Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

Kategorien

Teilzeiterwerbstätigkeit von Frauen in Deutschland – Ausmaß und Gründe

Befinden sich die Mütter in Deutschland in einer „Teilzeitfalle“, (vgl. DIW-Studie von Eva Berger, 2009)?

Die Aufnahme einer Teilzeitbeschäftigung gilt für viele Frauen als Chance, den gemeinsamen partnerschaftlichen Kinderwunsch und das eigene Erwerbsbedürfnis miteinander zu vereinbaren. Aber gerade diese Form der Erwerbstätigkeit birgt nicht nur Chancen, sondern auch Risiken: geringerer Verdienst und damit eine niedrigere, of unzureichende soziale Absicherung sowie fehlende berufliche Aufstiegsmöglichkeiten. Daraus resultiert eine geringere Lebenszufriedenheit von Müttern, die Teilzeit arbeiten gegenüber Vollzeit tätigen Frauen (Berger 2009, Trzcinski/ Holst 2003).

Arbeitsmarktprognosen mit Google!? – Verschiedene Prognoseverfahren im Vergleich

Die Prognose der Arbeitsmarktzahlen – einer zentralen, weil politisch sensiblen volkswirtschaftlichen Kennzahl – kann mit einer Reihe von Prognoseverfahren erfolgen: zum Beispiel mit verschiedenen Zeitreihenanalysemethoden oder unter Zuhilfenahme neuer Verfahren, wie neuronaler Netze. Alle Verfahren beinhalten jeweils spezifische Vor- und Nachteile. Das DIW ist mit dem Versuch, Arbeitslosenzahlen anhand von Sucheingaben bei Google prognostisch zu generieren, neue Wege in der Arbeitsmarktforschung gegangen.

Diese Literaturübersicht zeigt verschiedene Prognoseverfahren auf, die wiederum auf unterschiedlichen Länderbeispielen beruhen.

Ausstieg vom Atomausstieg?! Kernenergiepolitik in der Bundesrepublik Deutschland

Die wiederholten Pannen im Atomkraftwerk Krümmel (Schleswig-Holstein) und die mangelhafte Informationspolitik seitens des Betreibers Vattenfall rücken den im Jahre 2000 von der rot-grünen Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg wieder in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses, auch angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl.

Diese Literaturübersicht (Publikationszeitraum 1999-2009) problematisiert zentrale Themen in Bezug auf die Kernenergie sowie den Atomausstieg: die Zukunft der Stromerzeugung (Energieversorgungssicherheit), soziale Kosten und makroökonomischer Einfluss der Kernenergie, rechtliche und politische Fragen zur Verlängerung von Restlaufzeiten sowie die Gefahren bei der friedlichen Nutzung von Kernenergie (Bsp. Endlagerung).

Iran – Eine Volkswirtschaft im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswachstum, Geopolitik und Religion

Vor 30 Jahren entstand infolge eines revolutionären Umsturzes die Islamische Republik Iran. Mit ca. 73 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 1.648.195 km² zählt er zu den bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Erde (vgl. Wikipedia). Die zahlreichen Erdöl- und Erdgasvorkommen sowie die nukleare Aufrüstungspolitik rücken den Iran immer wieder in den Brennpunkt geo- und wirtschaftspolitischer Interessen.

Diese Literaturübersicht gibt einen ersten Ein- und Überblick zur Volkswirtschaft des Irans. Thematisiert werden u. a. Wirtschaftswachstum –politik, Entwicklungsstrategie und Systemtransformation, Marktintegration in den Weltmarkt, Außenpolitik (nukleare Entwicklungsstrategie) und Sanktionen der Staatenwelt, Rohstoffvorkommen sowie nationale und internationale Geopolitik.

CO2-Abscheidung und -Lagerung (CCS)

2. aktualisierte Fassung Juli 2012

CCS (Carbon Capture and Storage) steht im internationalen Sprachgebrauch für die Technologie der CO2-Abscheidung und -Speicherung, von der einerseits ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz erwartet wird, die auf der anderen Seite aber als zu risikobehaftete, noch nicht ausgereifte Übergangstechnik kritisiert wird.

Managerabfindungen – ein internationaler Überblick

Hartmut Mehdorn, Klaus Esser, Klaus Kleinfeld, Thomas Middelhoff, Klaus Zumwinkel. Jeder dieser ehemaligen Top-Manager musste seinen Posten vorzeitig räumen und wurde dafür mit einem „goldenen Handschlag“ abgefunden. Zuletzt musste der Porsche-Chef Wendelin Wiedeking für 50 Millionen gehen, obwohl ihm ein Vielfaches für seinen Abgang vertraglich zugestanden hätte.

Diese hohen Abfindungen, die an die Top-Manager eines Unternehmens gezahlt werden, erregen immer wieder die öffentliche Meinung. Zentraler Kritikpunkt ist die Tatsache, dass diese hohen Abfindungen immer wieder trotz schlechter Leistungen und mangelndem Unternehmenserfolg (siehe die gescheiterte Übernahme von VW durch Porsche) ausgezahlt werden.

Dieser Literaturübersicht (Publikationszeitraum 1997-2009) fokussiert nicht nur auf die deutsche Situation, sondern zeigt auch internationale Beispiele für die oben beschriebene Praxis der „goldenen Fallschirme“ (golden parachute) auf, z. B. in der Schweiz, Frankreich, und vor allem in den USA.

Insolvenzverfahren in Deutschland

Die Finanzmarktkrise ist zur handfesten Wirtschaftskrise geworden, wie der sprunghafte Anstieg der Insolvenzzahlen zeigt (Quelle Statista GmbH, Hamburg).
Daher müssen sich (leider) Führungskräfte aus Wirtschaft, der Rechtspflege, der Verwaltung und Politik stärker mit dem Thema Insolvenzen, Insolvenzrecht und Insolvenzverfahren beschäftigten.
Wir haben Ihnen hier einige Titel ab dem Erscheinungsjahr 2007 aus Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftspraxis zusammengestellt.

Nordkorea: Volkswirtschaft zwischen Atomtests, Sanktionen und Hunger

Die Demokratische Volksrepublik Korea hat durch den jüngsten Atomwaffentest im Mai und wiederholte Raketenstarts im Juli den UN-Sicherheitsrat veranlasst, weitere Sanktionen zu verhängen. Dieser Entschluss wurde von allen 15 Sicherheitsratsmitgliedern mitgetragen.

Zu den ökonomischen Auswirkungen von Sanktionen und zur wirtschaftlichen Lage in Nordkorea finden Sie eine Zusammenstellung von aktueller Literatur, recherchiert im Online-Katalog ECONIS der ZBW.

Braucht die Wirtschaft eine neue Ordnungspolitik? – Literatur zum Ökonomenstreit der deutschen Volkswirtschaftslehre

In der deutschen Volkswirtschaftslehre wird ein Streit zwischen Anhängern der Ordnungspolitik und Anhängern der formal-theoretischen Ökonomik ausgetragen. Die „Ordnungspolitiker“ setzen dabei vor allem auf Regeln und Institutionen, die der Marktwirtschaft einen Rahmen geben sollen. Den theoretischen Ökonomen werfen sie Realitätsferne vor. Entsprechend bezieht sich der Streit auch auf die Politikberatung. Nicht zuletzt geht es darum, ob die Ökonomen bei der Vorhersage der Finanzkrise versagt haben.

Bestellen Sie das Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst 7/2009

Europäisches Kartellrecht und die Liberalisierung der Gasmärkte – Das E.ON-Urteil

Am 7. Juli 2009 hat die EU-Kommission eine Strafe von insgesamt 1,106 Mrd. Euro gegen die beiden Gasversorger E.ON Ruhrgas und GdF Suez (ehemals Gaz de France) verhängt. Erstmalig geht es dabei um Bußgelder für Kartellverstöße im Energiesektor. Zugleich handelt es sich um die zweithöchste Kartellstrafe, die jemals von der EU in einem Kartellverfahren ausgesprochen wurde.

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 7/2009