Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Behavioral Finance – ist der homo oeconomicus doch irrational?

Ist der Mensch rational handelnder homo oeconomicus – wie in der neoklassischen Finanzmarkttheorie angenommen – oder doch emotional getrieben? Welche Bedeutung haben zum Beispiel Angst und Gier bei Kapitalanlageentscheidungen bei Individuen und in Gruppen (Herdenverhalten) und wie wirkt das an den Finanzmärkten? Die Behavioral Finance-Lehre als Teil der Verhaltensökonomik geht solchen Fragen nach.

CAPM, Mehrfaktorenmodelle und Arbitragepreistheorie

Die folgende Liste nimmt verschiedene Weiterentwicklungen der Portfoliotheorie nach Markowitz auf. Einführende Texte finden Sie in den Lehrbüchern. Die anderen Literaturhinweise enthalten theoretische und empirische Untersuchungen.

Dieser Beitrag ergänzt die Literaturliste Portfolio Selection – Vergangenheit oder Zukunft?

Portfolio Selection – Vergangenheit oder Zukunft?

Die Portfoliotheorie von dem us-amerikanischen Ökonom Harry M. Markowitz – erstmals 1952 im “Journal of Finance” beschrieben – schien sich in der Praxis zur optimalen Wertpapieranlage bewährt zu haben.

In der Finanzmarktkrise zeigten sich jedoch Schwächen – die Erwartung, Risiken könnten durch Investitionen in gering korrelierte Wertpapiere reduziert werden, erfüllte sich nicht. Ist die Theorie angesichts der aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten noch zeitgemäß? Welche Chancen bieten CAPM, APT und Drei- bzw. Vierfaktorenmodelle?

Die folgende Literaturauswahl bieten Ihnen den Originaltext aus dem Jahre 1952 sowie Untersuchungen zur Portfoliotheorie und deren Weiterentwicklungen.

Europäische Bankenaufsicht

2. aktualisierte Fassung vom Jan. 2013

“Kurz vor Weihnachten hat es doch noch geklappt. Nachdem sich die Staats- und Regierungschefs der Eurozone im Juni 2012 grundsätzlich über die Schaffung einer einheitlichen europäischen Bankenaufsicht verständigt hatten, einigten sie sich am 12./13. Dezember 2012 im Rahmen einer Sondersitzung des Rats für Wirtschaft und Finanzen (ECOFIN) über deren Eckpfeiler. ” (Stephan Paul: Europäische Bankenaufsicht: Schnelligkeit vor Genauigkeit?   – Leitartikel des Wirtschaftsdienst 1/2013)

“Bankenaufsicht ist schon seit vielen Jahren keine nationale Angelegenheit mehr. Neue bankaufsichtliche Regelungen werden in internationalen Expertenkreisen aus Finanzindustrie, Aufsichtsbehörden und Wissenschaft vorgedacht. […] Europa folgt diesen Vorgaben in der europäischen Richtliniengesetzgebung […]. Neben der Durchsetzung von Mindeststandards auf nationaler Ebene wurde dabei von Anfang an Kooperation und Informationsaustausch zwischen den nationalen Aufsichtsbehörden angestrebt. ” (Hans Peter Burghof: Lösung der Finanzkrise: Europas Beitrag.Leitartikel des Wirtschaftsdienst 6/2009)

Exportgarantien (Hermesdeckungen)

Zur Absicherung von möglichen Zahlungsausfällen bei Exportgeschäften bietet die Bundesrepublik Deutschland seit 1949 Exportkreditversicherungen an, sogenannte Hermesdeckungen (benannt nach der Euler Hermes Deutschland AG, die federführend diese Kredite abwickelt).

Die nachfolgende Literaturübersicht soll als Einstieg in diese Thematik dienen.

Basel III

Die internationale Bankenregulierung unter dem “Basel II Akkord” konnte die schwerste Finanz- und Bankenkrise seit 1930 nicht verhindern. Damit sich solch eine Finanzmarktkrise nicht wiederholt bzw. die Folgen nicht so drastisch sind, ist eine Reform der Bankenpolitik unter dem Namen “Basel III” geplant.

Hedgefonds – Verteidiger von Menschenrechten?

 

Den Medien war Anfang 2012 die erstaunliche Meldung zu entnehmen, dass US-Hedgefonds erwogen, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anzurufen. Sollten die professionellen Investoren plötzlich in die Branche sozialer NGOs gewechselt sein?

Es handelte sich jedoch nur um einen – nicht sonderlich erfolgversprechenden – Schachzug, um ihre Position bei den Verhandlungen über einen Schuldenschnitt Griechenlands zu unterstreichen.

Immerhin ein Anlass, mit der folgenden Literaturübersicht einmal einen Blick darauf zu werfen, wie “humanitär” denn die Rolle ist, die die Hedgefonds selbst im Finanzsystem und in der Finanzkrise spielen.

Pro & Contra Trennbankensystem

“In der USA mussten früher Investmentbanking und Commercial Banking in getrennten Unternehmen betrieben werden. Dieses Trennbankensystem ging aus der Weltwirtschaftskrise nach 1929 hervor. 1999 wurde die Regelung aufgehoben, auch vor dem Hintergrund der Beobachtung, dass die Ertragsquellen von Universalbanken besser diversifiziert sind als die von Spezialbanken in einem Trennbankensystem.” (Ulrich Blum: Pro Trennbankensystem. – Hans-Peter Burghof: Contra Trennbankensystem. – Leitartikel des Wirtschaftsdienst 01/2012)

Neue Medien im Bankgeschäft

Web 2.0, Social Media und Smartphones – die technische Entwicklung der Kommunikationsmedien und das Nutzungsverhalten gerade auch junger Bankkunden stellen für den Vertrieb von Finanzdienstleistungen neue Herausforderungen dar. Eine Umfrage von Steria Mummert Consulting hat ergeben, dass sich 76% der deutschen Banken in sozialen Netzwerken engagieren wollen.

Betreuung vermögender Kunden in der Finanzmarktkrise

Ebenso wie zahlreiche Retailkunden sind vermögende Kunden durch die Ereignisse an den Finanzmärkten verunsichert. Die aufgrund der Vermögensgrößen attraktive Klientel wird einerseits besonders umworben, stellt andererseits aber auch hohe Ansprüche an Kreditinstitute und Vermögensverwalter.