Wiwi-Werkbank

Wir präsentieren hier Literaturlisten und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen

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Varieties of Capitalism – Methode und Anwendung

2. aktualisierte Fassung  (August 2010)

Bei der Analyse von Veränderungsprozessen von kapitalistisch determinierten Wirtschaftsordnungen sind immer die institutionellen Rahmenbedingungen (zum Beispiel das nationale Wohlfahrtsstaatsarrangement) in die Analyse miteinzubeziehen, weil sie die zukünftigen Entwicklungspfade einer Volkswirtschaft vorbestimmen (=Pfadabhängigkeit). Diese These ist die zentrale Kernaussage vom „Varieties of capitalism“-Ansatz, der in der neuen Institutionenökonomik/ Wirtschaftssoziologie verankert ist und als dessen Hauptvertreter Peter A. Hall und David Soskice angesehen werden.

Abwrackprämie – deutsche und internationale Erfahrungen

Statt der geplanten 600 000 Pkw hat die Abwrackprämie einen nicht erwarteten Boom ausgelöst. Vermutlich werden 1,5 Mio. Prämienanträge gestellt und knapp 4 Mrd. Euro an Steuermitteln eingesetzt. Die Sonderkonjunktur freut Politiker und Autohändler. Bei den Autobauern ist das Bild differenzierter.

Steueroasen

Es geht nicht darum, dass die Steuersätze in den Oasen niedriger sind als in der „Wüste“ ringsherum. Hochsteuerländer wissen, dass sie den Steuerwettbewerb aushalten müssen. Schließlich bieten sie bessere Produktionsbedingungen für investitionsbereite Unternehmen und größere Sicherheiten für anlagebereites Kapital. 

Öffentliche Beteiligungen und Verstaatlichung: Wege aus der Krise?

Die Finanzkrise hat einige Unternehmen und Banken so stark belastet, dass ihr Überleben fraglich erscheint. Die Wirtschaftspolitik reagiert mit verschiedenen Instrumenten auf diese Situation. Diskutiert werden unter anderem auch staatliche Beteiligungen an notleidenden Unternehmen oder sogar staatliche Übernahmen. Sind diese Maßnahmen sinnvoll, um ein Ausufern der Probleme zu verhindern? Rechtfertigt die Krise das Aufgeben marktwirtschaftlicher Grundprinzipien?

Lesen Sie weiter im Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst 4/2009

BWL-Bibliometrie Teil 5: Betriebliches Rechnungswesen und Controlling

Die Reihe bibliometrischer Analysen zu wichtigen Teildisziplinen der betriebswirtschaftlichen Forschung endet hier vorerst mit den Bereichen Rechnungswesen und Controlling.

Supply-Chain-Management und Lagerhaltung

Supply-Chain-Management gewährleistet die Abstimmung aller relevanten Beschaffungsprozesse und die Koordination verschiedener Lieferanten. In diesem Zusammenhang werden in der Literatur häufig theoretische Fragen zur Lagerhaltung behandelt, die wir Ihnen in einer Literaturübersicht zusammengestellt haben.

Standortmarketing in Deutschland

Nicht nur Staaten konkurrieren miteinander um Direktinvestition und neue Arbeitsplätze sondern auch innerhalb eines Landes gibt es einen regen Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen und hochqualifizierten Arbeitskräften. Dazu betreiben Kommunen, Regionen und Länder Standortmarketing.

Containerschifffahrt und globaler Containerverkehr

Diese Literaturliste beinhaltet eine Aufstellung von volkswirtschaftlichen Analysen des internationalen Containerverkehrs (Publikationszeitraum 1996-2009). Dabei werden zentrale ökonomische Fragestellungen der internationalen Containerschifffahrt angesprochen: die historischen Entwicklungslinien des internationalen Seegüterverkehrs, die Globalisierung des Welthandels (Verkehrsaufkommen, internationale Arbeitsteilung), internationale wettbewerbspolitische (De-)Regulierungen, Standortwettbewerb der Umschlagplätze, makroökonomischer Einfluss allgemein und auf die Entwicklung der Hafenwirtschaft (Fallstudien).

Breitbandnetze in der Europäischen Union – Entwicklungen des EU-Wettbewerbsrechts und Regulierung in Deutschland

Während in Dänemark und den Niederlanden statistisch gesehen ca. jeder dritte Einwohner einen entsprechend schnellen Breitbandinternetzugang nutzen kann, ist es hierzulande nur ungefähr jeder Vierte (FTD, vom 25.03.09). Die Europäische Kommission, namentlich die zuständige Kommissarin Reding, sieht die Ursachen für diesen Befund in der deutschen Telekommunikationspolitik begründet, die den Netzzugang für Wettbewerber erschwert und eine binnenmarktbezogene Marktliberalisierung verhindert (vgl. pressetext.de, vom 31.03.09). Diese Literaturübersicht gibt zum einen Auskunft über die wirtschaftspolitischen Bestrebungen einer (De-)Regulierung der Telekommunikationsinfrastruktur in Deutschland. Zum anderen thematisiert sie den Einfluss der europäischen Wettbewerbspolitik auf die Netzzugänge im Bereich der Breitbandnetze in den vergangenen Jahren.

Wie sollte die Betreuung der Langzeitarbeitslosen geordnet werden?

Seitdem das Bundesverfassungsgericht Ende 2007 die Mischverwaltung von Arbeitsagenturen und Kommunen in den bundesweit 347 Jobcentern für Hartz-IV-Empfänger beanstandet hat, ringt die Politik um Lösungsmöglichkeiten. Zuletzt wurde der Vorschlag der Bund-Länder-Kommission zur Weiterführung der gemeinsamen Jobcenter in rechtlich eigenständigen „Zentren für Arbeit und Grundsicherung“ von der Unionsfraktion im Bundestag wieder verworfen. Eine Lösung für die Betreuung der rund 6,6 Mio. Hilfebedürftigen ist nicht in Sicht, obwohl die Arbeitslosenraten voraussichtlich stark ansteigen werden. Was macht die Neuregelung so schwierig?

Lesen Sie weiter im Kommentar des Wirtschaftsdienst 4/2009