Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Empirische Forschungsmethoden: QCA (fs/QCA) und MVQCA

Qualitative (bzw. fallorientierte) Methoden konzentrieren sich in der Regel auf die umfassende Beschreibung und Erklärung von Kausalitäten einzelner Untersuchungseinheiten (mit Hilfe der Hermeneutik) und greifen daher für vergleichende Betrachtungen nur auf eine kleine Fallzahl zurück. Die Hermeneutik hat dahingehend ihre Grenzen, dass es mit steigender Fallzahl immer schwieriger wird, zuverlässige und gültige Kausalitäten herauszuarbeiten, z. B. im Rahmen der Wohlfahrtsstaatsforschung.

Einen methodischen Ausweg aus dem „many variables, small N“-Problem liefert der sogenannte Ragin-Ansatz. Charles Ragin stellte 1987 den variablenorientierten Systemforschern, die auf statistische Methoden zurückgriffen, einen fallorientierten Ansatz gegenüber, der es dem Forscher ermöglichen sollte, trotz einer Vielzahl von Variablen und einer geringen Fallanzahl valide Kausalitäten aus der Datenbasis herauszuarbeiten. Dieser neue methodische Ansatz sollte gewährleisten, jenseits von quantitativen und qualitativen Methoden, mittlere Fallzahlen deskriptiv und erklärend zu erfassen. Das Resultat seiner Überlegungen war die „Qualitative Comparative Analysis“ (QCA).

Kinderbetreuung in Deutschland

Die Zahl der angebotenen Kinderbetreuungsplätze steigt schon seit einigen Jahren. Im gleichen Zeitraum ist ebenfalls ein Anstieg der Nachfrage an entsprechenden Betreuungsmöglichkeiten für Kinder aller Alterspruppen bis zum Schulpflichtalter zu verzeichnen. Es ist damit zu rechnen, dass die Nachfrage weiter zunehmen wird. Dies ist die zentrale Erkenntnis einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Bis 2013 sollen für 35% der Kinder unter drei Jahren entsprechende Betreuungsangebote zur Verfügung stehen. Während aktuell Mütter und Väter ab dem dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz haben, wird dieser Anspruch ab 2013 auf alle Kinder über einem Jahr ausgedehnt.

Diese Literaturübersicht stellt den Stand der Kinderbetreuung in Deutschland dar und thematisiert damit zusammenhängende Problemkomplexe.

Ambush Marketing – der Kampf um das Marketingpotenzial von großen Sportveranstaltungen

Weltweite Medienaufmerksamkeit erlangten am 14. Juni die “Beer Babes”, 36 Frauen in orangen Kleidern, die bei dem Spiel Niederlande – Dänemark in der Halbzeit das Stadion verlassen mussten.

Die FIFA warf ihnen “Ambush-Marketing” vor: Werbung für die niederländische Biermarke Bavaria zu betreiben, obwohl diese Marke nicht zu den offiziellen Sponsoren der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gehört.

Wie wirksam sind Marketingaktionen, die als Trittbrettfahrer von der Aufmerksamkeit einer großen Sportveranstaltung profitieren? Welche Formen sind möglich und für die Marke sinnvoll?

Leerverkäufe

Per Gesetz sollen ungedeckte Leerverkäufe von deutschen Aktien sowie von Staatsschuldtiteln von Euro-Ländern verboten werden. In Verruf gekommen sind derartige Transaktionen, weil große Mengen eines Wertpapiers gehandelt werden können, die unter Umständen sogar oberhalb der vorhandenen Menge dieses Wertpapiers liegen.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 6/2010

Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) für Kraftfahrzeuge in Europa – aktuelle und ältere Literatur

Seit dem 1.6.2010 ist die neue Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) in Kraft. In Bezug den Verkauf von Kraftfahrzeugen wurden von der Kommission keine signifikanten Wettbewerbsprobleme identifiziert. Die Neuerungen beziehen sich auf den Vertrieb von Ersatzteilen sowie Reparatur- und Wartungsdienste.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 6/2010

Hochfrequenzhandel

Im Mai dieses Jahres stürzte der Dow Jones Index innerhalb weniger Minuten um fast 1.000 Punkte ab. Es konnte bisher nicht geklärt werden wie es dazu kam. Unter Verdacht stand der computergesteuerte – auch speed trading oder flash trading genannte – Hochfrequenzhandel, der nach mathematischen Algorithmen in Millisekunden stattfindet und Dominoeffekte auslösen kann.

Welche Bedeutung haben automatische Handelsstrategien im Börsenhandel? Bringen sie Transparenz oder Chaos? Nutzen oder schaden sie?

Unsere Literaturliste greift das Thema auf und bietet Ihnen einige Presseartikel und wissenschaftliche Literatur zu Algorithmic Trading und Hochfrequenzhandel.

Der Internetkriminalität entgegentreten

Selected for the Global Economic Symposium 2010

Cybercrime is now the fastest growing sector of cross-border organized crime. In 2009, reported losses in the US stood at $560 million up from $265 million the previous year. This figure represents the tip of the iceberg for actual global losses, but the rate of increase is consistent in other countries. According to Verizon, industrial espionage accounts for 35% of malware and hacking activity on the web. The last year has seen a deepening relationship between governments worldwide and companies like Google perceived now as strategic economic and security assets.

Weltweite Außenhandelsströme und internationale Kapitalflüsse ins Gleichgewicht bringen

Selected for the Global Economic Symposium 2010

It has been argued that recent trade and capital flows are unsustainable and thereby threaten future global economic stability. In particular, emerging markets remain heavily dependent on consumer demand in North America and Western Europe. If this consumer demand grows more slowly in the future — due to the unwinding of household debts, the influence of higher risk premia on investment and the effect of rising national debt on government expenditures — does the emerging economies’ strategy of export-led growth have a future?

Kopfpauschale

In der Theorie sind einkommensunabhängige Pauschalbeiträge, die derzeit im Mittelpunkt der politischen Diskussion stehen, ein durchaus überzeugendes Finanzierungsmodell für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

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20 Jahre Deutsche Einheit: Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion

Am 1. Juli 1990 trat die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion der beiden deutschen Staaten in Kraft. Der Prozess des ökonomischen Zusammenwachsens von Ost- und Westdeutschland erwies sich jedoch als schwieriger als erwartet. Warum ist das so und was könnte getan werden, um in Ostdeutschland eine eigenständige Wirtschaftsdynamik zu etablieren?

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