik geht solchen Fragen nach.

Leistungsschutzrecht: Ein teurer Irrtum

“Am 22. März 2013 hat nun auch der Bundesrat dem Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR) zugestimmt, nach dem zukünftig lediglich die Verleger das ausschließliche Recht haben, ein “Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zu machen”. Ausgenommen vom LSR sind lediglich sogenannte “kleinste Textausschnitte”.” (Ralf Dewenter: Leistungsschutzrecht: Ein teurer Irrtum. – Kommentar des Wirtschaftsdienst 4/2013

50 Jahre Wirtschaftsweise

Seit 50 Jahren gibt es nun den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die fünf Mitglieder (zur Zeit eine Frau und vier Herren) werden auch die “Wirtschaftsweisen” genannt.

Ihre Hauptaufgabe ist es die aktuelle Wirtschaftslage zu begutachten und eine Konjunkturprognose abzugeben. Sie geben aber auch wirtschaftspolitische Empfehlungen ab und leisten damit ein Beitrag zur aktuellen wirtschaftspolitischen Diskussion. Letzteres wird von den Regierenden manchmal auch als “ungebetene” Ratschläge empfunden.

Compliance und Datenschutz im Unternehmen

Die Einhaltung der bestehenden datenschutzrechtlichen Vorschriften sowie die Vermeidung von möglichen Datenschutzverstößen sind ein zentrales Tätigkeitsfeld des Compliance-Mangements von Unternehmen. Im Gegensatz zu freiwilligen Selbstverpflichtungen seitens der Unternehmen existieren im Bereich des Datenschutzes dezidierte gesetzliche Regelungen. Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) regelt u. a. die geschäftsmäßige Datenerhebung, -speicherung, -übermittlung, die Datenverarbeitung im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses sowie die Verpflichtung zur Bestellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten.

Weihnachten 2012 – Fröhliches Konsumieren!

 

Den größten Anteil am Jahresend-Konsumrausch nehmen die Weihnachtsgeschenke ein.  Geschenke sind eine Art “fremdbestimmten” Konsums, die  nur selten in der Wirtschaftsforschung analysiert werden. Dennoch haben Ökonomen sich auch darüber einige Gedanken gemacht. Und deshalb steht das Thema bei der diesjährigen Weihnachts-Literaturauswahl im Mittelpunkt.

Menschenhandel – internationale und nationale Aspekte

Die Ausbeutung und der Handel mit Männern, Frauen und Kindern ist ein humanitäres Problem globalen Ausmaßes. Menschenhandel als eine moderne Form der Sklaverei hat sich zu einem profitablen und schrecklichen Geschäft in der ganzen Welt entwickelt. Innerhalb der Ökonomie organisierter Kriminalität ist der Handel mit Menschen der größte und am schnellsten wachsende Bereich.

Bahnnetzbetrieb: Trennung von Netz und Betrieb

Nach Ansicht von EuGH-Generalanwalt Niilo Jääskinen ist die Klage der EU-Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland über die mangelnde Umsetzung des ersten Eisenbahnpakets zur Marktöffnung im Schienenverkehr zurückzuweisen. Diese Einschätzung dürften vornehmlich die Gegner einer eigentumsrechtlichen Trennung von Transport- und Infrastruktursparte der Deutschen Bahn AG (DB) begrüßen. (Patrick Baumgarten, Daniel Krimphoff: Deutsche Bahn: Ende der Trennungs-Debatte? - Wirtschaftsdienst  Jg. 92, Heft 10, Oktober 2012)