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Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Globale Marken im Spannungsfeld zwischen lokalen Bedürfnissen und Standardisierung

Will man den Wert einer Marke maximieren, führt in Zeiten der Globalsierung kein Weg an der Schaffung einer globalen Marke vorbei. Doch sind die Bedürfnisse der Verbraucher verschiedener als die globale Welt uns glauben lassen will.

Was musss man tun, um eine erfolgreiche Weltmarke zu schaffen? Wie weit muss man eine Marke an lokale Verbraucherbedürfnisse anpassen und welchen Stellenwert haben globale Marken bei Verbrauchern?

Zentralbank-Kommunikation

Geldpolitische Entscheidungen und insbesondere Zinsbeschlüsse der US-Notenbank werden nach der Sitzung des Federal Open Market Committees (FOMC) gewöhnlich als Pressemitteilung an die Öffentlichkeit weitergegeben. Grund für diese vorsichtige Kommunikationsform ist die Tatsache, dass Erklärungen der Fed globale Einflüsse haben können.

Nun hat das FOMC erstmals in seiner Geschichte einen offensiveren Kommunikationskanal gewählt und eine Pressekonferenz gegeben, auf der die zuvor getroffene Entscheidung über die geldpolitische Ausrichtung der nächsten Monate erläutert wurde.

Ökonomische Ideengeschichte – Teil 4: Betriebswirtschaft im Fokus

Die herrschende Betriebswirtschaftslehre ist gegenüber wissenschaftstheoretischen und wirtschaftshistorischen Fragestellungen noch wesentlich reservierter als die Volkswirtschaftslehre. Als “Optimierungswissenschaft” hat sie bis vor relativ kurzer Zeit das Unternehmen als “black box” angesehen, dessen nicht näher definierbare Prozesse man mit Hilfe von mathematischen Funktionen zu optimieren hoffte, und die als unabhängig von Zeit, Raum und kulturellen Gepflogenheiten angenommen wurden.

Inzwischen ist erfreulicherweise ein partielles Umdenken zu beobachten und eine größere Offenheit für alternative methodische Ansätze und die Erkenntnisse anderer Disziplinen.

Inflationserwartungen

Mit der Erhöhung der Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte nach der Ratssitzung am 7. April hat die Europäische Zentralbank erstmals seit Ausbruch der Finanzkrise die Finanzierungskonditionen für Zentralbankgeld gestrafft. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet begründete den Zinsschritt mit der Notwendigkeit der Sicherung der mittelfristigen Preisstabilität.


Wall Street Journal Interview mit Jean-Claude Trichet vom 18.04.2011

Darüber hinaus äußerte er sich zu den bestehenden Inflationserwartungen in der Eurozone und bezeichnete sie als “bisher sehr gut verankert“ (Wall Street Journal, 18.04.2011).
Inflationserwartungen sind maßgeblich für die Ausrichtung der Geldpolitik im Euroraum. Sobald Anzeichen für erhebliche Änderungen dieser Erwartungen auftreten, werden von der Europäischen Zentralbank zeitnah entgegenwirkende geldpolitische Schritte eingeleitet.

Gold als Kapitalanlage

Dass Gold von vielen Anlegern nicht erst seit der aktuellen Finanzmarkt- und Schuldenkrise in Europa und den USA als sichere Anlage betrachtet wird und zunehmend als ein “must-have” im Portfolio gilt, lässt sich schon an den kontinuierlichen Preissteigerungen des letzten Jahrzehnts erkennen. Seit der Jahrtausendwende ist der durchschnittliche Preis von 280 Dollar auf 1220 Dollar im Jahr 2010 gestiegen.

Nun hat der Preis einer Feinunze erstmals die 1500 Dollar-Marke überschritten. Die aktuelle Drohung der Rating-Agentur S&P, den USA die Bonitäts-Bestnote “AAA” zu entziehen, sowie Gerüchte über eine mögliche Umschuldung Griechenlands werden dabei als die Hauptgründe für das Erreichen des neuen Rekordhochs angesehen.

Trichet-Nachfolge – Mario Draghi als neuer EZB-Präsident?!

Ende dieses Jahres endet die Amtszeit von Jean-Claude Trichet als Präsident der Europäischen Zentralbank. Nach dem Abgang des Bundesbankpräsidenten Axel Weber und dem damit verbundenen Ausscheiden aus der Riege der möglichen Nachfolgekandidaten, verdichten sich die Anzeichen, dass der Präsident der Italienischen Notenbank, Mario Draghi, neuer Chef der EZB werden wird.

Die “wahren” Kosten der Atomkraft

Die Ereignisse im Atomkraftwerk Fukushima und deren bislang kaum überschaubare Folgen werfen die Frage nach den “wahren” Kosten der Atomkraft auf. Atomkraftgegner ebenso wie verschiedene wissenschaftliche Studien argumentieren schon seit langem, dass die reinen Betriebskosten von Atomstrom (derzeit etwa 4-6 Cent pro kWh) nur die Spitze des Eisbergs sind.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 4/2011

Handelsverflechtungen zwischen Japan und Deutschland

Ob Lieferverzögerungen beim iPad 2 oder Engpässe bei Silicium-Wafern und bei Pigmenten für Autolacke: Die Naturkatastrophen und die Verstrahlungen in Japan wirken auch auf Deutschland und andere Länder zurück, und das trotz einer nur geringen Handelsverflechtung der deutschen Wirtschaft mit Japan.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 4/2011

Biokraftstoffe

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2020 10% erneuerbare Energien im Verkehrssektor eingesetzt werden. Sollen die von der Politik angestrebten Ziele für die erneuerbaren Energien im Verkehrssektor erreicht werden, wäre der Einsatz von Biokraftstoffen notwendig. Jedoch stellt sich die Frage, wie deren Nachhaltigkeit gewährleistet werden kann.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 4/2011

Ökonomische Ideengeschichte – Teil 3: Ronald Coase

Zu den profilierten Kritikern der traditionellen Wirtschaftstheorie gehört der britische Ökonom Ronald Coase, der im Dezember 2010 seinen einhundertsten Geburtstag feiern konnte und immer noch als Forscher aktiv ist. Er bezeichnet die herrschende Lehre als “blackboard economics”.

Mit seinen Aufsätzen zur Theorie der Transaktionskosten (“The nature of the firm”, 1937) und der Eigentumsrechte (“The problem of social cost”, 1960) trat Coase als Pionier der Neuen Institutionenökonomik hervor und erhielt 1991 den Wirtschafts-“Nobelpreis” der Schwedischen Reichsbank zugesprochen.

Inzwischen hat sich Coase der dynamischen chinesischen Wirtschaft zugewandt und plant eine Buchveröffentlichung zum Thema.