Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Armutsgefährdung

“Vielen gilt der deutsche Arbeitsmarkt als vorbildlich: Die Beschäftigung steigt von Jahr zu Jahr und die Arbeitslosigkeit ist eine der niedrigsten in Europa. Mit den jüngst veröffentlichten Daten zur Entwicklung des Armutsrisikos von Erwerbspersonen gießt das Statistische Amt der Europäischen Union jedoch Wasser in den Wein.” (Eric Seils : Armutsentwicklung: Ganze Breite des Arbeitsmarktes. In: Kommentar des Wirtschaftsdienst 5/2013)

Telearbeit kontrovers diskutiert

Schlagzeilen machte kürzlich Marissa Mayer, die Vorstandsvorsitzende von Yahoo, als sie die Telearbeit im Internetkonzern quasi mit einem Federstrich abschaffte. Geschwindigkeit und Qualität litten bei der Arbeit von zuhause, begründete sie ihre Entscheidung. Und musste viel Kritik entgegennehmen. Denn viele Mitarbeiterbefragungen und Studien kommen zu dem Schluss, dass die häufig alternierend wahrgenommene Telearbeit nicht nur die Arbeitszufriedenheit, -motivation und betriebliche Bindung der Telearbeitenden erhöht, sondern gleichzeitig ihre Effektivität und Produktivität steigert.

Auch die Vereinbarkeit von beruflichen Aufgaben und Familienleben (Work-Life Balance), die durch Arbeitsortflexibilisierung unterstützt werden soll, wird unterschiedlich bewertet: der höheren Flexibilität und Individualität in der Lebensgestaltung von Telearbeitenden setzen Kritiker warnend die Entgrenzung von Arbeit und Leben durch ständige Erreichbarkeit und damit einhergehend die Gefahr von Selbstausbeutung entgegen.

Leistungsschutzrecht: Ein teurer Irrtum

“Am 22. März 2013 hat nun auch der Bundesrat dem Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR) zugestimmt, nach dem zukünftig lediglich die Verleger das ausschließliche Recht haben, ein “Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zu machen”. Ausgenommen vom LSR sind lediglich sogenannte “kleinste Textausschnitte”.” (Ralf Dewenter: Leistungsschutzrecht: Ein teurer Irrtum. – Kommentar des Wirtschaftsdienst 4/2013

Besteuerung multinationaler Unternehmen

“Die Besteuerung multinationaler Unternehmen ist ein komplexes Thema, das normalerweise nur Spezialisten interessiert. Trotzdem ist es in den letzten Monaten in die Schlagzeilen geraten. In Großbritannien gab es öffentliche Proteste gegen die Firma Starbucks, die den Briten zwar seit vielen Jahren Kaffee (und Tee) verkauft, dort aber kaum Gewinne ausweist und entsprechend geringe Steuern zahlt.” (Clemens Fuest: Besteuerung multinationaler Unternehmen: keine Alleingänge! – Leitartikel des Wirtschaftsdienst 3/2013)

CO2-Emissionen des Verkehrs bis 2030

“Das im Projekt Renewbility II entwickelte Klimaschutzszenario zeigt, dass der Verkehrssektor zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung beitragen kann. Dabei kann ambitionierter Klimaschutz im Verkehr gleichzeitig individuelle Mobilität sicherstellen und positive volkswirtschaftliche Effekte erzeugen.” (Florian Hacker, Rita Cyganski, Johannes Hartwig: Szenarien zur Entwicklung der CO2-Emissionen im Verkehr bis 2030. – Wirtschaftsdienst 2/2013)

Mietrecht

“Am 13. Dezember 2012 hat der Bundestag gegen die Stimmen der Opposition das Mietrechtsänderungsgesetz 2013 beschlossen. Dieses bringt vor allem den Vermietern einige Verbesserungen gegenüber dem bisherigen Recht, allerdings verbunden mit noch mehr Ankündigungs- und Aufklärungspflichten gegenüber ihren Mietern. Aber auch für die Mieter hält das Gesetz ein Bonbon bereit: die Senkung der sogenannten Kappungsgrenze von bisher 20% auf jetzt 15%, wenn auch nur in Gebieten mit sogenannter Wohnungsnot. Insgesamt enthält das Gesetz für beide Marktseiten Licht und Schatten.” (Ulrich van Suntum, Timo Zumbro: Mietrechtsänderungsgesetz: Licht und Schatten. – Kommentar des Wirtschaftsdienst 1/2013)

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  1. Wohnimmobilienpreise
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US-Wahl: gigantische wirtschaftspolitische Herausforderungen

“Die USA haben gewählt; die Amerikaner haben sich entschlossen, dem amtierenden Präsidenten Barack Obama noch einmal eine Chance zu geben. Zufrieden sind sie zwar nicht mit den wirtschaftlichen Fortschritten in den vergangenen vier Jahren. Dies zeigten die Umfragen vor den Wahlen deutlich. Die Mehrheit war jedoch der Meinung, dass Obama die besseren Rezepte hat, um die gigantischen Probleme der USA zu meistern.” (Stormy-Annika Mildner im Leitartikel des Wirtschaftsdienst 11/2012)

Frauenquote

2. aktualisierte Fassung Mai 2013

“Die Frauenquote erhitzt die Gemüter, das zeigte nicht nur die Diskussion vor und während der Abstimmung im Bundestag am 18. April 2013. Die Besetzung der Aufsichtsräte deutscher Unternehmen mit Frauen zu 20% von 2018 an und zu 40% von 2023 an sollte in einem vom Bundesrat initiierten Gesetzentwurf durchgesetzt werden.” (Elke Holst : Frauenquote: Ungeliebtes Muss?, In: Kommentar des Wirtschaftsdienst 5/2013)

Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland

Der Insolvenzantrag bildet die Ultima Ratio für die Geschäftsführung eines Unternehmens – dann sind alle anderen Möglichkeiten zu einer Sanierung ausgeschöpft, Finanziers oder Übernahmeinteressenten wurden nicht gefunden und die Liquiditätssituation oder Verschuldungslage lassen keine andere Wahl mehr, als das zuständige Insolvenzgericht anzurufen. Viele Unternehmensführungen warten aufgrund der mit einer Pleite verbundenen Stigmatisierung zu lange, bis sie diesen Schritt machen.
(Klaus-Heiner Röhl, in: Wirtschaftsdienst, Heft 9 (2012), S. 640-642)

Bachelor-Studiengänge: Kritik mit Substanz?

Die Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses stößt bei manchen Beteiligten immer noch auf Kritik. Die jüngste Gelegenheit dazu: Es jährte sich zum zehnten Mal die Einführung der Bachelor-/Master-Struktur durch das Hochschulrahmengesetz. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Horst Hippler, teilte in Zeitungsinterviews aus: Es sei falsch, den Nachwuchs in sechs Semestern schnell durchs Studium und in den Beruf zu bringen. (Birger Hendriks, in: Wirtschaftsdienst, Heft 9 (2012), S. 578-579)