Eine neue Studie des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die Auswirkungen des Demographischen Wandels in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Neuen Bundesländer untersuchen sollte, hat in dieser Woche für Aufregung in der Republik gesorgt. Die zentrale Botschaft lautet: Abgekoppelte, chancenlose, weil bevölkerungsbezogen schrumpfende Regionen in den fünf neuen Ländern sollten nicht mehr gefördert werden.
Der Demographische Wandel wird zu einer Alternden Bevölkerung in den Neuen Bundesländern führen, mit allen sozialen, ökonomischen und vor allem politischen Konsequenzen. Verstärkt wird dieser Trend durch die Abwanderung von Humankapital in Richtung Alte Bundesländer. Die Aussichten für die ostdeutsche Wirtschaft sind insgesamt als schlecht anzusehen, mit der Ausnahme einiger Wachstumskerne („Leuchttürme“). Damit wird die regionale Wirtschaftskraft in den Neuen Bundesländern auch in Zukunft hinter den Alten Bundesländern zurückbleiben und deshalb ist von einer Angleichung der Lebensverhältnisse auch in absehbarer Zeit nicht auszugehen.
Diese Literaturübersicht widmet sich folgenden Fragestellungen: Wie ist der Alterungsprozess der ostdeutschen Bevölkerung? Wie stehen demnach die Chancen der Wirtschaft in den fünf neuen Bundesländern?

