Das Darwin-Jahr 2009 erinnerte einerseits an den 200. Geburtstag (*12.02.1809) des britischen Naturforschers und andererseits an die Publikation seines Hauptwerks „On the Origin of Species“ („Die Entstehung der Arten“) vor 150 Jahren.
Auch in der Ökonomie gibt es Ansätze, die versuchen, Elemente der biologischen Evolutionstheorie für die Erklärung wirtschaftlicher Zusammenhänge fruchtbar zu machen. Im folgenden sind einige Veröffentlichungen aus jüngerer Zeit zusammengestellt, die speziell betriebswirtschaftlich interessante Themenstellungen aufgreifen und aus evolutionstheoretischer Perspektive bearbeiten. Schwerpunkte liegen vor allem in den Bereichen Konsumentenverhalten und Organisationstheorie.
Die evolutorische Ökonomik versucht im Gegensatz zur Mainstream-Ökonomik nicht, ein geschlossenes Theoriegebäude zu errichten, sondern greift verschiedene Aspekte der Evolutionstheorie auf. Der wichtigste Unterschied liegt im Abweichen von der beliebten, aber statischen, und daher für die Realität relativ unergiebigen Gleichgewichtsbetrachtung. Evolutorische Ansätze sind prozessorientiert und beziehen historische Bedingtheiten in die Analyse ein. Wichtige Vorläufer derartiger Untersuchungen sind u.a. Thorstein Veblen und Joseph Schumpeter.
mehr … »