Anfang August 2010 gibt es in ganz Schleswig-Holstein keine Haupt- und Realschulen mehr, da beginnend mit dem Schuljahr 2010/2011 diese in Gemeinschaftsschulen und Regionalschulen umgewandelt werden. In den Gemeinschaftsschulen werden Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Leistungniveaus gemeinsam von der 5. bis zur 10. Klasse unterrichtet. Auch wenn viele Eltern noch skeptisch sind, so ist die große Hoffnung der Bildungspolitik, dass durch den gemeinsamen Unterricht der Notendurchschnitt der schwächeren SchülerInnen von ihren besseren Klassenkameraden angehoben wird. In der angelsächsischen Literatur nennt man dies „peer effect“ (MitschülerInneneffekt). Solche „peer effects“ werden in der sozialwissenschaftlichen Forschung weltweit ausführlich erforscht und auch die bildungsökonomische Forschung beschäftigt sich intensiv damit. Allerdings sind sie außerordentlich schwer zu identifizieren.
Das Darwin-Jahr 2009 erinnerte einerseits an den 200. Geburtstag (*12.02.1809) des britischen Naturforschers und andererseits an die Publikation seines Hauptwerks „On the Origin of Species“ („Die Entstehung der Arten“) vor 150 Jahren.
Auch in der Ökonomie gibt es Ansätze, die versuchen, Elemente der biologischen Evolutionstheorie für die Erklärung wirtschaftlicher Zusammenhänge fruchtbar zu machen. Im folgenden sind einige Veröffentlichungen aus jüngerer Zeit zusammengestellt, die speziell betriebswirtschaftlich interessante Themenstellungen aufgreifen und aus evolutionstheoretischer Perspektive bearbeiten. Schwerpunkte liegen vor allem in den Bereichen Konsumentenverhalten und Organisationstheorie.
Die evolutorische Ökonomik versucht im Gegensatz zur Mainstream-Ökonomik nicht, ein geschlossenes Theoriegebäude zu errichten, sondern greift verschiedene Aspekte der Evolutionstheorie auf. Der wichtigste Unterschied liegt im Abweichen von der beliebten, aber statischen, und daher für die Realität relativ unergiebigen Gleichgewichtsbetrachtung. Evolutorische Ansätze sind prozessorientiert und beziehen historische Bedingtheiten in die Analyse ein. Wichtige Vorläufer derartiger Untersuchungen sind u.a. Thorstein Veblen und Joseph Schumpeter.
In diversen deutsch- und englischsprachigen Blogs wird die vom Mercatus Zentrum der George Mason Universität (Virginia) herausgegebene neue Webseite econstories.tv vorgestellt.
Ziel dieser Seite ist es, Wirtschaftswissen in lockerer Weise zu lehren und zu vermitteln, dafür werden sogar aufwendige Videoclips produziert, wie der hier eingebettete Rap “Fear the boom and bust a Hayek versus Keynes Rap”. Thema des gut gemachten Songs ist der Konflikt zwischen der nachfrageorientierten Lehre (repräsentiert durch Keynes) und der angebotsorientierten Schule (repräsentiert durch Hayek). Wem der Song zu schnell ist, der oder die kann den Text unterhalb des Videoclips auf der Site econstories.tv in Ruhe nachlesen.
Im Rahmen einer Open-Access Konferenz in London wird heute das von der EU geförderte Portal Economists Online gestartet.
In diesem Portal wird der gesamte Publikationsoutput (Zeitschriftenaufsätze, Arbeitspapiere, Konferenzschriften, Monographien) von über 500 Wirtschaftswissenschaftlern und Wirtschaftswissenschaftlerinnen nachgewiesen plus die dazugehörenden Volltexte, insoweit dies urheberrechtlich möglich ist.
Nahezu ungeachtet der schweren Rezession hat sich der deutsche Arbeitsmarkt im Jahr 2009 beachtlich geschlagen. Die Beschäftigung sank nur geringfügig und die Arbeitslosigkeit nahm kaum zu. Der Erfolg ist unter anderem auf den massiven Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente zurückzuführen.
Die Rezession in Deutschland hat zu einem starken Einbruch der kommunalen Steuereinnahmen geführt. Wie dramatisch der finanzielle Absturz der Städte und Gemeinden ist, lässt sich am kommunalen Finanzierungssaldo ablesen, der von +7,42 Mrd. Euro 2008 auf einen ähnlich hohen Defizit-Betrag 2009 abzustürzen droht.
Das Jahr 2009 war in allen Branchen turbulent. Nachdem zu Beginn noch tiefe Abstürze befürchtet wurden, haben sich die Aussichten für die Wirtschaft wieder aufgehellt.
Ob Schmuck, Uhren oder teure Textilien aus dem Luxussegment – Hersteller und Händler mussten im Zuge der Finanzmarktkrise zum Teil deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen. Wie geht es nun weiter? Unsere Liste enthält eine Literaturzusammenstellung zum Marketing hochpreisiger Produkte angereichert mit Fallbeispielen bekannter Marken.
Das griechische Defizit belief sich im vergangenen Jahr auf nahezu 13% des BIP und hat die Staatsschuld damit auf sagenhafte 135% getrieben. Die Konsequenzen für Griechenland sind alles andere als angenehm. Die Ratingagenturen haben das Land von A- auf BBB+ heruntergestuft.
Am Ende der 15. Weltklimakonferenz wurde die „Kopenhagen-Vereinbarung“ in letzter Minute verlautbart. Von vielen Besorgten geschmäht, ist sie der erste konkrete Schritt der Weltgemeinschaft zur Bekämpfung des Klimawandels.