Dem Veröffentlichungs-Boom zur Neuen Institutionenökonomie wurde 2009 Rechnung getragen durch die erneute Verleihung des Preises für Wirtschaftswissenschaften der Schwedischen Reichsbank (“Wirtschaftsnobelpreis”) an zwei VertreterInnen dieser Forschungsrichtung (Oliver Williamson; Elinor Ostrom).
Wie die traditionelle Institutionenökonomik setzt auch der Neue Institutionalismus bei der Analyse von Regelsystemen in einer Gesellschaft an. Er ist jedoch im Gegensatz zum älteren Ansatz stärker formalisiert, und entspringt im Unterschied zu jenem der neoklassischen Modellwelt des homo oeconomicus, dessen einfache Grundannahmen durch die Untersuchung institutioneller Verhältnisse zugunsten einer größeren Realitätsnähe abgemildert werden. Wichtige Ansätze sind u.a. die Berücksichtigung von Transaktionskosten, Property-Rights, Marktmacht, unvollständigen Verträgen und beschränkter Rationalität. Ronald Coase und Douglass North hatten vor einigen Jahren als wichtige Anreger dieses Forschungsansatzes ebenfalls den Reichsbank-Preis erhalten.
Eine Übersicht zu aktuellen Anwendungen auf betriebswirtschaftliche Themen ist im Folgenden zusammengestellt.

