Schlagworte

Geplante Obsoleszenz – ein Mythos?

Die zunehmende Kritik an Wachstum und Ressourcenverbrauch bringt neues Interesse für das Thema “Eingebauter Verschleiss” (“Geplante Obsoleszenz”) bei langlebigen Konsumgütern. Durch tatsächlich oder vermeintlich vorzeitiges Versagen bzw. Veralten entsteht ein Zwang zum Neukauf. Aktuelle Beispiele finden sich bei Softwares, Smartphones oder Druckern, also elektronischen Produkten. Frühere Beispiele sind vor allem Glühlampen (das berühmte Phoebus-Kartell), Nylonstrümpfe oder US-amerikanische Autos.

Trotz der offensichtlichen Nützlichkeit von eingebautem Verschleiss für die Steigerung des Absatzes, ist der Umfang, in dem geplante Obsoleszenz auftritt, nicht leicht zu erkennen, denn in die gleiche Richtung zielen u.a. auch das Bemühen um technische Verbesserungen von Produkten (z.B. geringerer Energieverbrauch) oder der Kundenwunsch nach zeitgemäßerem Design (vor allem in der Mode und verwandten Branchen).

Das könnte Sie auch interessieren:

Ökonomische Ideengeschichte – Teil 6: Silvio Gesell und das Schwundgeld

Im März 2012 wäre Silvio Gesell, ein äußerst unkonventioneller deutscher Wirtschaftstheoretiker, 150 Jahre alt geworden. Seine zentrale Idee läuft den gängigen Vorstellungen der meisten Ökonomen – und auch der Durchschnittsbürger – zuwider: Geld soll nämlich nicht endlos gehortet werden können und auf diese Weise zu Reichtum führen, sondern als Schwundgeld mit der Zeit an Wert verlieren. Kreative Ökonomen wie z.B. Keynes, Fisher und Wicksell waren von seinen Ideen angetan, und die andauernde Finanzkrise brachte sie wieder in der allgemeinen wissenschaftlichen Diskussion in Umlauf.


Das könnte Sie auch interessieren:

Ökonomische Ideengeschichte – Teil 5: Ordnungsökonomik

“Eine methodische Auseinandersetzung in der Ordnungsökonomik war längst überfällig” konstatieren Lars Feld und Ekkehard Köhler in ihrem grundlegenden Beitrag “Zur Zukunft der Ordnungsökonomik.” Die Ordnungsökonomik als genuin deutsches wirtschaftstheoretisches Konzept ist zuletzt in die Jahre gekommen. Exzellent beleumundet war dieses Denkmodell nach dem Zweiten Weltkrieg, stützte sich doch die Wirtschaftspolitik des weithin verehrten Ministers Ludwig Erhard im Wesentlichen auf ordnungsliberale Grundsätze.

Doch seitdem hat sich die Wirtschaftswelt fundamental verändert, nicht zuletzt durch den Bedeutungszuwachs der EU und die Globalisierung.

Das könnte Sie auch interessieren:

Die Finanzkrise und die Uni-Ökonomie: Des Kaisers neue Kleider?

Seit vor ca. einem Jahr an dieser Stelle eine Literaturübersicht zur analytischen Kompetenz der ökonomischen Wissenschaft in der Finanzkrise erschienen ist, hat sich die Problematik zugespitzt: Die Kritik am weitgehenden Versagen der herrschenden theoretischen Ansätze und an den Ökonomen, die in der Lehre selbst angesichts tiefgreifender Strukturkrisen nicht von den Standards abweichen wollen, hat nun auch die deutschen Universitäten erreicht.

Mancherorts gibt es einen Aufstand der Studierenden, die wie das Kind im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern rufen: “Aber er hat ja gar nichts an!” Zu offensichtlich ist die Diskrepanz zwischen den well-behaved models und der chaotisch-komplexen Realität.

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Hedgefonds – Verteidiger von Menschenrechten?

 

Den Medien war Anfang 2012 die erstaunliche Meldung zu entnehmen, dass US-Hedgefonds erwogen, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anzurufen. Sollten die professionellen Investoren plötzlich in die Branche sozialer NGOs gewechselt sein?

Es handelte sich jedoch nur um einen – nicht sonderlich erfolgversprechenden – Schachzug, um ihre Position bei den Verhandlungen über einen Schuldenschnitt Griechenlands zu unterstreichen.

Immerhin ein Anlass, mit der folgenden Literaturübersicht einmal einen Blick darauf zu werfen, wie “humanitär” denn die Rolle ist, die die Hedgefonds selbst im Finanzsystem und in der Finanzkrise spielen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Alle Jahre wieder Weihnachten

Alle Jahre wieder zeigt sich Weihnachten als das wirtschaftlich herausragendste Einzelereignis. Branchen wie Einzelhandel, Spielwarenproduzenten und Luxusgüterhersteller erzielen einen Großteil ihres Umsatzes, manche Konsumenten verfallen in einen Kaufrausch. Die Ausstrahlung von Weihnachten hat inzwischen auch Länder erreicht, die nicht christlich geprägt sind.

Abseits von diesen bekannten Zusammenhängen enthält die folgende Literaturübersicht einige ökonomische Themenstellungen, die – manchmal nicht ganz ernstgemeint – von Weihnachten angeregt worden sind.

Das könnte Sie auch interessieren:

Frankfurter Buchmesse 2011: Verlage und Buchmarkt in Deutschland

Die diesjährige Frankfurter Buchmesse hat sich wieder einmal als ein Besuchermagnet erwiesen: 280 000 Menschen strömten in die Messehallen. Doch trotz der positiven Bilanz befindet sich die Verlags- und Buchbranche nach wie vor im Umbruch. Besonders die zunehmenden digitalen Angebote sorgen für Unsicherheit. Einerseits zieht der Online-Handel Kunden aus dem traditionellen Buchhandel ab, andererseits ist die weitere Entwicklung bei der Nachfrage nach E-Books nur schwer abzuschätzen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Wirtschaftsnobelpreis 2011

Nichts Neues beim Preis der Schwedischen Reichsbank zum Gedenken an Alfred Nobel (“Wirtschafts-Nobelpreis”): In diesem Jahr werden erneut zwei US-Amerikaner ausgezeichnet, die den wirtschaftswissenschaftlichen Mainstream vertreten. Thomas J. Sargent und Christopher A. Sims erhalten den Preis für ihre Beiträge zur empirischen Makroökonomie (“for their empirical research on cause and effect in the macroeconomy”). In ihren Arbeiten haben sie die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Entscheidungen auf makroökonomische Größen untersucht. Dabei greifen sie auf die Theorie der rationalen Erwartungen zurück.

Das könnte Sie auch interessieren:

Zum Oktoberfest 2011: Bier als Markt und Marke in Deutschland

Maßkrüge auf dem Oktoberfest“O’zapft is” – Ende September hat wie jedes Jahr das Oktoberfest in München begonnen. Und siehe da: Die Deutschen scheinen wieder mehr Geschmack am Bier zu finden. Zum ersten Mal seit Jahren steigt der Bierkonsum. Ob das wohl von Dauer ist?

Das könnte Sie auch interessieren:

Glück und Geld – eine unglückliche Beziehung?

Die Glücksforschung boomt, auch in der Ökonomie. Empirische Untersuchungen scheinen einerseits die Weisheit zu bestätigen, dass Geld allein nicht glücklich macht: Ruut Veenhoven’s “Database of Happiness” z.B. weist für Deutschland/Westdeutschland eine negative Korrelation zwischen Zufriedenheit und Wohlstand auf. Auch in der “Map of Happiness” ist ein mäßig glückliches Deutschland von glücklicheren Nachbarn umgeben. Andererseits befindet es sich unter den 20 % der glücklichsten Länder der Welt. Wie immer in der Statistik ist alles eine Frage der Modellierung und der Interpretation.

Das könnte Sie auch interessieren: