„Aufbau Ost“ – Ursachen und Auswirkungen der anhaltenden Stagnation des Aufholprozesses der Neuen Bundesländer

Trotz massiver öffentlicher Transferzahlungen (Solidarpaktmittel) in die Neuen Bundesländer ist der wirtschaftliche Aufholprozess Ostdeutschlands seit 1996/1997 zum Stillstand gekommen (vgl. H. Schmidt 2004, s. u.). Dabei erweist sich die Arbeitsproduktivität in den fünf Ländern trotz zunehmenden Einsatzes innovativer Technologien immer noch als Konvergenz- bzw. Wachstumsbremse (Busch 2007, s. u.).
Diese Literaturübersicht thematisiert den „ Mezzogiorno-Fall“ (Heilemann 2005) Ostdeutschland, indem einerseits die Ursachen für die wirtschaftliche Stagnation bei gleichzeitigen strukturellen Fortschritten dargestellt werden und andererseits auch die Perspektiven für die zukünftige Entwicklung aufgezeigt werden (Auseinanderdriften ja oder nein?).

Web-Links:

Wo steht die ostdeutsche Industrie? : eine Zwischenbilanz / Karl-Heinz Paqué.

Does regional redistribution spur growth? / Michael Koetter; Michael Wedow.
After the German reunification, interregional subsidies accounted for approximately four percent of gross fixed capital investment in the new federal states. We show that between 1992 and 2005 infrastructure and (small) business aid had a negative net impact on regional economic growth. This suggests that regional redistribution was ineffective, potentially due to a lack of spatial concentration to create growth poles. — regional growth ; redistribution ; infrastructure ; investment subsidies

Ostdeutsche Wirtschaft: kein aufholendes Produktionswachstum 2008 und 2009 / Arbeitskreis Konjunktur Ostdeutschland.

Konvergenzbremse Produktivität : Ursachen und Folgen zurückbleibender Arbeitsproduktivität in Ostdeutschland / Ulrich Busch; Karl Mai.

Zum “Aufholprozess” und weiteren Ausblick / Klaus Steinitz und Karl Mai.

Mittelfristige Perspektiven der Ost-West-Konvergenz / Michael Berlemann und Marcel Thum.
Gelingt es Ostdeutschland, den stetigen Aufwärtstrend im industriellen Sektor zu halten, und kommt der strukturelle Anpassungsprozess in der Bauwirtschaft demnächst zu einem Ende, so kann der Konvergenzprozess wieder etwas an Fahrt aufnehmen. Damit es zu einer solchen Konvergenz in Zukunft wieder kommen kann, wird es für Ostdeutschland zudem wichtig sein, frühzeitig auf die Konsequenzen des absehbaren demographischen Wandels und das in Zukunft absinkende Transfervolumen zu reagieren.

Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2005 : Unterrichtung durch die Bundesregierung

The new German transfer problem / by Christian Müller and Ulrich Busch.

Blooming landscapes in East Germany? : Germany – fifteen years after unification (Focus) / Michael Berlemann and Marcel Thum.

Drifting together or falling apart? : The empirics of regional economic growth in post-unification Germany / Roberta Colavecchio; Declan Curran; Michael Funke.
The objective of this paper is to address the question of convergence across German districts in the first decade after German unification by drawing out and emphasising some stylised facts of regional per capita income dynamics. We achieve this by employing non-parametric techniques which focus on the evolution of the entire cross-sectional income distribution. In particular, we follow a distributional approach to convergence based on kernel density estimation and implement a number of tests to establish the statistical significance of our findings. This paper finds that the relative income distribution appears to be stratifying into a trimodal/bimodal distribution.

Eastern Germany in the process of catching up : the role of foreign and West German investor in technological renewal / Jutta Günther and Oliver Gebhardt.

Ostdeutschland – ein “Mezzogiorno-Fall”? / Ullrich Heilemann.

Transfers to Germany’s eastern Länder : a necessary price for convergence or a permanent drag? / By Heinz Jansen.

Der Aufholprozess des Ostens ist 1996 zu Ende gegangen – was tun?” : Erfurter Dialog, [Thüringer Staatskanzlei, 10. Mai 2004] / Helmut Schmidt. [Hrsg.: Thüringer Staatskanzlei, Abt. Öffentlichkeitsarbeit].

Investitionen: Aufholprozess in den neuen Bundesländern vorerst am Ende / Erich Langmantel.
Die wirtschaftliche Stagnation in Deutschland seit Ende 2000 hat zu einem massiven Einbruch der Investitionstätigkeit geführt. Die Investitionen in neue Anlagen sind seit 2000 ständig geschrumpft. Der Rückgang betrug 2001 in jeweiligen Preisen 16,4 Mrd. Ù, 2002 27,7 Mrd. Ù und 2003 14,4 Mrd. Ù.

Der Aufbau Ostdeutschlands : struktureller Fortschritt bei wirtschaftlicher Stagnation / Klaus-Heiner Röhl.

Reformbaustelle Ost: die Schwungräder für den Aufholprozess antreiben / Rüdiger Pohl.

Wiedervereinigung, Aufholprozess Ost und Nachhaltigkeit / Oliver Ehrentraut; Stefan Fetzer.

Nachlassende Investitionsdynamik in Ostdeutschland / Erich Langmantel.
Das Wirtschaftswachstum in den alten und den neuen Bundesländern hat sich seit 1997 weitgehend angeglichen, und die Wirtschaftsleistung je Erwerbsfähigen in Ostdeutschland hat sich seit Mitte der 90er Jahre bei knapp 60% des westdeutschen Niveaus eingependelt. Der Aufholprozeß ist unzweifelhaft ins Stocken geraten, denn seit dem Jahr 2000 wird in Ostdeutschland pro Kopf nicht mehr investiert als in Westdeutschland. In den Jahren 2001 und 2002 wurden die Ausgaben für neue Anlagen in Ostdeutschland sogar jeweils rund 8 Mrd. Euro gekürzt.

Ostdeutsche Bundesländer: Reindustrialisierung macht Fortschritte / Tobias Just; Jörn Quitzau.

East Germany : transition with unification ; experiments and experiences / Jürgen von Hagen and Rolf R. Strauch.

Wo versteckt sich der ostdeutsche Tiger? : Über die Wirtschaftsperspektiven der neuen Bundesländer / Rebecca Harding ….

Aufholprozess in Ostdeutschland kommt nur schleppend voran : öffentliche Förderung bleibt weiterhin unverzichtbar ; Ergebnisse des IAB-Betriebspanels Ost 2001 / Reinhard Schäfer; Jürgen Wahse.

Eine Voraussetzung für einen nachhaltigen Aufschwung in Ostdeutschland : mehr Ausrüstungsinvestitionen / Albert Müller.
Seit zwei Jahren entwickelt sich das Wirtschaftswachstum in Ost- und Westdeutschland weiter auseinander. Nach dem vereinigungsbedingten Bauboom in Ostdeutschland trägt der anhaltende Normalisierungsprozess in der Bauwirtschaft dazu maßgeblich bei. Trotzdem ist in den neuen Ländern der Bauanteil bei rückläufigen Investitionsraten noch zu hoch, um ausreichende Wachstumskräfte für einen erneuten Aufholprozess freizusetzen. Für einen sich selbsttragenden und nachhaltigen Aufschwung ist aber eine deutlich höhere Investitionsdynamik bei den Ausrüstungen erforderlich. Diese fallen aber je Erwerbsfähigen im Vergleich zur westdeutschen Wirtschaft seit 1998 unter deren Niveau, obwohl von staatlicher Seite günstige Rahmenbedingen und Planungssicherheit für Investoren geschaffen wurden. Damit sinken die Chancen auf eine schnelle und nachhaltige Erholung der ostdeutschen Wirtschaft.

Lagging productivity in the East German economy: obstacles to fast convergence / Joachim Ragnitz.

Risiken der Industrie- und Regionalpolitik – wie lange wird Ostdeutschland unter dem Fluch der guten Taten leiden? / Wolfgang Gerstenberger.
Der Aufholprozeß in Ostdeutschland ist fast zum Erliegen gekommen. Ursachen für das Erlahmen des Aufholprozesses sind eine verfehlte Lohnpolitik und unzureichende Arbeitsanreize in der Transferwirtschaft Ostdeutschlands. Besonders in der Bauwirtschaft fanden in der ersten Hälfte der neunziger Jahre viele einen Arbeitsplatz, aber schon seit 1995 gehen die Bauinvestitionen in den neuen Bundesländern zurück. Der Schrumpfungsprozeß soll mindestens bis 2002 anhalten. Die Wirtschaftsförderung wurde und wird zu stark an den Faktor Kapital gebunden, was gerade in der New Economy große Probleme bereitet.

From reunification to economic integration : productivity and the labor market in Eastern Germany / Michael C. Burda; Jennifer Hunt.

Produktivitätsrückstand der ostdeutschen Wirtschaft : eine zusammenfassende Bewertung / Joachim Ragnitz.

Aufholprozess der neuen Bundesländer – die Rolle der öffentlichen Transferleistungen / Joachim Ragnitz.

Produktivitätsunterschiede und Konvergenz von Wirtschaftsräumen : das Beispiel der neuen Länder / von Joachim Ragnitz.

Enttäuschende Wachstumszahlen für die neuen Länder – Aufschwung Ost ade? / Wolfgang Gerstenberger.
Das niedrige BIP-Wachstum 2000 signalisiert nicht ein Nachlassen der Wachstumskräfte, sondern ist auf einen weiteren Schub im Schrumpfungsprozess der überdimensionierten ostdeutschen Bauwirtschaft zurückzuführen. Wenn dieser Anpassungsprozess ausgestanden ist, dürfte die ostdeutsche Wirtschaft wieder stärker als die westdeutsche wachsen. Der Aufholprozess würde allerdings wenigstens 40 Jahre dauern. Andere Länder zeigen, dass es schneller geht. Die Träger der Wirtschafts- und Tarifpolitik müssen vor alllem die Wachstumsbedingungen für den Dienstleistungsbereich in Ostdeutschland verbessern.

Eine neue Förderpolitik für Ostdeutschland / Konrad Lammers.

Der wirtschaftliche Entwicklungsstand in den Regionen des Vereinigten Deutschlands / von Hans-Friedrich Eckey.

Deutsche Einigung – Traum oder Alptraum? / Norbert Walter.

From socialist showcase to Mezzogiorno? : Lessons on the role of technical change from East Germany’s post-World War II growth performance / Wolfgang Keller.

Ostdeutschland zehn Jahre nach der Vereinigung : kommt der Aufholprozeß wieder in Gang ? / Wolfgang Nierhaus; Wolfgang Meister.
Mit diesem Artikel wird die Berichterstattung des ifo Instituts über die Entwicklung der ostdeutschen Wirtschaft fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen diesmal die Ergebnisse des neuen Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung für Ostdeutschland im Zeitraum 1991 bis 1999. Der Lebensstandart hat sich danach in diesem Zeitraum stark verbessert, allerdings war Erhöhung der Produktivität und der heimischen Produktion in diesem Zeitraum viel geringer.

Aufholprozeß der ostdeutschen Wirtschaft stagniert / Albert Müller.
Auch im zehnten Jahr nach der Wiedervereinigung sind die Spuren der Planwirtschaft noch deutlich zu sehen. Der Artikel beschäftigt sich mit den Gründen für die Stagnation des Aufholprozeßes der ostdeutschen Wirtschaft. Es fehlen amtliche Daten, wieviel bisher in den neuen Bundesländern investiert wurde. In fast allen Bereichen sinken die Ausgaben für Sachanlagen in den neuen Bundesländern seit 1996, während sie in den alten Bundesländern seit 1997 wieder steigen. Die Ausgaben für Ausrüstungsinvestitionen pro Angestellten sanken seit 1998 unter die Werte von Westdeutschland. Nur wenn es gelingt, die noch bestehenden Mängel bei der Kapitalintensivierung der Produktions- und Leistungsprozesse zu beseitigen und die Lohnstückkosten zu senken, läßt sich die Stagnation der Produktivität überwinden.

Probleme im wirtschaftlichen Aufholprozeß der neuen Bundesländer / Klaus-Dieter Kühbacher.

Are there free lunches in East Germany? / Ulrich Blum.

Entwicklung und Schrumpfung in Ostdeutschland : aktuelle Probleme im 20. Jahr der Einheit / Ulrich Busch; Wolfgang Kühn; Klaus Steinitz.
Inhaltsverzeichnis

Der lange Schatten des Sozialismus : Folgen für die Wirtschaftspolitik in Ostdeutschland / Ulrich Blum.

Produktivitätsentwicklung in Deutschland / Jochen Gert Arend Wiegmann.
Inhaltsverzeichnis

Wirtschaftliche Zukunftsfelder in Ostdeutschland : ein Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung / [Hrsg. Hanseatic Institut for Entrepreneurship and Regional Development an der Universität Rostock. Gerald Braun ...(Hrsg.)].
Inhaltsverzeichnis

Der Aufbau Ost : eine Zwischenbilanz im Jahr 17 der deutschen Einheit / Klaus Günther Deutsch.

Selbst ist das Volk : wie der Aufschwung Ost doch noch gelingen kann / Norbert Peche.
Inhaltsverzeichnis

Über alternative Vorschläge für die Entwicklung Ostdeutschlands / Karl Mai.

Ostdeutscher Produktivitätsrückstand / Karl Mai.

Zur “Produktionslücke Ost” / Karl Mai und Klaus Steinitz.

Ursachen für den wirtschaftlichen Absturz Ostdeutschlands und das Scheitern von “Aufschwung Ost” / Klaus Steinitz.

Beispielgebender Transformationsprozess in Ostdeutschland? / Reinhold Kowalski.

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