Momentan erheben sieben Bundesländer Studiengebühren von 500 Euro pro Semester. Der öffentliche Diskurs über deren Auswirkung auf die Studierendenzahlen wird nicht erst seit der Aufhebung des Verbotes durch das Bundesverfassungsgericht im Jahre 2005 kontrovers geführt. Zentraler Diskussionspunkt ist die Frage, ob Studiengebühren finanziell schlechter gestellte Studierende von der Aufnahme eines Studiums abhalten.
In einer aktuellen Studie untersucht das DIW (Dwenger/ Storck/ Wrohlich 2009) die Wanderungsbewegungen zwischen gebührenfreien und gebührenerhebenden Bundesländern und kommt zu dem Ergebnis, dass kaum Ausweicheffekte auftreten.
Diese Literaturübersicht geht vor allem der Frage nach den gerechtigkeitsbezogenen Anreizeffekten von Studiengebühren („Bildungselite“) nach, thematisiert aber auch deren Verwendung sowie die Möglichkeiten privater Studienfinanzierung in Deutschland.
Web-Links:
- Studiengebühren: Gebührenfreie Länder sind doppelte Verlierer (Pressemitteilung des DIW vom 21.10.09, Zugriff: 23.10.09)
- Simple Erkenntnisse – Mediziner sind immun gegen Studiengebühren (von Frank van Bebber auf spiegel.de vom 21.10.09, Zugriff: 23.10.09)
Literaturliste
Bildung der Elite? : eine ökonomische Analyse der deutschen Studiengebühren / Vera Erdmann.
- (2008) 1. Auflage. – Kölner Studien ; 15. – Berlin
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XVIII, 268 S.
Die Finanzierung der universitären Ausbildung zwischen Markt und Staat / Joachim Jickeli.
- (2008) In: Lehre und Forschung. – München. – 2008, S. 161-172. prüfen & bestellen
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Financial student aid and enrollment into higher education : new evidence from Germany / Viktor Steiner; Katharina Wrohlich.
We estimate the elasticity of enrollment into higher education with respect to the amount of means tested student aid (BAfoeG) provided by the federal government using the German Socioeconomic Panel (SOEP). Potential student aid is derived on the basis of a detailed tax-benefit microsimulation model. Since potential student aid is a highly non-linear and discontinuous function of parental income, the effect of BAfoeG on students’ enrollment decisions can be identified separately from parental income and other family background variables. We find a small but significant positive elasticity similar in size to those reported in previous studies for the United States and other countries. — Higher education ; financial incentives ; competing risk model
- (July 2008) Discussion papers / German Institute for Economic Research ; 805
Volltext prüfen & bestellen Online-Ressource (25 S., 595 KB).
- (2008) Discussion paper series / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit ; 3601
Volltext prüfen & bestellen Online-Ressource (PDF-Datei: 25 S.).
Private Studienfinanzierungen : neue Chancen für die eigene “Investition in die Zukunft” / Peter Speck und Rolf C. Zipf.
- (2009) In: Employability – Herausforderungen für die strategische Personalentwicklung. – 2009, S. 63-78. prüfen & bestellen
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- (2008) In: Employability – Herausforderungen für die strategische Personalentwicklung. – 2008, S. 45-60. prüfen & bestellen
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Die Debatte um Studiengebühren : systematische Rekonstruktion eines rapiden Meinungswandels / von Norbert Krause.
- (2008) 1. Aufl. – Wiesbaden Volltext prüfen & bestellen
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Online-Ressource.
- (2008) 1. Aufl. – VS Research. – Wiesbaden
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204 S.
Anreizeffekte von Studiengebühren in der Hochschulbildung / von Aloys Prinz und André Horstkötter.
- (2007) In: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften. – Göttingen. – Bd. 58.2007, 2, S. 164-179. prüfen & bestellen
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The effect of student aid on the duration of study / Daniela Glocker.
- (2009) Discussion papers / German Institute for Economic Research ; 893
prüfen & bestellen Online-Ressource (36 S., 269 KB).
Wer ist bereit Studiengebühren zu zahlen? / Von Uwe Jirjahn.
- (2007) In: Schmollers Jahrbuch. – Berlin. – Bd. 127.2007, 3, S. 343-372. prüfen & bestellen
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Studienbeiträge : Ländermodelle im Vergleich / Fatma Ebcinoglu.
- (2007) In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium. – München. – Bd. 36.2007, 2, (Feb.2007) S. 109-113. prüfen & bestellen
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Studienfinanzierung durch Kreditinstitute / Jana Gersch.
- (2009) Zugl.: Potsdam, Univ., Diss., 2008. –
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329 S.
Studiengebühren in Deutschland : drei Thesen und ihr empirischer Gehalt / Eckhard Janeba; Alexander Kemnitz; Nick Ehrhart.
Several Bundesländer in Germany have or are about to introduce tuition fees for higher education. We discuss three hypotheses pertaining to (i) their distributional effects, (ii) their effect on the demand for higher education and study behavior, and (iii) the competition and financial re-sources effects. We utilize a large number of empirical studies and other country experiences to assess likely effects in Germany. We conclude that fees are likely to reduce enrollment modestly and that the existing system of higher education financing is probably regressive. Tuition fees will reduce regressiveness only if they replace tax-financed funding, which conflicts with the objective of increasing resources for universities however. We are sceptical about the latter to happen.
- (2007) In: Perspektiven der Wirtschaftspolitik. – Bd. 8.2007, 2, (Mar.2007) S. 184-205. prüfen & bestellen
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- (2006) Dresden discussion paper series ; 2006,14 prüfen & bestellen
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32 S.
- (2006) Dresden discussion paper series in economics ; 06,14
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prüfen & bestellen Online-Ressource, 31 S., Text.
Bundesausbildungsförderung von den Anfängen bis 2007 / Nora Schmidt.
- (2009) In: Wirtschaft und Statistik. – Reutlingen. – Bd. 2009,2, S. 157-168. prüfen & bestellen
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Mögliche Auswirkungen der Einführung von Studienbeiträgen / Fatma Ebcinoglu.
- (2007) In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium. – München. – Bd. 36.2007, 3, (Mar.2007) S. 163-166. prüfen & bestellen
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Internationale Studienfinanzierung : aktuelle Kennzahlen und Systeme / Alexander Klein.
- (2008) In: Mittelstands- und Strukturpolitik. – Frankfurt, M.. – Bd. 42.2008, (Nov.2008) S. 101-123. prüfen & bestellen
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Studiengebühren aus der Sicht von Studienberechtigten : Finanzierung und Auswirkungen auf Studienpläne und -strategien / Christoph Heine; Heiko Quast; Heike Spangenberg.
- (2008) Forum Hochschule ; 2008,15
prüfen & bestellen Online-Ressource (PDF-Datei: 100 S.).
- (2008) Forum Hochschule ; 2008,15
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IV, 96 S.
Studiengebühren : kurze Haltbarkeit der Regelung / Uwe Jensen.
- (2008) In:
. – Bd. 88.2008, 8, (Aug.2008) S. 489-490. prüfen & bestellen
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Können Studiengebühren eine Signalling- und Screeningfunktion ausüben? / Michaela Fischer.
Am 26. Januar 2005 hat das Bundesverfassungsgericht das Studiengebührenverbot aufgehoben. Damit ist es den einzelnen Bundesländern freigestellt, ob sie Gebühren erheben oder nicht. Während in der Literatur zum Thema Studiengebühren deren Finanzierungsfunktion im Vordergrund steht, widmet sich der vorliegende Beitrag der Funktion von Studiengebühren zur Verringerung von Informationsa- symmetrien auf Hochschulmärkten: Ebenso wie Studienbewerber über die Qualität der Hochschulen nur unzureichend informiert sind, können Hochschulen die Begabung der Studienbewerber nicht ausreichend beurteilen. Basierend auf einem Modell von Bac (2002) wird untersucht, ob Universitäten ihre Qualität glaubhaft durch die Höhe der Studiengebühren signalisieren und hierdurch einen Selbstselektionsmechanismus auf Seiten der Studienbewerber induzieren können. Die Studienplatzvergabe wird hierbei als einmaliges, nicht-kooperatives Matching-Spiel modelliert, in dem von je zwei Universitätstypen und zwei Studienbewerbertypen ausgegangen wird. In Abhängigkeit von den Anteilen der begabten Studienbewerber und der Studienplätze an Universitäten hoher Qualität, dem Verhältnis aus Studienplätzen zu Studienbewerbern sowie den Erwartungen der Studienbewerber können sich in einem System mit variablen Studiengebühren fünf verschiedene perfekte Bayesianische Gleichgewichte einstellen: ein Pooling/Nonscreening-, ein Separating/Semiscreening-, ein Pooling/Screening- sowie zwei Varianten eines Separating/Screening-Gleichgewichts. Entgegen der allgemeinen Vermutung wird dabei deutlich, dass die Einführung von Studiengebühren keinesfalls immer zu einer Verbesserung des Matchings zwischen Studienbewerbern und Universitäten unterschiedlicher Qualität führen muss.
- (2008) Tübinger Diskussionsbeitrag ; 316
prüfen & bestellen Online Ressource, 53 S., Text.
Education return and financing : donated affluence as consequence of tuition free study programs in Germany / Hans-Georg Petersen; Markus Kirchner..
- (2008) Finanzwissenschaftliche Diskussionsbeiträge ; Diskussionsbeitrag 55 Volltext
prüfen & bestellen Online-Ressource (29, 4 Bl., 930 kB).
- (2008) Diskussionsbeitrag / Universität Potsdam, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Finanzwissenschaft ; 55 prüfen & bestellen
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29, 4 Bl.
Wenn der Wirt das Getränk nicht mehr selbst bezahlt! : Analyse und Aspekte einer nachfragerfinanzierten Hochschulbildung in Deutschland / Manfred Becker; Christoph Köllen; Sandra Maihöfner.
- (2008) Betriebswirtschaftliche Diskussionsbeiträge ; 68 prüfen & bestellen
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II, 61, 9 S.
Studienkredite zur Finanzierung des Lebensunterhalts, (Teil II) / Matthias Kropp und Katja Rade.
- (2008) In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium. – München. – Bd. 37.2008, 2, (Feb.2008) S. 107-110. prüfen & bestellen
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Studienkredite zur Finanzierung des Lebensunterhalts, (Teil I) / Matthias Kropp und Katja Rade.
- (2008) In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium. – Bd. 37.2008, 1, (Jan.2008) S. 52-55. prüfen & bestellen
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Studiengebühren in Deutschland und Europa 2007/2008 / Nick Hoffman.
Mit der Einführung von allgemeinen Studiengebühren zum demnächst beginnenden Wintersemester 2007/08 in Hessen endet voraussichtlich die erste Etappe einer Entwicklung, die mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Januar 2005 begonnen hat. Damals stellte das Gericht fest, dass Studiengebühren mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Sieben deutsche Bundesländer folgten bislang der Mehrheit der Länder in Europa und führten allgemeine Studiengebühren ein. Der Beitrag gibt eine Übersicht über die Höhe der Studiengebühren und die Rückzahlungsmodalitäten bei Studiendarlehen in den Bundesländern und in anderen Staaten.
- (2007) In: Ifo-Schnelldienst. – München. – Bd. 60.2007, 18, (28.Sep.2007) S. 27-31. prüfen & bestellen
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Grundlagen eines differenzierten Studienentgeltsystems : Forschungsprojekt im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung / [Hrsg.: Friedrich-Naumann-Stiftung]. Sarah Borgloh; Robert Dehm; Frank Kupferschmidt; Berthold U. Wigger..
- (2007) Liberalreport prüfen & bestellen
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71 S.
Studiengebühren und deren Verwendung / Heiko Richter.
- ([ca. 2007]) Public management ; 56
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XI, 91 S.
Die private Studienfinanzierung in Deutschland / Wiebke Merbeth.
- (2007) 1. Aufl. – Financial Services Management ; 3. – Berlin
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XIII, 105 S.
Mehr Markt im Hochschulbereich : zur Effizienz und Gerechtigkeit von Studiengebühren / Dieter Schmidtchen und Roland Kirstein.
A university system has both efficiency and equity objectives. Efficiency requires the adoption of a tuition fee system that maximizes net social benefits. These benefits take two main forms: clear cut wealth benefits, and a more diffuse range of benefits to society like the improvement of social capital. The equity objective requires equal access to universities. A free market system is unlikely to achieve either of these objectives. Thus, some form of state intervention in higher education is necessary. The paper argues that both efficiency and equity can be enhanced by the implementation of a tuition fee system supported by student loans.
- (2005) In: Ordo. – Bd. 56.2005, S. 237-260. prüfen & bestellen
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- (2005) CSLE discussion paper series ; 2005-05
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prüfen & bestellen Online-Ressource, 32 p., text.
Studiengebühren: Chance für mehr Bildungsqualität / [Marion Künstle; Ute Bächle].
- (2005) Märkte und Trends / Spezial ; 2005, März [3] prüfen & bestellen
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8 S.
Gerechtigkeit und Effizienz nachgelagerter Studiengebühren / Sascha O. Becker und Robert Fenge.
Mit seinem Urteil vom 26. Januar 2005 hob das Bundesverfassungsgericht das Verbot von Studiengebühren für das Erststudium auf und stellt es damit den Bundesländern frei, Studiengebühren zu erheben. In diesem Beitrag wird argumentiert, dass Studiengebühren als solche nicht ungerecht sein müssen. Entscheidend ist der Zahlungsmodus. Werden die Gebühren ex ante erhoben, können sich theoretisch einige Abiturienten aus einkommensschwachen Familien kein Studium leisten, wenn sie auf dem Kreditmarkt mangels Sicherheiten nicht bedient werden. Das Problem des familiären Hintergrundes wird ausgeschaltet, wenn stattdessen der Staat die Gebühren vorfinanziert und diese Kosten in Form eines Darlehens an den Studenten weitergibt. Dieses Darlehen kann dann während des Erwerbslebens des ehemaligen Studenten einkommensabhängig zurückgezahlt werden, die Kosten des Studiums also aus dessen Erträgen finanziert werden. Entsprechende Modelle wurden bereits in verschiedenen Ländern eingeführt, von denen hier kurz Australien und Großbritannien vorgestellt werden.
- (2005) In: Ifo-Schnelldienst. – München. – Bd. 58.2005, 2, S. 16-22. prüfen & bestellen
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Wer zahlt die Zeche für wen? : Studienfinanzierung aus nationaler und internationaler Perspektive / Stefanie Schwarz; Ulrich Teichler (Hg.).
- (2004) 1. Aufl. – Hochschulwesen – Wissenschaft und Praxis : Kurzberichte aus Hochschulforschung und Hochschulentwicklung. – Bielefeld prüfen & bestellen
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58 S.


